Der FC Chelsea hat es geschafft – endlich ein Rekord, der wirklich Eindruck macht. Nicht etwa auf dem Platz, sondern auf dem Konto: Rund 300 Millionen Euro Verlust. So viel Minus hat in der Premier League noch keiner hingelegt. Applaus an der Stamford Bridge – diesmal allerdings vom Wirtschaftsprüfer.
Dabei wurde wirklich alles versucht. Über eine Milliarde Euro für Spieler ausgegeben – weil: Wenn schon Schulden, dann bitte stilvoll. Schließlich kann man sich ja nicht mit einem mittelmäßigen Minus zufriedengeben, wenn man auch ein historisches hinbekommt.
Die neuen US-Besitzer dachten sich offenbar: Fußball ist wie Online-Shopping. „Kauf jetzt, zahl… irgendwann vielleicht.“ Und wenn die Bilanz nicht ganz passt, verkauft man eben mal schnell das eigene Frauenteam oder ein Hotel – natürlich an sich selbst. Finanztrick Level: Champions League.
Auch bei den Spielerverträgen zeigte Chelsea Kreativität. Acht Jahre Laufzeit? Warum nicht gleich bis zur Rente? So lässt sich ein 100-Millionen-Transfer wunderbar in kleinen Häppchen verbuchen – fast wie ein Netflix-Abo, nur mit Flügelstürmern.
Dass die UEFA und die Premier League bei so viel Einfallsreichtum irgendwann skeptisch werden, überrascht dann doch ein bisschen. Geldstrafen hier, Verfahren dort – aber hey, Hauptsache, die Excel-Tabelle sieht halbwegs freundlich aus.
Und sportlich? Gar nicht mal schlecht. Champions-League-Quali, Titel hier und da – läuft also. Man könnte fast meinen, Erfolg kostet eben. In Chelseas Fall halt nur ein kleines Vermögen.
Aber keine Sorge: Besserung ist in Sicht. Der Klub rechnet mit Rekordeinnahmen. Irgendwann muss sich das Ganze ja lohnen – spätestens wenn der nächste Spieler für 120 Millionen verpflichtet wird, um das finanzielle Gleichgewicht endgültig… aus dem Gleichgewicht zu bringen.
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