Engel & Völkers AG-Konzernbilanzverlust über 14 Millionen Euro

Auch wen diese Konzernbilanz etwas freundlicher ist wie die letzte Bilanz, aber der Konzernbilanzverlust beträgt immer noch über 14 Millionen Euro. Ob das Unternehmen nun den „turn around“ wirklich geschafft hat, das wird dann die nächste Bilanz zeigen.

Engel & Völkers AG

Hamburg

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015

Inhaltsverzeichnis

Bestätigungsvermerk

Konzernrechnungslegung

Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt

Hinweis:

Den nachfolgenden Bestätigungsvermerk haben wir, unter Beachtung der gesetzlichen und berufsständischen Bestimmungen, nach Maßgabe der in der Anlage „Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt“ beschriebenen Bedingungen erteilt.

Falls das vorliegende Dokument in elektronischer Fassung für Zwecke der Offenlegung im Bundesanzeiger verwendet wird, sind für diesen Zweck daraus nur die Dateien zur Rechnungslegung und im Falle gesetzlicher Prüfungspflicht der Bestätigungsvermerk resp. die diesbezüglich erteilte Bescheinigung bestimmt.

Bestätigungsvermerk

Wir haben den von der Engel & Völkers AG, Hamburg, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Kapitalflussrechnung, Konzern-Eigenkapitalspiegel und Konzernanhang – und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Hamburg, 21. März 2016

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Möbus, Wirtschaftsprüfer

Rinck, Wirtschaftsprüfer

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2015

AKTIVA

Geschäftsjahr 31.12.2015
EUR
Vorjahr 31.12.2014
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.624.780,48 801.150,52
2. Entgeltlich erworbene Lizenzen 308.117,54 337.376,22
3. Geschäfts- oder Firmenwert 188.654,91 269.507,01
4. Geleistete Anzahlungen 1.447.696,16 1.197.385,07
3.569.249,09 2.605.418,82
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.013.427,96 963.266,37
1.013.427,96 963.266,37
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen (nichtkonsolidiert) 2,00 2,00
2. Beteiligungen 700,00 700,00
3. Sonstige Ausleihungen 25.353.430,91 7.270.160,70
25.354.132,91 7.270.862,70
29.936.809,96 10.839.547,89
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 70.048,36 64.309,53
2. Waren 220.345,20 188.176,87
290.393,56 252.486,40
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10.852.895,47 8.780.589,61
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen (nichtkonsolidiert) 740,79 1.645,19
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 972.230,00
4. Sonstige Vermögensgegenstände 1.768.335,63 1.305.712,46
12.621.971,89 11.060.177,26
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 10.551.377,50 5.549.739,31
23.463.742,95 16.862.402,97
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.502.407,55 1.314.629,85
54.902.960,46 29.016.580,71

PASSIVA

Geschäftsjahr 31.12.2015
EUR
Vorjahr 31.12.2014
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 15.134.448,00 13.408.780,00
II. Kapitalrücklage 22.116.165,34 13.579.807,13
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 2.903.142,16 1.205.509,67
IV. Konzernbilanzverlust -14.976.097,56 -19.262.348,73
V. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung -219.286,46 -62.118,12
VI. Anteile anderer Gesellschafter -1.743.923,94 -1.098.943,12
23.214.447,54 7.770.686,83
B. Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung 0,00 1.697.632,49
C. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 1.242.518,75 943.184,00
2. Sonstige Rückstellungen 3.248.542,40 2.696.419,35
4.491.061,15 3.639.603,35
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 9.402.529,27 5.507.412,29
2. Erhaltene Anzahlungen 268.107,72 225.325,92
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.852.029,04 2.571.036,05
4. Sonstige Verbindlichkeiten 14.190.249,93 7.292.617,36
– davon aus Steuern: 672.760,39 1.081.996,73
– davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 49.720,77 59.261,69
26.712.915,96 15.596.391,62
E. Rechnungsabgrenzungsposten 75.756,44 0,00
F. Passive latente Steuern 408.779,37 312.266,42
54.902.960,46 29.016.580,71

