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Griechen versprechen Briten stressfreien Sommerurlaub trotz EU-Grenzchaos

jorono (CC0), Pixabay
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Während Urlauber in Teilen Europas zuletzt stundenlang an Flughäfen festsaßen, gibt sich Griechenland demonstrativ entspannt: Britische Touristen sollen im Sommer keine Probleme bei der Einreise bekommen – trotz des neuen digitalen EU-Grenzsystems.

„Wir wollen nicht, dass Besucher durch bürokratische Verfahren belastet werden“, sagte die griechische Tourismusministerin Olga Kefalogianni der BBC. Selbst in der Hochsaison werde es für britische Urlauber keine Verzögerungen geben. Die Grenzkontrollen sollten „weniger als ein paar Minuten“ dauern.

Hintergrund ist das neue EU-Einreise- und Ausreisesystem EES („Entry-Exit-System“), das seit April vollständig in Betrieb ist. Reisende aus Nicht-EU-Staaten müssen dabei biometrische Daten wie Fingerabdrücke oder Gesichtsscans registrieren lassen, sobald sie in den Schengen-Raum einreisen.

Eigentlich sollte das System die Sicherheit erhöhen und Grenzprozesse modernisieren. In der Praxis sorgte es vielerorts jedoch für Chaos.

Vor allem an italienischen Flughäfen kam es zuletzt zu massiven Problemen. In Mailand verpassten mehr als 100 Easyjet-Passagiere wegen stundenlanger Passkontrollen ihren Flug nach Manchester. Auch Ryanair-Reisende blieben an überfüllten Kontrollstellen hängen.

Griechenland reagierte pragmatisch – und setzte die biometrischen Kontrollen für Briten Anfang April zeitweise aus, nachdem sich am Flughafen Korfu lange Warteschlangen gebildet hatten.

Offiziell spricht Athen allerdings nicht von einer Ausnahme für britische Staatsbürger. Man halte sich an die EU-Regeln, betonte Ministerin Kefalogianni. Vielmehr habe Griechenland die Abläufe so organisiert, dass Besucher möglichst wenig belastet würden.

Die EU-Kommission sieht das offenbar etwas kritischer. Brüssel erklärte vergangene Woche, man stehe mit Griechenland in Kontakt, um die Situation zu prüfen und auf die geltenden Regeln hinzuweisen.

Portugal und Italien wollen dagegen an den neuen Kontrollen festhalten. Berichte über mögliche Ausnahmen für Briten wurden dort bislang nicht bestätigt.

Zusätzlich sorgt inzwischen die angespannte Lage auf den Energiemärkten für Unsicherheit in der Reisebranche. Wegen des Krieges zwischen den USA, Israel und Iran sind Lieferungen von Flugzeugtreibstoff aus dem Nahen Osten stark zurückgegangen. Die Sorge vor steigenden Ticketpreisen und Flugausfällen wächst.

Auch Griechenlands Tourismusministerin räumte ein, dass viele Urlauber derzeit vorsichtiger planen würden. Dennoch zeigt sich Athen optimistisch: Griechenland bleibe ein attraktives Reiseziel mit gutem Preis-Leistungs-Verhältnis.

Die britische Regierung erklärte zuletzt ebenfalls, Reisende müssten ihre Sommerpläne derzeit nicht ändern. In Großbritannien gebe es aktuell keinen Mangel an Flugtreibstoff, zudem lägen Notfallpläne bereit.

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