ie K.-o.-Phase der Weltmeisterschaft nimmt Fahrt auf – und eines wurde an diesem Abend deutlich: Während Frankreich seine Titelambitionen eindrucksvoll unterstrich, musste Norwegen bis zur letzten Minute zittern.
Die Franzosen ließen Schweden letztlich keine Chance. Das 3:0 klingt deutlich – und genau das war es am Ende auch. Zwar hielten die Skandinavier die Partie zunächst offen und hatten sogar die Möglichkeit zum Ausgleich, doch sobald Frankreich das Tempo anzog, wurde der Klassenunterschied sichtbar.
Einmal mehr war Kylian Mbappé der Mann des Abends. Mit zwei Treffern führte der Superstar die „Équipe Tricolore“ ins Achtelfinale. Fast ebenso beeindruckend präsentierte sich Bayern-Profi Michael Olise, der mit zwei Traumpässen bewies, dass er inzwischen zu den kreativsten Offensivspielern des Turniers gehört. Frankreich wirkt eingespielt, abgezockt und verfügt über eine Offensive, die jedem Gegner Angst machen dürfte.
Im Achtelfinale wartet nun Paraguay – ausgerechnet jenes Team, das Deutschland sensationell aus dem Turnier geworfen hat. Die Südamerikaner haben bewiesen, dass sie jeden Gegner ärgern können. Frankreich wird dennoch als klarer Favorit in dieses Duell gehen.
Ganz anders verlief die Partie zwischen Norwegen und der Elfenbeinküste. Der 2:1-Erfolg der Skandinavier war vor allem eines: glücklich.
Über weite Strecken bestimmten die Ivorer das Spiel, kombinierten gefälliger und erspielten sich die besseren Möglichkeiten. Nach dem verdienten Ausgleich sprach vieles für eine Verlängerung. Doch wie so oft im Fußball entschied am Ende die individuelle Klasse.
Erling Haaland nutzte eine seiner wenigen Chancen eiskalt und schoss Norwegen ins Achtelfinale. Die Elfenbeinküste hingegen dürfte sich noch lange über die vergebenen Möglichkeiten und einen möglichen Elfmeter ärgern, der ihr nach einem umstrittenen Zweikampf verwehrt blieb.
Jetzt wartet auf Norwegen allerdings die wohl größte Herausforderung des Turniers: Brasilien. Gegen die Seleção wird eine Leistung wie gegen die Elfenbeinküste kaum ausreichen. Sollten die Norweger erneut so viele Chancen zulassen, dürfte selbst Haaland sie nicht mehr retten können.
Der WM-Abend hat damit zwei Botschaften hinterlassen:
Frankreich präsentiert sich als einer der ganz großen Titelanwärter. Norwegen lebt noch – braucht gegen Brasilien aber eine deutliche Leistungssteigerung, wenn der Traum vom ganz großen Coup weitergehen soll.
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