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar 2015 bis zum 31. Dezember 2015

Geschäftsjahr 2015
EUR
Vorjahr 2014
EUR
1. Umsatzerlöse 53.993.902,88 43.941.055,19
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 5.738,83 21.568,33
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 137.596,00 150.617,93
4. Sonstige betriebliche Erträge 1.491.580,31 2.328.720,14
– davon aus Währungsumrechnung: EUR 347.240,43 (W.: EUR 404.083,03)
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Waren -248.723,20 -183.901,12
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -11.556.337,38 -10.823.442,68
-11.805.060,58 -11.007.343,80
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -16.322.460,92 -13.960.687,46
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.970.198,55 -1.753.347,29
– davon für Altersversorgung: EUR -55.815,76 (Vj.: EUR -51.080,63)
-18.292.659,47 -15.714.034,75
7. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.179.450,48 -884.776,75
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -17.529.582,02 -13.490.265,31
– davon aus Währungsumrechnung: EUR -61.651,09 (Vj.: EUR -39.633,18)
9. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 1.679.831,73 505.837,62
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 30.117,31 44.884,60
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,00 -8.333,33
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.979.813,61 -1.246.849,22
13. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 6.552.200,90 4.641.080,65
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -2.891.905,78 -1.772.798,12
15. Sonstige Steuern -36.706,63 -13.636,00
16. Konzernjahresüberschuss 3.623.588,49 2.854.646,53
17. Konzernverlustvortrag aus dem Vorjahr -19.262.348,73 -22.502.519,06
18. Anteile anderer am Konzernjahresergebnis 662.662,68 385.523,80
19. Konzernbilanzverlust -14.976.097,56 -19.262.348,73

Konzern-Kapitalflussrechnung für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2015

2015
TEUR
2014
TEUR
Konzernjahresüberschuss 3.624 2.855
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 1.179 893
Zunahme der Rückstellungen 491 772
sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (+) 563 392
Zunahme der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -1.679 -3.821
Zunahme (Vorjahr: Abnahme) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 207 -410
Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 0 -245
Zinsaufwendungen 270 696
Ertragsteueraufwand 2.892 1.773
Ertragsteuerzahlungen -2.490 -703
Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 5.057 2.201
Einzahlungen aus Abgängen des immateriellen Anlagevermögens 0 4
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -1.736 -1.232
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 2 35
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -405 -183
Einzahlungen aus Abgängen des Finanzanlagevermögens 225 2.215
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -17.575 -6.445
Einzahlungen aus Abgängen aus dem Konsolidierungskreis 0 783
Auszahlungen für Zugänge aus dem Konsolidierungskreis 0 -169
Erhaltene Zinsen 496 45
Cash-Flow aus Investitionstätigkeit -18.993 -4.948
Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen 10.262 0
Einzahlungen aus der Aufnahme von (Finanz-) Krediten 11.500 7.950
Auszahlungen aus der Tilgung von (Finanz-) Krediten -1.600 -1.950
Gezahlte Zinsen -1.258 -613
Cash-Flow aus der Finanzierungstätigkeit (CF) 18.904 5.387
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestandes 4.968 2.640
Veränderung der Liquidität aus Wechselkursänderungen (CF) 35 34
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 5.546 2.872
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 10.548 5.546

