Exclusive Private Finance GmbH-schlechte Bilanz

Das ist ein anspruchsvoller Name für ein Unternehmen in der Finanzberatung, aber auch ein Name, der eigentlich verpflichten sollte, dass das eigene Unternehmen gute Bilanzen vorweisen können sollte. Das ist hier nicht der Fall und liest man sich die Bilanz einmal ingesamt durch, dann weiß so richtig auch niemand, wie es mit dem Unternehmen wieder in die Erfolgsschiene gehen soll.

Exclusive Private Finance GmbH

Heidelberg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2015 bis zum 30.09.2016

AKTIVA

30.09.2016 30.09.2015
EUR EUR EUR
1. Barreserve
a) Kassenbestand 965,43 1.596,17
2. Forderungen an Kreditinstitute 535.821,79 912.520,15
a) täglich fällig 479.200,25 864.313,19
b) andere Forderungen 56.621,54 48.206,96
3. Forderungen an Kunden 190.856,74 96.006,50
darunter an: Finanzdienstleistungsinstitute EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00)
4. Sachanlagen 9.664,00 13.757,00
5. Sonstige Vermögensgegenstände 125.504,71 131.407,38
6. Rechnungsabgrenzungsposten 26.110,00 27.137,00
888.922,67 1.182.424,20

PASSIVA

30.09.2016 30.09.2015
EUR EUR EUR
1. Sonstige Verbindlichkeiten 368.165,98 431.426,51
davon gegenüber Gesellschaftern: EUR 29.175,56 (Vorjahr: EUR 11.213,24)
2. Rückstellungen 82.550,00 94.181,22
a) Steuerrückstellungen 0,00 7.791,22
b) andere Rückstellungen 82.550,00 86.390,00
3. Eigenkapital 438.206,69 656.816,47
a) gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
b) Kapitalrücklage 156.910,01 156.910,01
c) Bilanzgewinn 231.296,68 449.906,46
888.922,67 1.182.424,20

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.10.2015 bis 30.09.2016

20115/16 2014/15
EUR EUR EUR EUR
1. Zinserträge aus
a) Kredit- und Geldmarktgeschäften 0,10 324,61
2. Zinsaufwendungen 0,00 0,10 -935,62 -611,01
3. Provisionserträge 2.348.583,32 4.563.093,25
4. Provisionsaufwendungen -1.835.130,45 513.452,87 -3.399.377,48 1.163.715,77
5. Sonstige betriebliche Erträge 164.793,25 178.514,65
6. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen
a) Personalaufwand
aa) Löhne und Gehälter -454.280,40 -453.980,40
ab) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung -20.359,46 -20.306,45
darunter für Altersversorgung: EUR 0,00(Vorjahr: EUR 0,00)
-474.639,86 -474.286,85
b) andere Verwaltungsaufwendungen -438.038,14 -912.678,00 -729.486,33 -1.203.773,18
7. Abschreibungen auf Sachanlagen -5.042,00 -6.283,51
8. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit -239.473,78 131.562,72
9. Steuern vom Einkommen und Ertrag 20.864,00 -39.369,00
10. Jahresfehlbetrag/-überschuss -218.609,78 92.193,72
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 449.906,46 357.712,74
12. Bilanzgewinn 231.296,68 449.906,46

Anhang zum Jahresabschluss per 30.09.2016

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Firma Exclusive Private Finance GmbH wurde auf der Grundlage der gesetzlichen Vorschriften des Handelsgesetzbuchs, des GmbH-Gesetzes, der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute und der Satzung aufgestellt; es wurden die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften angewendet.

Die Gliederung der Bilanz entspricht Formblatt 1 zu § 2 RechKredV. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde in Staffelform nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt und entspricht Formblatt 3 zu § 2 RechKredV.

Der Jahresabschluss wurde unter Berücksichtigung des Vorschlags der Geschäftsführung über die Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den gesetzlichen Vorschriften. Die auf den vorangegangenen Jahresabschluss zum 30.09.2015 angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden beibehalten.

