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Favoriten liefern ab, Boy George muss gehen

proman (CC0), Pixabay
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Bunt, laut und ziemlich spektakulär: Das erste ESC-Semifinale hat die ersten zehn Finalisten hervorgebracht. Die großen Favoriten ließen dabei nichts anbrennen – für manche prominente Namen war der Traum vom Finale aber schneller vorbei als gehofft. Besonders bitter: Boy George verabschiedet sich schon nach seinem Kurztrip nach Wien.

Den Auftakt machte Moldaus Satoshi, der mit „Viva, Moldova!“ sofort Partystimmung in die Stadthalle brachte. Viel Pyrotechnik, viel Pathos und ein Refrain, der spätestens im letzten Drittel auch das Publikum mitriss. Unterstützung bekam er von Aliona Moon, die Moldau bereits 2013 vertreten hatte – und erneut für einen großen Moment sorgte.

Feuer, Laser und Gaming-Optik

Finnland und Griechenland, beide seit Tagen hoch bei den Wettquoten gehandelt, zogen erwartungsgemäß ins Finale ein. Finnlands Linda Lampenius und Pete Parkkonen lieferten mit „Liekinheitin“ ein dramatisches Feuer-und-Geigen-Spektakel ab – inklusive live gespielter Violine und reichlich Flammen auf der Bühne.

Ganz anders Griechenland: Akylas verwandelte die Bühne mit LED-Wänden und Computerspiel-Ästhetik in ein digitales Abenteuer. Sein Song „Ferto“ schlug vom ersten Beat an ein.

Auch Schweden bleibt im Rennen. Felicia kombinierte in „My System“ verträumte Melodien mit hartem Technosound. In der Halle vibrierte der Bass, im Fernsehen dominierten Laser und visuelle Effekte.

Israel ohne große Tumulte

Der israelische Beitrag stand erneut unter besonderer Beobachtung. Größere Proteste blieben diesmal allerdings aus. Nur eine einzelne Person störte während des Auftritts von Noam Bettan hörbar die Liveübertragung und wurde später aus der Halle begleitet. Musikalisch überzeugte Bettan mit dem dreisprachigen Popsong „Michelle“ – der Finaleinzug galt ohnehin als wahrscheinlich.

Metal, Nebel und Überraschungen

Serbien setzte mit Lavina und „Kraj Mene“ auf eine volle Metalshow inklusive Feuerwerk – laut, düster und effektiv genug fürs Finale.

Für eine kleine Überraschung sorgte Polen: Alicja galt zunächst eher als Außenseiterin, überzeugte aber mit starker Stimme und einer clever inszenierten Choreografie.

Noch unerwarteter kam das Weiterkommen Belgiens. Essylas kühler Elektropop-Song „Dancing on the Ice“ erinnerte viele an Billie Eilish – und fand offenbar doch mehr Fans als prognostiziert.

Atmosphärisch wurde es bei Kroatiens Frauenformation Lelek. Zwischen Nebelschwaden und Fantasy-Vibes wirkte „Andromeda“ wie der Soundtrack zu einem mystischen Waldmärchen.

Litauen jubelt, Portugal scheitert leise

Litauens Lion Ceccah schaffte mit „Sólo Quiero Más“ ebenfalls den Sprung ins Finale. Trotz minimalistischer Inszenierung entwickelte der Song ordentlich Ohrwurmpotenzial.

Weniger Glück hatten dagegen Portugals Bandidos do Cante. Ihr ruhiger, teils a-cappella vorgetragener Beitrag „Rosa“ hob sich zwar angenehm vom Effektfeuerwerk ab, blieb am Ende aber ohne Happy End.

Auch für Vanilla Ninja aus Estland war Schluss: „Too Epic to Be True“ erwies sich letztlich als zu brav für den Finaleinzug. Montenegro und Georgien müssen ebenfalls die Heimreise antreten.

Kurzer Auftritt, schnelles Aus

Besonders schade aus Sicht vieler Fans: Boy George wird im Finale fehlen. Der Popstar trat als Überraschungsgast für San Marinos Sängerin Senhit auf und durfte am Ende von „Superstar“ einige Zeilen mitsingen – mehr ESC bekommt er diesmal aber nicht.

Emotionale Show und viel Österreich-Flair

Der Abend begann emotional mit einer Hommage an die Geschichte des Song Contests. Vicky Leandros sang „L’amour est bleu“, mit dem sie vor fast sechs Jahrzehnten bereits ESC-Luft geschnuppert hatte.

Moderiert wurde die Show von Victoria Swarovski und Michael Ostrowski, die gemeinsam mit Australiens Ex-Kandidaten Go-Jo auch ein humorvolles Mini-Musical über die ewige Verwechslung von Austria und Australia präsentierten.

Jetzt richtet sich der Blick auf Donnerstag: Dann kämpfen die nächsten 15 Acts um die letzten zehn Plätze im großen Finale am Samstag.

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