Entwicklung des Konzerneigenkapitals für 2015

Mutterunternehmen
Gezeichnetes Kapital Kapital-
rücklage
EUR
Erwirt-
schaftetes Konzern-
eigen-
kapital
EUR
kumuliertes übriges Konzernergebnis Eigen-
kapital
gemäß Konzern-
bilanz
EUR
Stamm-
aktien
EUR
Vorzugs-
aktien
EUR
Ausgleichs-
posten aus der Fremd-
währungs-
umrechnung
EUR
andere neutrale Trans-
aktionen
EUR
31.12.2013 13.408.780,00 0,00 13.579.807,13 -21.297.009,39 121.361,64 0,00 5.812.939,38
Konzern-Jahres-
überschuss
3.240.170,33 3.240.170,33
Übriges Konzern-
ergebnis
-183.479,76 -183.479,76
Konzern-
gesamt-
ergebnis
0,00 0,00 0,00 3.240.170,33 -183.479,76 0,00 3.056.690,57
31.12.2014 13.408.780,00 0,00 13.579.807,13 -18.056.839,06 -62.118,12 0,00 8.869.629,95
Ausgabe von Anteilen 212.223,00 1.513.445,00 8.536.358,21 10.262.026,21
Übrige Verände-
rungen
1.697.632,49 1.697.632,49
212.223,00 1.513.445,00 8.536.358,21 1.697.632,49 0,00 0,00 11.959.658,70
Konzern-Jahres-
überschuss
4.286.251,17 4.286.251,17
Übriges Konzern-
ergebnis
-157.168,34 -157.168,34
Konzern-
gesamt-
ergebnis
0,00 0,00 0,00 4.286.251,17 -157.168,34 0,00 4.129.082,83
31.12.2015 13.621.003,00 1.513.445,00 22.116.165,34 -12.072.955,40 -219.286,46 0,00 24.958.371,48
Minderheitsgesellschafter Konzerneigenkapital
EUR
Minderheitenkapital
EUR
kumuliertes übriges Konzernergebnis Eigenkapital
EUR
Ausgleichsposten aus der Fremdwährungsumrechnung
EUR
andere neutrale Transaktionen
EUR
-754.649,88 22.784,16 0,00 -731.865,72 5.081.073,66
-385.523,80 -385.523,80 2.854.646,53
18.446,40 18.446,40 -165.033,36
-385.523,80 18.446,40 0,00 -367.077,40 2.689.613,17
-1.140.173,68 41.230,56 0,00 -1.098.943,12 7.770.686,83
0,00 0,00
0,00 10.262.026,21
0,00 1.697.632,49
0,00 0,00 0,00 0,00 11.959.658,70
-662.662,68 -662.662,68 3.623.588,49
17.681,86 17.681,86 -139.486,48
-662.662,68 17.681,86 0,00 -644.980,82 3.484.102,01
-1.802.836,36 58.912,42 0,00 -1.743.923,94 23.214.447,54

Konzernanhang für 2015

I. Allgemeine Angaben

Obergesellschaft der Unternehmensgruppe Engel & Völkers, für die eine Konsolidierung der Einzelgesellschaften erfolgt, ist die Engel & Völkers AG, Hamburg, (im Folgenden auch ‚Gesellschaft‘ genannt).

Die Engel & Völkers AG ist erstmalig für das Geschäftsjahr 2015 zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichtes gemäß § 290 HGB verpflichtet, da die Größenkriterien gemäß § 293 HGB an zwei aufeinander folgenden Abschlussstichtagen erstmalig zum 31.12.2015 überschritten wurden.

Die Engel & Völkers AG stellt einen konsolidierten Jahresabschluss (Konzernabschluss) und einen Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2015 auf, der alle Gesellschaften erfasst, an denen die Gesellschaft direkt und indirekt die Mehrheit der Anteile hält (Konzern). Die Gesellschaft hat den vorliegenden Konzernabschluss nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes (AktG) erstellt.

Die Tochtergesellschaften Engel & Völkers Commercial GmbH, Engel & Völkers Residential GmbH sowie die Engel & Völkers Marken GmbH & Co. KG erfüllen allesamt die vorgeschriebenen Voraussetzungen gem. § 264 (3) HGB sowie gem. § 264b HGB und sind somit von der Pflicht zur Aufstellung eines Jahresabschlusses gem. § 264 HGB bzw. gem. § 264a HGB befreit.