Die Barreserve, Forderungen an Kreditinstitute und Forderungen an Kunden werden zu Nominalwerten angesetzt.

Forderungen, die ursprünglich auf fremde Währung lauteten, wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet.

Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten gemindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände entsprechend steuerlicher Vorschriften linear vorgenommen.

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und für das Geschäftsjahr vorgenommene Abschreibungen sind bei der Erläuterung der Bilanzposten dargestellt.

Die sonstigen Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens werden zu Nominalwerten angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden entsprechend der periodengerechten Abgrenzung der Aufwendungen ermittelt, soweit Zahlungen vor Abschluss des Geschäftsjahres geleistet wurden.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bewertet.

Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Das Eigenkapital ist zu Nennwerten angesetzt.

III. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

In den Forderungen an Kreditinstitute sind Fremdwährungsposten im Gegenwert von T-EUR 283,9 enthalten.

Andere Forderungen an Kreditinstitute haben eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten.

Die Forderungen an Kunden haben eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten.

Das Anlagevermögen entwickelte sich wie folgt:

Historische Anschaffungskosten Stand 1.10.2015 Zugang (+) Abgang (-) Abschreibungen kumuliert Stand 1.10.2015 Zugang (+) Abgang (-) Abschreibungen kumuliert Stand 30.09.2016 Buchwert Stand 30.09.2016
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
I. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 59.157,19 949,00 45.400,19 5.042,00 50.442,19 9.664,00
59.157,19 949,00 45.400,19 5.042,00 50.442,19 9.664,00

Wesentliche Einzelposten bei den sonstigen Vermögensgegenständen sind eine Mietkaution von T-EUR 6,0, mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr, sowie Steuerforderungen von T-EUR 100,4, und sowie Forderungen in Höhe von T-EUR 16,5, mit einer Laufzeit von bis zu drei Monaten.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Vermittlungsprovisionen in Höhe von insgesamt T-EUR 247,4 enthalten. Die Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die anderen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen die Rückstellung für Aufbewahrungskosten in Höhe von T-EUR 33,0, die Rückstellung für Beiträge in Höhe von TEUR 12,0, die Rückstellung für Rechtsstreitigkeiten in Höhe von TEUR 15,6 sowie Jahresabschluss-, Prüfungs- und Beratungskosten in Höhe von T-EUR 15,0.

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt für die Abschlussprüfungsleistungen T-EUR 9,0.

Sonstige betriebliche Erträge beinhalten im Wesentlichen die Erträge aus der Weiterbelastung von Versicherungsbeiträgen in Höhe von T-EUR 74,2, Erträge aus der Weiterbelastung für die Nutzung von Software und Büromaterial in Höhe von T-EUR 76,1 sowie Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von T-EUR 12,3.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag ergeben sich aus den Steuererstattungsansprüchen aus dem steuerlichen Verlustrücktrag.

In dem Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag in Höhe von EUR 449.906,46 enthalten.

IV. Sonstige Angaben

a)

Aufgliederung der Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigte durchschnittlich 5 Arbeitnehmer.

b)

Geschäftsführer

Organe der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr 2015/16 die Geschäftsführer Frau Heike Dehn-van Haaren, Malschenberg, und Herr Roland Rausch, Roßdorf.

c)

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Wesentliche sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von T-EUR 16,9; sie sind innerhalb der nächsten zwei Geschäftsjahre fällig.

d)

Haftungsverhältnisse

Haftungsverhältnisse im Sinne des § 26 RechKredV bzw. der sonstigen handelsrechtlichen Bestimmungen bestehen nicht.

e)

Sonstiges

Die Verbindlichkeiten gemäß § 42 Abs. 3 GmbHG belaufen sich zum Geschäftsjahresende auf T-EUR 29,2.

