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Epstein-Mails: Clinton war „niemals“ auf der Insel – Trump behauptet das Gegenteil

qimono (CC0), Pixabay
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Der verstorbene Finanzier und verurteilte Sexualstraftäter Jeffrey Epstein bleibt auch Jahre nach seinem Tod ein politisch hochsensibles Thema. In neu veröffentlichten Dokumenten der US-Kongressaufsicht erklärt Epstein in einer E-Mail: Bill Clinton habe seine private Insel „niemals“ besucht. Dennoch halten sich gegenteilige Behauptungen – insbesondere von Donald Trump.

Epsteins Aussage: Clinton war nicht auf der Insel

In einer E-Mail aus dem Jahr 2015 schrieb Epstein deutlich: „Clinton war NIE dort. Nie.“ Die Nachricht ist Teil von Tausenden Seiten interner Dokumente, die am 12. November vom House Oversight Committee veröffentlicht wurden.

Clinton hat stets bestritten, jemals die Insel in den US Virgin Islands besucht zu haben, auf der Epstein laut Anklage ein Zentrum für sexuellen Missbrauch junger Mädchen unterhielt. Er räumte jedoch ein, in den frühen 2000er-Jahren mehrmals mit Epsteins Privatflugzeug gereist zu sein. Die Epstein-Anklägerin Virginia Giuffre gab an, Clinton dort gesehen zu haben – allerdings ohne beobachtete strafbare Handlungen.

Trump erhebt schwere Vorwürfe – trotz eigener Verbindungen

Trotz Epsteins Klarstellung behauptet Ex-Präsident Trump öffentlich das Gegenteil: In einem Post auf Truth Social schrieb er am 14. November, dass Clinton, der ehemalige Harvard-Präsident Larry Summers, Tech-Milliardär Reid Hoffman und Vertreter von J.P. Morgan viel Zeit mit Epstein – auch auf dessen Insel – verbracht hätten.

Trump fordert außerdem eine Untersuchung gegen demokratische Politiker, die in Verbindung mit Epstein standen.

Interessanterweise wurden in den veröffentlichten E-Mails auch Behauptungen über Trump selbst laut: Epstein schrieb, Trump habe von den Mädchen gewusst und mit einer Betroffenen mehrere Stunden verbracht. Die Aussagen sind jedoch nicht belegt und werden vom Trump-Lager als „politische Ablenkung“ bezeichnet.

Was geschah auf Epsteins Insel?

Die kleine Insel in den US Virgin Islands war laut einem 2020 eingereichten Verfahren Zentrum eines weitreichenden Menschenhandelsrings. Mädchen im Alter zwischen 12 und 17 Jahren wurden dorthin gebracht – per Flugzeug, Boot oder Helikopter – und sexuell ausgebeutet. Eine Betroffene soll sogar versucht haben, durchs Meer zu fliehen, wie Gerichtsdokumente berichten.

Epsteins Unternehmen, auch „Epstein Enterprise“ genannt, rekrutierten demnach junge Frauen unter dem Vorwand von Jobs, Karrieren oder Bildungschancen. 2022 einigte sich Epsteins Nachlass mit den Behörden der Virgin Islands auf eine Zahlung von 105 Millionen US-Dollar, um den Fall beizulegen.

Fazit: Politischer Zündstoff bleibt

Die Freigabe der Epstein-Dokumente sorgt weiterhin für politische Spannungen – insbesondere mit Blick auf prominente Namen wie Clinton und Trump. Während keine eindeutigen Beweise für Clintons Aufenthalt auf der Insel existieren, werfen sich beide politischen Lager gegenseitig Vertuschung und Doppelmoral vor.

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