Bilanz (Anlage 1) und Gewinn- und Verlustrechnung (Anlage 2) enthalten entsprechend § 265 Abs. 2 HGB die Vergleichsbeträge des Vorjahres.

Der Konzernabschluss ist auf den Stichtag des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens gemäß § 299 Abs. 1 HGB aufgestellt; die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen sind auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt.

II. Konsolidierungskreis

Anteil in %
Engel & Völkers Residential GmbH, Hamburg 100
Engel & Völkers U.S. Holding GmbH, Hamburg 1)
Engel & Völkers Russia GmbH, Hamburg 1)
Engel & Völkers Commercial GmbH, Hamburg 100
Engel & Völkers ITund Media GmbH, Hamburg 100
Grund Genug Verlag und Werbe GmbH, Hamburg 100
Engel & Völkers Yachting GmbH, Hamburg 100
Engel & Völkers Marken Verwaltungs GmbH, Oststeinbek 100
Engel & Völkers Marken GmbH & Co. KG, Oststeinbek 1)
Engel & Völkers Asia-Pacific Ltd., Hongkong, China 1)
Engel & Völkers U.S. Holdings Inc., Naples, Florida, USA 2)
Engel & Völkers Private Office Ltd., London, Großbritannien 100
Engel & Völkers Yachting London Ltd., London, Großbritannien 3)
Engel & Völkers N.Y. LLC, New York, New York, USA 4)
Engel & Völkers Canada Inc., Toronto, Kanada 4)
Engel & Völkers Spain S.L., Barcelona, Spanien 1)
Engel & Völkers Italia S.r.l., Mailand, Italien 5)
Engel & Völkers France Expansion Sarl, Sarreguemines, Frankreich 100

1) Die o. g. Gesellschaft ist eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der Engel & Völkers Residential GmbH.
2) Die o. g. Gesellschaft ist eine 87,5 %-ige Tochtergesellschaft der Engel & Völkers U.S. Holding GmbH.
3) Die o.g. Gesellschaft ist eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der Engel & Völkers Yachting GmbH.
4) Die o.g. Gesellschaft ist eine 100 %-ige Tochter der Engel & Völkers U.S. Holdings Inc.
5) Die o.g. Gesellschaft ist eine 75 %-ige Tochter der Engel & Völkers Residential GmbH.

Tochterunternehmen, die nicht in den Konzernabschluss einbezogen worden sind:

Die folgenden Tochterunternehmen sind nicht in den Konzernabschluss einbezogen worden, da sie von untergeordneter Bedeutung gemäß § 296 Abs. 2 HGB sind:

Anteil
in %
RSI REAL ESTATE Services and Information Technology GmbH, Hamburg 100
Engel & Völkers Advisory GmbH, Hamburg *)

* Die o.g. Gesellschaft ist eine 66,67%-ige Tochter der Engel & Völkers Commercial GmbH.

Der Konzern hat folgende weitere Beteiligungsverhältnisse gem. § 285 Nr. 11 HGB:

Anteil in %
Quartier am Strandkai GmbH & Co. KG, Hamburg 35

Auf den Ausweis der Beteiligung in einem besonderen Posten wurde gemäß § 311 Abs. 2 HGB verzichtet, da sie von untergeordneter Bedeutung ist.

III. Konsolidierungsmethoden

1. Kapitalkonsolidierung

Die Kapitalkonsolidierung wurde für Erwerbsvorgänge bis zum 31. Dezember 2009 nach der Buchwertmethode und wird seit dem 1. Januar 2010 nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB durchgeführt. Dabei werden die Buchwerte der Beteiligung dem anteiligen konsolidierungspflichtigen Kapital zum Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile gegenübergestellt.

Der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile wird dabei mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital wird mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag wird, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als Geschäfts- oder Firmenwert und, wenn er auf der Passivseite entsteht, unter dem Posten „Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung“ nach dem Eigenkapital ausgewiesen.

