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Ex-Disney-Chef erklärt Kimmels Suspendierung – „Es war eine Frage des Anstands“

OpenClipart-Vectors (CC0), Pixabay
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Fast ein Jahr nach der vorübergehenden Suspendierung von US-Moderator Jimmy Kimmel hat sich der ehemalige Disney-Chef Bob Iger erstmals ausführlich zu den Hintergründen geäußert. Die Entscheidung sei nicht aus politischen Gründen gefallen, sondern wegen des Zeitpunkts und Tons von Kimmels Äußerungen.

Kimmel geriet nach Kommentar über Charlie Kirk unter Druck

Im September 2025 hatte ABC die Ausstrahlung von „Jimmy Kimmel Live!“ vorübergehend ausgesetzt. Auslöser waren Aussagen des Moderators nach der Ermordung des konservativen Aktivisten Charlie Kirk.

In seiner Sendung kritisierte Kimmel Anhänger von Präsident Donald Trump und warf ihnen vor, den Tod Kirks politisch auszuschlachten. Seine Wortwahl löste heftige Reaktionen aus.

FCC-Chef erhöhte den Druck

Kurz nach der Sendung meldete sich Brendan Carr, Vorsitzender der US-Medienaufsicht FCC, öffentlich zu Wort. Er erklärte, Disney stehe vor einer ernsten Entscheidung und deutete an, eine Suspendierung Kimmels könne angemessen sein.

Die Aussagen sorgten landesweit für eine Debatte über Meinungsfreiheit und politischen Einfluss auf Medienunternehmen.

Bob Iger weist politische Motive zurück

Der damalige Disney-Chef Bob Iger widerspricht nun Spekulationen, die Suspendierung sei auf politischen Druck zurückzuführen gewesen.

Im Gespräch mit der Financial Times erklärte er, Kimmels Aussagen seien schlicht geschmacklos gewesen.

„Wir wollten lediglich, dass er anerkennt, dass seine Äußerung unpassend und zum damaligen Zeitpunkt unangemessen war.“

Nach Angaben des Unternehmens sollte die Auszeit vor allem dazu dienen, die ohnehin aufgeheizte Stimmung im Land nicht weiter anzuheizen.

Kimmel entschuldigte sich

Bei seiner Rückkehr ins Fernsehen stellte Kimmel klar, er habe niemals den Mord an Charlie Kirk verharmlosen wollen. Ebenso habe er nicht die Absicht gehabt, eine gesamte politische Bewegung für die Tat eines einzelnen Täters verantwortlich zu machen.

Streit mit Trump geht weiter

Auch nach seiner Rückkehr sorgt Kimmel regelmäßig mit politischen Witzen für Schlagzeilen. Im Frühjahr geriet er erneut mit Präsident Donald Trump und First Lady Melania Trump aneinander, nachdem er beim traditionellen Dinner der Korrespondenten des Weißen Hauses einen spöttischen Kommentar über die First Lady gemacht hatte.

Trump forderte daraufhin erneut die Entlassung des Moderators und sprach von „hasserfüllter und gewaltverherrlichender Rhetorik“.

Sendung bleibt vorerst auf Sendung

Ungeachtet der Kontroversen verlängerte ABC den Vertrag mit Jimmy Kimmel Ende vergangenen Jahres um ein weiteres Jahr. Damit bleibt „Jimmy Kimmel Live!“ mindestens bis Mai 2027 im Programm des US-Senders.

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