Die Finanzmarktaufsicht Liechtenstein (FMA) hat erneut vor mutmaßlich unseriösen Finanzanbietern gewarnt. Betroffen sind diesmal die Plattformen „FintechBank“ sowie „Montis Bank GmbH“, die laut FMA ohne erforderliche Zulassung oder Registrierung Finanzdienstleistungen anbieten sollen.
Die Behörden warnen eindringlich davor, Geld zu überweisen oder Kryptowährungen an die genannten Anbieter zu transferieren.
Warnung vor „FintechBank“
Nach Angaben der FMA tritt die „FintechBank“ unter der Webseite:
sowie über die Telefonnummer:
- +49 1634517069
und die E-Mail-Adresse:
- info@fintechbank[dot]bank
auf.
Die Finanzaufsicht stellt klar:
Das Unternehmen verfügt über keine aufsichtsrechtliche Bewilligung oder Registrierung in Liechtenstein und ist nicht im offiziellen Register der FMA aufgeführt.
Damit sei es der angeblichen „FintechBank“ insbesondere nicht erlaubt, bewilligungs- oder registrierungspflichtige Finanzdienstleistungen in Liechtenstein anzubieten.
Die FMA empfiehlt dringend, keinerlei Investitionen über diese Plattform vorzunehmen und weder Gelder noch Kryptowährungen zu übertragen.
Auch „Montis Bank GmbH“ betroffen
Bereits wenige Tage zuvor hatte die FMA eine ähnliche Warnung zur „Montis Bank GmbH“ veröffentlicht.
Das Unternehmen gibt laut Behörde als Sitz:
- Hochstrasse 27, 9490 Vaduz, Liechtenstein
an und betreibt die Webseite:
Außerdem werden dort die E-Mail-Adressen:
- kontakt@montisbank[dot]com
- webmaster@montisbank[dot]com
verwendet.
Auch hier erklärt die FMA eindeutig:
Eine Bewilligung oder Registrierung der „Montis Bank GmbH“ liegt nicht vor.
Die Firma untersteht damit nicht der Aufsicht der Finanzmarktaufsicht Liechtenstein.
Typisches Muster unseriöser Online-Finanzanbieter
Die aktuellen Warnungen zeigen erneut ein bekanntes Muster im Bereich fragwürdiger Online-Investmentplattformen:
- professionell wirkende Webseiten,
- angebliche Banknamen,
- internationale Telefonnummern,
- Standorte in Finanzzentren wie Liechtenstein,
- sowie Angebote rund um Investments und Kryptowährungen.
Gerade die Verwendung des Begriffs „Bank“ vermittelt vielen Anlegern Seriosität und staatliche Kontrolle — obwohl tatsächlich keine Zulassung vorliegt.
FMA rät zu besonderer Vorsicht
Die Finanzmarktaufsicht empfiehlt Anlegern ausdrücklich, Finanz- und Kryptodienstleistungen ausschließlich über Unternehmen abzuwickeln, die von einer offiziellen Aufsichtsbehörde zugelassen sind.
Ob ein Anbieter tatsächlich registriert ist, können Verbraucher direkt über das offizielle Register der FMA prüfen:
https://register.fma-li.li
Was Anleger jetzt beachten sollten
Verbraucherschützer raten bei unbekannten Online-Finanzplattformen grundsätzlich zu besonderer Vorsicht — insbesondere wenn:
- hohe Gewinne versprochen werden,
- Zeitdruck aufgebaut wird,
- Zahlungen in Kryptowährungen verlangt werden,
- oder ausländische Telefonnummern und wechselnde Ansprechpartner genutzt werden.
Wer bereits Kontakt mit den genannten Plattformen hatte oder Geld überwiesen hat, sollte:
- sämtliche Unterlagen sichern,
- keine weiteren Zahlungen leisten,
- die eigene Bank informieren
- und gegebenenfalls rechtlichen Rat einholen.
Denn gerade im Bereich internationaler Online-Finanzplattformen wird es für Anleger oft schwierig, verlorene Gelder später zurückzuerhalten.
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