V. Ergebnisverwendungsvorschlag für das Geschäftsjahr 2015/16

Die Geschäftsleitung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, das Jahresergebnis, bestehend aus dem Gewinnvortrag in Höhe von EUR 449.906,46 und dem Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 218.609,78, also in Höhe von EUR 231.296,68, auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Heidelberg, 22. Dezember 2016

Exclusive Private Finance GmbH

gez. Roland Rausch

gez. Heike Dehn-van Haaren

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015/2016

1. Geschäftstätigkeit, Marktumfeld, besondere Ereignisse

Frau Heike-Dehn van Haaren und Herr Roland Rausch sind zu je 50% Gesellschafter.

Die EPF besitzt seit 21. Juli 2005 die Erlaubnis zum Erbringen von Finanzdienstleistungen nach § 32 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 2 in Verbindung mit § 1 Abs. 1a Satz 2 Nr. 1, Nr. 1a, Nr. 2, Nr. 5, Nr. 9, Nr. 10 und Satz 3 KWG.

Die Geschäftstätigkeit umfasst die Anlage- und Abschlussvermittlung, die Drittstaateneinlagenvermittlung und die Anlageberatung. Weiterhin liegen Erlaubnisse für die Bereiche Factoring und Finanzierungsleasing vor.

EPF hat am 14.7.2015 die Lizenz zur Abschlussvermittlung zurückgegeben.

Geschäftsführer der Gesellschaft sind Heike Dehn-van Haaren und Roland Rausch.

China-Crash, BREXIT, der US-Wahlkampf – und nicht zuletzt die anhaltenden Negativzinsen. Die Situation an den Kapitalmärkten war auch in diesem Börsenjahr und Geschäftsjahr alles andere als einfach. Das Jahr 2016 wird an den Finanzmärkten als ein Jahr in Erinnerung bleiben, das vor allem von politischen Einflüssen geprägt worden ist.

Selten war ein Börsenstart so schlecht wie im Januar 2016. Grund war zum einen der Preisverfall des Rohöls, der die Marke von 30 USD unterschritt und damit seit dem Höchststand im September 2013 über 75 Prozent seines Werts eingebüßt hatte (Barrel Rohöl der Sorte WTI West Texas Intermediate). Plötzlich galt der niedrige Ölpreis nicht mehr als Stimulanz für steigende Unternehmensgewinne, sondern als Frühindikator für den wirtschaftlichen Zusammenbruch in der Welt – ein Irrtum. Der zweite Grund für die schlechte Börsenentwicklung war die Sorge vor einer harten Landung der chinesischen Wirtschaft.

Der europäische Aktienindex EUROSTOXX50 notierte am 11. Februar 2016 mit – 18,2% sein Jahrestief. Im März lösten die Schwellenländer die Wende aus: Viele Emerging-Markets-Währungen werteten gegenüber dem USD auf und gleichzeitig verteuerten sich die Rohstoffe, die eine wichtige Einnahmequelle vieler aufstrebender Staaten bildet.

Für große Unsicherheit sorgte im April und Mai die US-Notenbank. Widersprüchliche Aussagen zur US-Konjunktur und damit zur Zinspolitik schickten die Börsen erneut auf Talfahrt. Im Juni gab es zwei Ereignisse, die von Bedeutung für die Vermögensanlage waren: Erstmals rutschte die Rendite von 10-jährigen Bundesanleihen unter die Null-Linie, um am 06.07. ein Renditetief von – 0,20% zu erreichen. Vereinfacht ausgedrückt werden bei negativen Zinsen mit erstklassige Anleihen „sichere Verluste“ erwirtschaftet.

