Startseite Allgemeines Friedensnobelpreis fürs Umräumen: Netanyahu will Trump vergolden
Allgemeines

Friedensnobelpreis fürs Umräumen: Netanyahu will Trump vergolden

Leonhard_Niederwimmer (CC0), Pixabay
Teilen

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hat eine zündende Idee: Ausgerechnet Donald Trump soll den Friedensnobelpreis bekommen. Kein Scherz. Netanyahu drückte dem ehemaligen US-Präsidenten bei einem Treffen im Weißen Haus persönlich einen Liebesbrief in die Hand – Inhalt: Du bist der Friedensmacher der Stunde, Donnie!

Warum? Laut Netanyahu bastelt Trump gerade „in einem Land, in einer Region nach der anderen“ an Frieden. „Wow,“ hauchte Trump gerührt zurück, als Netanyahu ihm diesen Orden am Bande verbal anheftete. Gerade Netanyahu müsse das ja wissen, so Trump. Schließlich weiß keiner besser, wie man Frieden definiert – zum Beispiel, indem man Palästinensern den Koffer in die Hand drückt.

Denn zwischen Preisverleihung und Händeschütteln wurde auch gleich der nächste „friedliche“ Coup besprochen: die mögliche Umsiedlung von Palästinensern. Wer will, kann bleiben. Wer nicht will – oder nicht mehr darf – soll bitte freundlich „gehen können“. Netanyahu meinte optimistisch, man stehe kurz davor, „mehrere Länder zu finden“, die als neue Abstellkammern einspringen. Man möchte ja „eine bessere Zukunft schenken“ – nur halt woanders.

Und der Iran? Für den gibt’s auch noch ein Friedensbonbon: Trump kündigte neue Gespräche an. Vielleicht, so der Plan, hebt man dann irgendwann auch mal ein paar Sanktionen auf. Immerhin ein netter Nebensatz für das nächste Bewerbungsschreiben an Oslo.

Währenddessen wird in Katar fleißig indirekt verhandelt – Israel und die Hamas loten eine Waffenruhe und Geisel-Deals aus. Laut Trump könnte die große Versöhnung sogar noch diese Woche ins Haus flattern. Immerhin ist das schon das dritte Händeschütteln zwischen Netanyahu und Trump seit Januar – man kommt ja kaum hinterher.

Fazit: Ein Friedensnobelpreis für den Mann, der Palästinenser am liebsten gleich mit Post-it und Flugticket verteilt. Das muss man sich erst mal trauen. Vielleicht sollte man gleich noch einen zweiten Nobelpreis dazulegen – für Immobilienlogistik.

Kommentar hinterlassen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Kategorien

Ähnliche Beiträge
Allgemeines

TGI AG Partner:BaFin warnt vor BOSS.BSS L.L.C. – Verdacht auf unerlaubtes Aktienangebot

Die Finanzaufsicht BaFin schlägt Alarm: Die Gesellschaft BOSS.BSS L.L.C. mit Sitz in...

Allgemeines

Berlin 2026: Fehlt eigentlich nur noch Al Capone?

Berlin arbeitet offenbar weiter konsequent an seinem internationalen Ruf. Andere Städte werben...

Allgemeines

AfD Sachsen-Anhalt: Der Weg zur Macht reicht nicht – jetzt braucht es auch Kompetenz

Die AfD in Sachsen-Anhalt befindet sich politisch im Aufwind. Umfragen sehen die...

Allgemeines

Willkommen im betreuten Feiern: Erlangen erklärt den Ballermann zur Staatsgefahr

Es gibt Städte, die kümmern sich um Wohnungsnot, marode Straßen oder steigende...