Frequenta Beteiligungs AG- Das alles haben Ihre Anleger alle so erklärt bekommen und verstanden Herr Pahl und Herr Sylvio Wagner?

Wertpapierinvestitionen, die zur Vermögensverwaltung vorgesehen sind, werden bei Erwerb mit den Anschaffungskosten angesetzt. Verringert sich der Kurswert derartiger Wertpapiere oder – in Ermangelung eines solchen – der tatsächliche Wert gegenüber den Anschaffungskosten, findet eine entsprechende Korrektur des Wertansatzes im Rahmen des Jahresabschlusses statt, die zu einer Verringerung des Jahresüberschusses führt und auch durch etwaige Kurserholungen in Folgejahren grundsätzlich nicht wieder aufgeholt werden muss.

Kursgewinne der Wertpapiere wirken sich nur dann aus, wenn sie durch Veräußerung der Wertpapiere realisiert werden. Kursverluste, die unterjährig auftreten, führen zu einer Verschlechterung des Jahresergebnisses, wenn diese Verluste durch Veräußerung der Wertpapiere realisiert werden. Kursverluste, die sich aus dem Vergleich des Kurses des Wertpapiers zum Bilanzstichtag ergeben, führen auch zur Verringerung des Jahresüberschusses, wenn sie nicht realisiert werden. Spätere Gewinne führen nur dann zu positiven Ergebnissen, wenn sie durch Veräußerung
realisiert werden. Auch bei guter Bonität der Schuldner der in den Wertpapieren verbrieften Forderungen im Zeitpunkt der Investition kann nicht ausgeschlossen werden, dass Zinsen oder die verbriefte Forderung selbst bei Fälligkeit nicht bedient werden und hierdurch Einnahmeverluste entstehen.
Generell können die Erträge von Wertpapieren über einen längeren Zeitraum nicht verbindlich prognostiziert werden. Das Gleiche gilt für Werterhöhungen, so dass exakte Angaben zur Rendite der Wertpapierinvestitionen nicht gemacht werden können. Die FB AG hat mit einer Schweizer Vermögensverwaltung einen Vertrag geschlossen, wonach auf Rechnung und Gefahr der FB AG Gelder mit hohem Risiko bzw. spekulativ angelegt werden. Da die FB AG die Vermögensverwaltung von jedweder Haftung entbindet, diese keine Haftung für den Bestand der Einlage übernimmt und die FB AG alle Risiken übernimmt, besteht das Risiko der Anleger darin, dass die FB AG gegenüber der Vermögensverwaltung keine Ansprüche
geltend machen kann, wenn die Einlage durch Verluste aus der Kapitalanlage vermindert oder aufgebraucht wird.
Auf Grund vertraglicher Vereinbarungen kann die FB AG ferner keine Ansprüche gegen die Vermögensverwaltung geltend machen, die auf einem Schaden bei der Ausführung von Aufträgen beruhen, der durch Übermittlungsfehler, Missverständnisse, Identitätsmissbrauch, angeblicher Übermittlung durch nicht verfügungsbefugte Personen oder Fälschungen entsteht.
Schließlich ist zu beachten, dass die Frequenta Beteiligungs AG nur beschränkte Einwirkungs- bzw. Kontrollrechte gegenüber dem Vermögens-verwalter geltend machen kann. Der Vermögensverwalter legt den Betrag grundsätzlich nach freiem Ermessen an, ohne für jeden Auftrag die Weisung der Frequenta Beteiligungs AG einzuholen.
Die Frequenta Beteiligungs AG trägt ferner das Risiko, dass die Schweizer Vermögensverwaltung ihre vertraglichen Verpflichtungen nicht erfüllt und die investierte Einlage der FG AG nicht entsprechend der vereinbarten Strategie anlegt. Ferner besteht das Risiko, dass die Frequenta Beteiligungs AG nicht jederzeit kontrollieren kann, ob die angegebenen Transaktionen der Schweizer Vermögensverwaltung tatsächlichdurchgeführt wurden, da die Schweizer Vermögensverwaltung durch die vertraglichen Bedingungen ausschließlich zum 31. Dezember eines jeden Jahrs verpflichtet ist, gegenüber der FB AG Rechenschaft zu legen.
Eine Vertragsbeendigung mit dem Vermögensverwalter führt ggf. zu weiteren Kosten sowie zu verminderten Renditen bzw. zum Teil- oder Totalverlust des investierten Geldes.
Die Frequenta Beteiligungs AG übernimmt auf Grund der vertraglichen Vereinbarungen mit der Schweizer Vermögensverwaltung des weiteren die Gebühren, die u.a. bei den Derivattransaktionen und dem Zahlungsverkehr entstehen, so dass durch eine Vielzahl von Transaktionen die Einlage der FB AG entsprechend reduziert werden kann.
Die Schweizer Vermögensverwaltung investiert über wiegend in Derivate wie z. B. Optionen und Futures. Preisschwankungen im Basiswert wirken sich bei Derivaten überproportional auf das Derivat aus. Dieser Hebeleffekt birgt hohe Risiken in sich. Optionsgeschäfte sind mit hohen Anlagerisiken verbunden. Diese ergeben sich insbesondere aus der Volatilität solcher Geschäfte. Als Volatilität bezeichnet man bei Optionsscheinen die Schwankungsbreite der Kurse des Basiswertes innerhalb eines bestimmten Zeitraumes. Bei Verbindlichkeiten aus Optionsgeschäften kann das Verlustrisiko unbestimmbar sein und auch über die zu leistenden Sicherheitsleistungen (Margins) hinausgehen.
Das generelle Risiko besteht im Verfall des Basispreises (also z.B. des Preises der Aktie). Im Extremfall kann die Aktie völlig wertlos werden. Bei einer geschriebenen Put-Option würde das Kapital bis auf die erhaltene Prämie vollständig vernichtet.
Optionsgeschäfte beinhalten insgesamt hohe Verlustrisiken. Der Investor muss zur Kenntnis nehmen,
dass es sich um Termingeschäfte handelt;
dass Geschäfte, mit denen die Risken aus eingegangenen Termingeschäften ausgeschlossen oder eingeschränkt werden sollen (Glattstellungs-
geschäfte), möglicherweise nicht oder nur zu einem verlustbringenden Marktpreis getätigt werden können;
dass sich das Verlustrisiko erhöht, wenn zur Erfüllung von Verpflichtungen aus Termingeschäften Kredit in Anspruch genommen wird.
Bei Futures besteht das Risiko, dass mehr Kapital verloren wird, als eingesetzt wurde. Das liegt darin begründet, dass zum Kauf eines Future-Kontraktes nur ein kleiner Betrag, die Sicherheitsmarge, bei der jeweiligen Bank hinterlegt werden muss, der Vertrag aber insgesamt auf einen sehr viel größeren Betrag lauten kann. Entwickelt sich der Basiswert negativ, verliert der Anleger ggf. nicht nur die Sicherheitsmarge, sondern auch soviel Kapital um den Futures-Kontrakt insgesamt bedienen zu können.
Schließlich ist auf darauf hinzuweisen, dass nach den Planungen der Frequenta Beteiligungs AG die liquiden Mittel, die in die Vermögensverwaltung investiert werden sollen, auch durch Fremdmittel bereitgestellt werden. Durch den Einsatz von Fremdkapital erhöhen sich die vorgenannten Risiken, da die Fremdmittel auchbei einem Totalverlust des investierten Kapitals zurückgezahlt werden müssen.
Zitat aus dem Prospekt der Frequenta Beteiligungs AG

Eine Antwort

  1. Theodor 12. Februar 2018

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