Ebenfalls im Juni erlebten wir den Ausgang des britischen Referendums. Am Tag nach dem überraschenden „Brexit“ verzeichneten die europäischen Börsen einen der höchsten Abschläge zum Handelstagbeginn. So eröffnete der DAX an diesem Tag mit -10% (EuroStoxx50 – 9%). Das britische Pfund (GBP) wertete gegenüber dem Euro stark ab und hat sich seitdem noch nicht vollständig erholt. Schnell wurde nach dem Schock aber klar: die Welt, Europa geht nicht unter. Die Handelsbeziehungen zu Großbritannien werden sich verändern, doch der internationale Handel kommt nicht zum Erliegen – für global agierende Unternehmen geht keine ernstzunehmende Gefahr aus.

Die Bilanz der Sommermonate Juli und August war positiv, nachdem der Brexit-Schock verdaut war. Die Kehrtwende wurde zudem durch positive Konjunkturdaten, insbesondere steigende Konsumausgaben in Europa und den USA, eingeleitet: Zwischen dem 30.06. und dem 31.12. legt der europäische Aktienindex um + 15,7% zu. Im Vorfeld der US-Präsidentschaftswahl waren die beiden Monate September und Oktober sehr volatil. Vieles ist über diesen außergewöhnlichen Wahlkampf berichtet worden, umso überraschender war dann der Wahlausgang Anfang November. Es ist für das Geschäftsjahr 2017 mit fast schon euphorischen Börsen zu rechnen. Warum? Es wird erwartet, dass die wirtschaftspolitischen Pläne des designierten Präsidenten das amerikanische Wirtschaftswachstum weiter vorantreiben. Der US-Markt würde damit seine Vormachtstellung weiter behaupten und auch die europäische Wirtschaft stimulieren.

Das Misstrauen und die Nervosität werden sowohl auf Seiten der Finanzmärkte als auch auf Seiten der Anleger gegenüber dem wirtschaftlichen und politischen Umfeld weiterhin bestehen bleiben. Anleger suchen weiterhin ,,Anlagehäfen“. Man konzentriert sich beispielweise sehr stark auf die Immobilienmärkte, was gerade in Ballungsgebieten zu großen Preissteigerungen geführt hat.

Aufgrund dieser wirtschaftlich, wie finanzpolitisch schwer einschätzbaren Situationen und bestimmter Einzelfaktoren konnten die für das Geschäftsjahr 2015/2016 im letztjährigen Lagebericht getroffenen Annahmen leider nicht erfüllt werden.

Bei ähnlicher Kostenbelastung durch Fixkosten wie im Vorjahr sanken die Provisionserlöse um mehr als 40%. Damit konnte in diesem Geschäftsjahr kein positives Geschäftsergebnis erwirtschaftet werden.

2. Geschäftsentwicklung

Im Geschäftsjahr 2015/2016 wurde das Finanzinstitut EPF-Exclusive Private Finance auf Produktebene weiter ausgebaut. Bedingt durch 2 Haupteinflüsse wurde leider das Kundenwachstum gehemmt und die Provisionseinnahmen fielen wesentlich geringer aus als in den Vorjahren.

Der erste Grund war eine stark erhöhte Beratungstätigkeit ohne Neugeschäft. Grund dafür war eine unangekündigte Investmentabänderung eines Anbieters. Jeder Bestandskunde dieses Investments musste von seinem Berater in mehreren Gesprächen über eine Investmentveränderung informiert werden. Dies erforderte viel Schulungsaufwand des Finanzinstituts EPF für seine gebundenen Vermittler und zusätzlich viel unbezahlten Beratungsaufwand für die Berater mit Ihren Kunden. Das gesamte Geschäftsjahr war davon betroffen und führte zu massiver Zurückhaltung im Neugeschäft.

Weiterhin löste sich eine Gruppe von Beratern von EPF ab. Die Kunden und Investments der Kunden dieser Berater wurden freigegeben und führten zu Rückgängen in der Kundenzahl und im Volumen des betreuten Investmentvermögens. Die Trennungen erfolgten einvernehmlich.

In der Grundausrichtung blieb das Unternehmen seiner Planung treu.

Das EPF-Investmentportfolio wurde weiter ausgebaut.