Der für die Bestimmung des Zeitwerts der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten und der für die Kapitalkonsolidierung maßgebliche Zeitpunkt ist grundsätzlich der, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist. Bei Tochterunternehmen, auf deren Einbeziehung bisher gemäß § 296 HGB verzichtet worden war, ist der Zeitpunkt der Einbeziehung des Tochterunternehmens in den Konzernabschluss maßgeblich.

2. Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung

Der passivierte Unterschiedsbetrag des Vorjahres resultierte in Höhe von TEUR 1.381 aus der erstmaligen Kapitalkonsolidierung der Engel & Völkers U.S. Holdings Inc., Naples, Florida, USA, zum 1. Januar 2007, in Höhe von TEUR 212 aus der erstmaligen Kapitalkonsolidierung der bisherigen Minderheitenanteile in Höhe von 10% an der Engel & Völkers Yachting GmbH sowie in Höhe von TEUR 104 aus der erstmaligen Konsolidierung der bisherigen Minderheitenanteile an der Engel & Völkers Yachting Ltd. in Höhe von 50% aus dem Geschäftsjahr 2013.

Die Differenzen ergaben sich aus dem aktivierten Beteiligungsbuchwert abzüglich dem auf diese Anteile entfallenden gruppenzugehörigem Eigenkapital.

Im Geschäftsjahr 2015 wurde der Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung erfolgsneutral in die Gewinnrücklagen eingestellt.

3. Schuldenkonsolidierung

Bei der Konsolidierung werden die Ausleihungen, Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Unternehmen gemäß § 303 Abs. 1 HGB aufgerechnet.

4. Behandlung des Zwischenergebnisses

Die Zwischenergebnisse wurden gem. § 304 Abs. 2 HGB nicht eliminiert, da Warenlieferungen innerhalb des Konzerns zwischen Tochterunternehmen grundsätzlich zu Anschaffungskosten, d. h. ohne Gewinnaufschlag, fakturiert werden. Gleiches gilt für Anlagenverkäufe.

5. Aufwands- und Ertragskonsolidierung

Bei der Konsolidierung werden die Aufwendungen und Erträge zwischen den einbezogenen Unternehmen aus gegenseitigen Verrechnungen gemäß § 305 HGB aufgerechnet.

6. Währungsumrechnung

Die in den Konzern einbezogenen Einzelabschlüsse wurden bis auf die folgenden Ausnahmen in Euro aufgestellt:

Engel & Völkers Private Office Ltd.

Engel & Völkers Yachting Ltd.

Engel & Völkers Asia Ltd.

Engel & Völkers U.S. Holdings Inc.

Engel & Völkers N.Y. LLC

Engel & Völkers Canada Inc.

Die auf fremde Währung lautenden Einzelabschlüsse der o.g. Gesellschaften wurden gem. §308a HGB in Euro umgerechnet.

Dabei wurden entsprechend dem Konzept der funktionalen Währung die Aktiv- und Passivposten der Bilanz der auf fremde Währung lautenden Einzelabschlüsse mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag erfolgsneutral umgerechnet. In der Gewinn- und Verlustrechnung wurden die Erträge und Aufwendungen zum jeweiligen monatlichen Durchschnittskurs umgerechnet. Das gezeichnete Kapital, die Rücklagen und der vorhandene Ergebnisvortrag wurden zum jeweiligen historischen Kurs zum Zeitpunkt ihres Zugangs umgerechnet. Die sich ergebende Umrechnungsdifferenz ist innerhalb des Konzerneigenkapitals nach den Rücklagen unter dem Posten „Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung“ ausgewiesen.

IV. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die auf den vorhergehenden Konzernabschluss angewandten Bilanzierungs- und Bewertungs- sowie Konsolidierungsmethoden sind grundsätzlich beibehalten worden.

