Start Allgemeines Genotec Wohnbaugenossenschaft – hässliche Aufforderungsschreiben des Insolvenzverwalters

Genotec Wohnbaugenossenschaft – hässliche Aufforderungsschreiben des Insolvenzverwalters

1

Vom Traum des Eigenheims in die Pleite

Die GENO Wohnbaugenossenschaft eG ist ein 2002 als Genotec Wohnbaugenossenschaft eG gegründetes Unternehmen, dass als Genossenschaft in den Genossen hohe Erwartungen weckte. Über Vertriebe wurden die Geschäftsmodelle an Privatanleger gebracht: Personen, die Interesse an Wohneigentum zur Eigennutzer hatten, konnten sparen und so später in eine Immobilie kommen. Leider endete das gerade für junge Familien so hoffnungsvolle Modell mit einer Katastrophe. Die Firma ging pleite.

Gutes Geld schlechtem Geld hinterher werfen?

Von ehemaligen Genossen der Genotec Wohnbaugenossenschaft haben wir erfahren, dass der Insolvenzverwalter in den letzten Wochen nun verstärkt Anleger anschreibt und versucht, offenstehende bzw. seiner Meinung nach fällige Raten einzutreiben. Natürlich ist die Empörung bei den betroffenen Genossen groß. Das zumindest können wir Telefongesprächen mit Genossen entnehmen, die genau das zur Zeit durchleben.

Müssen die ehemaligen Genossen noch zahlen?

Grundsätzlich ist der Insolvenzverwalter natürlich verpflichtet, so viel an Masse zu generieren wie möglich.

Rechtliche Situation

Die Gesellschaft befindet sich in der Insolvenz und wird abgewickelt. Die bisherigen Geschäftsführer, die kaufmännisch versagt haben, wurden abgelöst.

Beschluss_Insolvenzverwalter_Scheffler

Nach einigen Querelen ist neuer Insolvenzverwalter der Sanierungsexperte und angesehene Rechtsanwalt Frank-Rüdiger Scheffler.

frank-rüdiger scheffler _ sanierungs- und restrukturierungsberatung

Problem – Zahlungspflichtige Genossen

Der Insolvenzverwalter steigt juristisch in den Geschäftsbetrieb ein und er muss – auch wenn es weh tun könnte – fällige Gelder und Verträge einziehen. Wer also eine Ratenverpflichtung hat, muss zahlen. Der Insolvenzverwalter hat  sogar rechtlich die Pflicht, so zu handeln, weil bei einzelnen Genossen mittlerweile auch das Thema Verjährung droht. Ansonsten droht dem Insolvenzverwalter die eigene Haftung aus dem § 60 Insolvenzordnung.

Spannungsverhältnis des Anlegerschutzes

Es gibt also Mitglieder bzw. Genossenschaft, die vor der Pleite eine Ratenvertrag unterschrieben haben und denen jetzt droht, dieses eingezahlte Geld wegen der Insolvenz verlustig zu gehen. Und gleichzeitig gibt es einen Insolvenzverwalter, der die Erfüllung des Ratenvertrages für die Zukunft verlangt. Diese Aufforderungsschreiben schocken. Jeder Anleger, der solch ein Schreiben bekommen hat, sollte dieses aber nicht einfach in den Papierkorb werfen, sondern im eigenen Interesse sich dann auch darum kümmern.

Was tun?

Kümmern heißt hier einen Rechtsanwalt, der mit der Angelegenheit Geno vertraut ist, einzuschalten, wie zum Beispiel Rechtsanwalt Jens Reime aus Bautzen, oder aber den direkten Kommunikationsweg mit dem Insolvenzverwalter zu suchen. Aus der Vergangenheit wissen wir, dass es gerade mit dem hier tätigen Insolvenzverwalter immer sozialverträgliche Lösungen für jeden Anleger gegeben hat. Das wird sicherlich auch hier so sein. Nur, wie gesagt Nichtstun und „Kopf in den Sand stecken“ hilft hier nicht, eine Lösung zu finden. Mitbekommen haben wir auch, dass der Insolvenzverwalter die Genossen hier auffordert, dass man sich nicht auf die Einrede der Verjährung beruft, denn dann müsste er in der Sache sofort Klage beim Gericht einreichen. Aus Sicht der Interessengemeinschaft sollte man dann auf die Einrede der Verjährung verzichten, wenn man selber seine Unterlagen daraufhin geprüft hat, ob möglicherweise die Verjährung der Forderung schon eingetreten ist.

Sollte Sie diesen Eindruck haben, dann teilen Sie dies bitte dem Insolvenzverwalter per Einschreiben/Rückschein mit und treten Sie in eine Kommunikation mit ihm ein. Kommunikation ist immer besser als zu klagen und sich vor Gericht auseinanderzusetzen.

1 KOMMENTAR

  1. … und dann gibt es da noch diesen Reime, der flächendeckend Schreiben an die Geschädigten verschickt, um den Anschein eines „Helfers“ zu erwecken.
    Offensichtlich ist das Gegenteil der Fall:

    Soeben im Geno-Geschädigten-Forum gefunden:
    facebook.com/groups/1511794185749812/

    Also nochmal Info an alle Geschädigten hier im Forum von kompetenter Quelle:
    Es wird empfohlen, auf das Schreiben des Herrn Reime NICHT zu reagieren !
    Als Begründung hier (nochmal und immer wieder) die folgenden Bemerkungen:

    1.- Herr Reime hat in der ersten Gläubigerversammlung zusammen mit Jens Meier für die Auswechslung des Insolvenzverwalters gestimmt. Durch diesen
    Verwalterwechsel fallen erhebliche Mehrkosten an, die zu Lasten der Masse gehen.

    2. – Bislang ist kein Urteil bekannt, welches Herr Reime gegen die Genossenschaft, eine Vertriebsgesellschaft oder die Haftpflichtversicherung erstritten hätte.(Warum wohl?)

    3. – Mit der Abwehr von Ansprüchen des Insolvenzverwalters befassen sich derzeit
    folgende Rechtsanwälte, welche über reiche Erfahrung im Gesellschaftsrecht sowie im Insolvenzrecht verfügen:
    – Jan Wagner, Brandenburg a.d. Havel
    – Christian M. Schulter, Berlin

    4. – Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen gegen die Vertriebsverantwortlichen, sowie auch gegen die Haftpflichtversicherung R+V :

    – Rechtsanwalt Dethloff.
    Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht
    Berlin – Potsdam
    Büro Potsdam:
    Kiezstraße 11
    14467 Potsdam
    Tel.: + 49 331 2353 9245

    Er hat bereits früher mehrere Urteile gegen die Geno eG auf Auszahlung des Auseinandersetzungsguthabens erstritten. Zudem wurden mittlerweile zahlreiche Urteile gegen das Vertriebsunternehmen Genotrade e.K. (zuletzt umbenannt in miwoba e.K.) erwirkt.

    Also….
    Noch Fragen ?

    Manche „Rechtsanwälte“ haben es wohl faustdick hinter den Ohren…

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here