Speziell auf Seiten der Produktanbieter hat man sich nun neu geordnet und EPF kann auf ein qualitativ gutes und übersichtliches Produktangebot zugreifen. Durch die Einführung eines neuen Beratungstools wurde der Beratungsansatz stark weiterentwickelt. Dies soll auch zu mehr Attraktivität für neue Berater führen.

Die Beratergewinnung steht nach den Abgängen als ein Punkt im Focus der Geschäftsleitung. Es konnten bereits 3 neue hochqualifizierte Kollegen gewonnen werden. Man hat zur Stärkung der Marke viele Maßnahmen eingeleitet bzw. schon abgeschlossen. Es wurde z.B. die Webseite neu überarbeitet, ein eigenes Beratungstool entwickelt und das Schulungskonzept komplett überarbeitet.

Das umfassende Aus- und Weiterbildungsprogramm der gebundenen Vermittler bleibt ein besonders wichtiger Punkt für das Finanzinstitut EPF. Es wird an der Maßgabe Qualität vor Quantität festgehalten.

Die bisherigen Maßnahmen zur Neukundengewinnung und Bestandspflege wurden im Rahmen verschiedener Events und Kundeninformationsveranstaltungen konsequent fortgeführt. Die EPF-Kundenveranstaltungen erzielten weiterhin einen großen Zuspruch. Aufgrund der Erfolge wird die bisherige Strategie zur Markenbildung und Neukundengewinnung bzw. Kundenbetreuung folgerichtig fortgeführt.

Der Fokus wird weiterhin auf der strategische Geldanlageausrichtung für Finanzberater, die sich auf gehobenes Privatkundenklientel und auf Firmenkunden spezialisiert haben, beruhen. Der Bereich wurde um das Immobiliensegment ergänzt.

Es ergeben sich somit weiterhin positive Marktchancen für das Finanzinstitut EPF.

Dem Ausbau des Haftungsdachs hinsichtlich neuer Berater gilt hohe Priorität.

Für die gebundenen Agenten werden auch weiterhin dauerhaft Schulungen in den Bereichen Beratung, Verkauf, Steuerrecht, Geldanlageprodukte und Compliance angeboten und durchgeführt.

3. Wirtschaftliche Verhältnisse

Vermögenslage

Die Bilanzsumme zum 30.9.2016 beträgt TEURO 888,9 (Vorjahr 1.182,4), das Eigenkapital beträgt TEURO 438,2 (Vorjahr 656,8).

Die Eigenkapitalquote (Eigenkapital/Gesamtkapital) beträgt 49,3% Vorjahr 55,5%).

Die liquiden Mittel betragen zum Bilanzstichtag TEURO 480,2 (Vorjahr 865,9), dies entspricht 54,0 % (Vorjahr 73,2%) der Bilanzsumme.

Ertragslage

Die Provisionseinnahmen verringerten sich von Euro 4.563.093,25,- auf -EUR 2.348.583,32 also um 48,5 % – die Provisionsaufwendungen verringerten sich strukturbedingt um ebenfalls 46,1 %, nämlich von Euro 3.399.377,48 auf Euro 1.832.626,57.

Der Personalaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr stabil. Die anderen Verwaltungsaufwendungen konnten gegenüber dem Vorjahr um 40,0% gesenkt werden.

Die Gesellschaft erzielte im abgelaufenen Jahr einen Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 218.609,78.

Dieser resultiert hauptsächlich aus gesunkenen Provisionseinnahmen.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Zur Unternehmenssteuerung dient uns im Wesentlichen die Entwicklung der Provisionserlöse. Weiterhin orientieren wir uns am Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit. Dieser ist im Berichtsjahr aufgrund der gesunkenen Ertragslage negativ. Die Liquiditätslage ist dennoch als gut zu bezeichnen, wir sind weiterhin in der Lage, unseren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

Nachfolgend sind die Zahlungsströme getrennt nach laufender Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit dargestellt.

