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Fall Liebich: Untergetauchte Rechtsextremistin soll Justizministerium vor Haftantritt informiert haben

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Die verurteilte Rechtsextremistin Marla Svenja Liebich, die seit Ende August ihre Haftstrafe hätte antreten müssen, ist weiterhin untergetaucht. Nun sorgt ein neues Detail für politische Diskussionen: Liebich soll das Justizministerium in Sachsen-Anhalt noch vor dem offiziellen Haftantritt informiert haben, dass sie ihre Strafe nicht antreten werde.

Schreiben verspätet bei Staatsanwaltschaft eingegangen

Nach Angaben von Landtagsabgeordneten bestätigte Justizministerin Franziska Weidinger (CDU) im Rechtsausschuss, dass ein entsprechendes Schreiben im Ministerium eingegangen sei. Dieses sei jedoch offenbar nicht fristgerecht an die zuständige Staatsanwaltschaft weitergeleitet worden. Dort traf es erst Tage nach dem eigentlichen Hafttermin ein.

Weidinger sprach laut Ausschussmitgliedern von einem „Büroversehen“, das die verspätete Weiterleitung erklären solle.

Politisch brisante Dimension

Der Fall wirft unangenehme Fragen auf: Wie konnte es passieren, dass eine verurteilte Rechtsextremistin ihr Untertauchen schriftlich ankündigt – und die Information dennoch nicht rechtzeitig bei der Strafverfolgungsbehörde landet? Oppositionelle Abgeordnete fordern bereits eine umfassende Aufklärung, ob es in den Abläufen innerhalb des Ministeriums strukturelle Versäumnisse gegeben habe.

Gesuchte Rechtsextremistin

Liebich hätte ihre Haftstrafe bereits Ende August 2025 antreten müssen, ist jedoch seitdem verschwunden. Gegen sie liegen mehrere rechtskräftige Verurteilungen vor. Ihr Untertauchen gilt als besonders brisant, da Liebich seit Jahren in der rechtsextremen Szene aktiv ist und über enge Verbindungen in dieses Milieu verfügt.

Druck auf das Justizministerium steigt

Mit der Enthüllung, dass Liebich das Ministerium über ihre Absichten in Kenntnis gesetzt haben soll, dürfte der Druck auf Justizministerin Weidinger weiter zunehmen. Neben der Frage nach persönlichen Versäumnissen geht es auch darum, wie verlässlich die Behörden im Umgang mit sicherheitsrelevanten Fällen agieren.

Fazit: Der Fall entwickelt sich zunehmend zu einem Politikum. Während die Polizei weiter nach Liebich fahndet, wächst die Kritik an den internen Abläufen des Justizministeriums – und am Umgang mit Hinweisen, die möglicherweise eine Flucht hätten verhindern können.

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