Flora Anwalt Beuth zu den G 20 Krawallen im TV: „Besser in Pöseldorf randalieren“ – jetzt tut es ihm plötzlich leid

In Hamburg randalierten am Wochenende hunderte anlässlich des G20-Gipfels, u.a. auch im Schanzenviertel. Beuth, Rechtsanwalt und Sprecher der Roten Flora, fabulierte dann abends im TV: „Wir als Autonome und ich als Sprecher der Autonomen haben gewisse Sympathien für solche Aktionen, aber bitte doch nicht im eigenen Viertel, wo wir wohnen. Also warum nicht irgendwie in Pöseldorf oder Blankenese? Also da gibt’s auch bei uns großes Unverständnis, dass man im Schanzenviertel die eigenen Geschäfte zerlegt. Die Geschäfte, wo wir selbst, weil wir da wohnen, auch einkaufen.“

Also das Sankt-Florians-Prinzip: Zünd bitte das Haus des Nachbarn an…, und dann noch vom Oberhäuptling der Kapitalismus-Kritiker.

Die Empörung war dementsprechend groß, die Anwaltskammer Hamburgs sah sich zu einer scharfen Rüge veranlasst.

Jetzt gibt Beuth der TAZ ein Interview und relativiert alles: Er habe das ja nicht so gemeint, aber die Politiker seien doof und die Polizei brutal. Die Auswahl Hamburgs sei falsch gewesen und manche Polizeiaktionen übertrieben. Bla, bla. Herr Beuth ist bereits 64 Jahre alt. Hoffentlich begreift er noch, dass die Stadt allen gehört, Politiker, Bürgern (auch denen in Uniform), Demonstranten und dass sich die Menschen einen sachlichen Austausch von Argumenten wünschen in einem Rechtsstaat, dessen Regeln für alle gelten. Natürlich ist es nicht schön, dass bei der Drogerie „Budni“ geplündert wurde, aber der eigentliche Schaden ist ein anderer: die gesamte Diskussion rund um Zukunftsfragen, die Ideen der Demonstranten, ist nicht in der Öffentlichkeit angekommen.

 

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