30.09.2016
T-EUR
1. Periodenergebnis vor außerordentlichen Posten -218,6
2. +/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens
3. +/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen -11,6
4. -/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 0,0
5. -/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- und Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -96,3
6. +/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva die nicht der Investitions- und Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -63,3
7. +/- Ein- und Auszahlungen aus außerordentlichen Posten 0,0
8. = Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit – 384,8
9. Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 0,0
10. Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen
des Finanzanlagevermögens 0,0
11. – Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -0,9
12. – Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen 0,0
13. = Cashflow aus der Investitionstätigkeit -0,9
14. Auszahlungen an Anteilseigner 0,0
15. + Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten 0,0
16. = Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 0,0
17. Zahlungswirksame Veränderungen des Finanz-Mittelbestandes (Summe Zf. 8,13 und 16) -385,7
18. + Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 865,9
19. = Finanzmittelbestand am Ende der Periode 480,2

Chancen und Risiken

Der Ausblick für 2016/2017 gestaltet sich schwieriger als in den Vorjahren. Für den zukünftigen wirtschaftlichen Erfolg des Finanzinstituts spielen die Faktoren Beratergewinnung und Erhöhung der Produktivität von bereits angeschlossenen Beratern eine wichtige Rolle.

Weiterhin gibt es zusätzlich vorhandene unterschiedliche Risikofaktoren.

Regulierungsprozesse können die Entwicklung eines Finanzinstituts beeinflussen. Die anstehenden Änderungen die MiFiD II mit sich bringen könnte, werden von der Geschäftsführung bewertet und frühestmöglich umgesetzt.

An den Aktienmärkten ist mit weiterhin durchaus stark schwankenden Kursen zu rechnen. Die sehr undurchsichtige Finanzsituation von vielen Staaten und Banken weltweit, speziell in Europa, führt weiterhin zu erhöhten Marktrisiken. Dagegen steht ein historisch niedriges Zinsniveau, welches bei Inflationsanzeichen von den Zentralbanken nach oben angepasst werden muss. Ein steigendes Zinsniveau könnte negative Auswirkungen auf die Bonität von Staaten, Währungen, Banken, Versicherungsgesellschaften bzw. Industrieunternehmen haben. Ein negatives Ereignis jedweder Art könnte die Situation an den Märkten schnell verändern.

Es bestehen somit Markt- und Emittentenrisiken (z.B. Ausfall von Bonds, Anleihen, Zertifikaten, Emittenten usw.), welche die Reputation des Unternehmens EPF in Mitleidenschaft ziehen und auch wirtschaftliche Schadenfälle auslösen könnten.

Durch diese unsicheren Faktoren ergibt sich weiterhin kein leichtes Umfeld. Die Entwicklung der Märkte und Marktteilnehmer muss weiterhin verfolgt und analysiert werden.

Nach derzeitiger Lage ist für das Geschäftsjahr 2016/2017 – ohne den Eintritt von im Augenblick nicht erkennbaren Einflüssen – eine leichte Verbesserung zum Vorjahresniveau zu erwarten. Bis alle getroffenen Maßnahmen greifen dauert es aber seine Zeit. Dies könnte sich auch noch in das darauffolgende Geschäftsjahr hinziehen.

Wir erwarten, dass die EPF in den nächsten Jahren zumindest ausgeglichene Ergebnisse zu verzeichnen hat.

5. Entwicklungen nach Ablauf des Geschäftsjahres 2016/2017

Es liegen keine bedeutsamen Veränderungen vor.

Mit dem Geschäftsverlauf bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses ist die Geschäftsführung noch nicht vollständig zufrieden, sieht aber positiv in die Zukunft.

 

Im Dezember 2016

Exclusive Private Finance GmbH

Die Geschäftsführung

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Exclusive Private Finance GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2015 bis 30. September 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Darmstadt, 13. März 2017

MOOG Partnerschaftsgesellschaft mbB
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Böer, Wirtschaftsprüferin

Haase, Wirtschaftsprüfer

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