Die Einzelabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden entsprechend den gesetzlichen Vorschriften nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden einbezogen.

Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und über den Zeitraum der Nutzung planmäßig linear abgeschrieben.

Selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden gem. § 248 Abs. 2 HGB in Höhe der Entwicklungskosten aktiviert und über den Zeitraum der Nutzung von fünf Jahren planmäßig abgeschrieben.

Der Geschäfts- oder Firmenwert resultiert aus der Sacheinlage von Anteilen an der Engel & Völkers Residential GmbH in 2007. Die Abschreibung erfolgt nach der linearen Methode über zehn Jahre, da dies der voraussichtlichen Nutzungsdauer entspricht.

Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen werden nach den betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern ermittelt.

Für Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen Euro 150,00 und Euro 1.000,00 wurde bis 2013 ein Sammelposten gebildet, der über fünf Jahre abgeschrieben wird.

Die Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen Euro 150,01 und Euro 410,00 werden ab dem Wirtschaftsjahr 2014 auf das Konto geringwertige Wirtschaftsgüter gebucht und sofort abgeschrieben.

Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt.

Vorräte werden zu Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren Marktpreis bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sowie Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wird eine Pauschalwertberichtigung von 1 % auf die nicht einzeln wertberichtigten Forderungen gebildet. Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgte bei den Forderungen mit dem Briefkurs am Entstehungstag bzw. mit dem Devisenkassamittelkurs gemäß § 256a HGB am Abschlussstichtag.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind nur solche Posten aktiviert worden, die vor dem Bilanzstichtag zur Zahlung fällig oder bereits gezahlt waren und die Aufwand für eine kalendermäßig bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen erfassen alle am Bilanzstichtag drohenden Verluste und ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 298 Abs. 1 i. V. m. § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 298 Abs. 1 i. V. m. § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden diese mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung nicht abgezinst. Dabei werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, berücksichtigt, nicht jedoch Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts bzw. eines negativen Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung. Soweit im Rahmen des Erwerbs von Tochterunternehmens steuerliche Verlustvorträge mit erworben werden, für die innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Verrechenbarkeit zu erwarten ist, wird die Möglichkeit, hierfür im Zuge der Kaufpreisaufteilung bis zum Ablauf der Anpassungsperiode i. S. d. § 301 Abs. 2 Satz 2 HGB aktive latente Steuern erfolgsneutral zu berücksichtigen, nicht in Anspruch genommen. Aktive und passive Steuerlatenzen werden verrechnet.

V. Erläuterungen zur Konzernbilanz

1. Anlagevermögen

Zur Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens verweisen wir auf den Anlagenspiegel.

In den Zugängen der Abschreibung des Anlagevermögens sind außerplanmäßige Abschreibungen nach § 253 HGB in Höhe von Euro 172.185,72 (Vorjahr: Euro 66.798,84) enthalten.

Entwicklungskosten selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände wurden in Höhe von Euro 1.365.525,22 (Vorjahr: Euro 1.125.667,99) aktiviert. Insgesamt fielen im Geschäftsjahr Entwicklungskosten in Höhe von TEUR Euro 1.365.525,22 (Vorjahr: Euro 1.125.667,99) an. Von den geleisteten Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände entfallen Euro 1.168.728,97 (Vorjahr Euro 1.172.097,07) auf selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen (nicht konsolidiert) werden die Forderungen gegen die RSI Real Estate Services and Information Technology GmbH, Hamburg, und gegen die Engel & Völkers Advisory GmbH, Hamburg, ausgewiesen.

3. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der Muttergesellschaft Engel & Völkers AG betrug zum 31. Dezember 2015 Euro 15.134.448,00 (Vorjahr: Euro 13.408.780,00). Es ist eingeteilt in 13.621.003 (Vorjahr: 13.408.780) Stammaktien (vinkulierte Namensaktien) und 1.513.445 (Vorjahr: 0) Vorzugsaktien (vinkulierte Namensaktien).

Die im Berichtsjahr zur Durchführung der beschlossenen Kapitalerhöhung geleistete Bareinlage von Euro 1.725.668,00 wurde am 18. März 2015 in das Handelsregister eingetragen.

Die Kapitalrücklage, die dem bei der Muttergesellschaft ausgewiesenen Posten entspricht, hat sich gegenüber dem Vorjahr um Euro 8.536.358,21 erhöht und beträgt Euro 22.116.165,34 (Vorjahr: Euro 13.579.807,13). Die Veränderung zum Vorjahr betrifft den über den Nennbetrag hinausgehenden Kaufpreis für die neuen Namensaktien (Agio).

Entnahmen aus der Kapitalrücklage sind nicht erfolgt.

Die Gewinnrücklagen haben sich gegenüber dem Vorjahr um Euro 1.697.632,49 aufgrund der erfolgsneutralen Einstellung des passiven Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung in die anderen Gewinnrücklagen erhöht.

4. Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung

Hinsichtlich der Erläuterung des passivierten Unterschiedsbetrages verweisen wir auf Abschnitt III.

5. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Tantiemen, ausstehende Rechnungen, Bonifikationen sowie Urlaubsansprüche gebildet.

6. Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten setzten sich wie folgt zusammen:

Stand am Gesamtbetrag
EUR
Restlaufzeit
bis 1 Jahr
EUR
1 bis 5 Jahre
EUR
über 5 Jahre
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 31.12.2015 9.402.529,27 1.602.529,27 7.800.000,00 0,00
31.12.2014 5.507.412,29 1.007.412,29 4.500.000,00 0,00
Erhaltene Anzahlungen auf Seminarleistungen 31.12.2015 268.107,72 268.107,72 0,00 0,00
31.12.2014 225.325,92 225.325,92 0,00 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 31.12.2015 2.852.029,04 2.852.029,04 0,00 0,00
31.12.2014 2.571.036,05 2.571.036,05 0,00 0,00
sonstige Verbindlichkeiten 31.12.2015 14.190.249,93 1.801.274,17 12.388.975,76 0,00
31.12.2014 7.292.617,36 1.628.381,20 0,00 5.664.236,16
davon aus Darlehen gegenüber Gesellschaftern 31.12.2015 6.574.218,75 154.687,50 6.419.531,25 0,00
31.12.2014 0,00 0,00 0,00 0,00
31.12.2015 26.712.915,96 6.523.940,20 20.188.975,76 0,00
31.12.2014 15.596.391,62 5.432.155,46 4.500.000,00 5.664.236,16

Am 20. Februar 2015 hat die Muttergesellschaft einen neuen Darlehensvertrag mit der BHF Bank Aktiengesellschaft, Frankfurt am Main, geschlossen.

Im Rahmen dieser Finanzierung sind sämtliche Forderungen und Bankguthaben der folgenden Tochtergesellschaften der BHF Bank als Sicherheit verpfändet worden:

Engel & Völkers Residential GmbH

Engel & Völkers Commercial GmbH

Engel & Völkers IT und Media GmbH

Grund Genug Verlag und Werbe GmbH

Engel & Völkers Marken GmbH & Co. KG

Engel & Völkers U.S. Holding GmbH

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind auch durch selbstschuldnerische Bürgschaften der o. g. Gesellschaften besichert.

Am 6. Februar 2015 hat die Gesellschaft mit einem Gesellschafter einen Darlehensvertrag in Höhe von EUR 6.000.000,00 geschlossen.

7. Latente Steuern

Passive Latente Steuern sind aufgrund der Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen hinsichtlich der selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände nach § 274 (1) HGB gebildet worden. Der zu Grunde gelegte Steuersatz beträgt 32,28%. Passive latente Steuern in Höhe von Euro 497.091,17 wurden mit aktiven latenten Steuern auf körperschaft- und gewerbesteuerliche Verlustvorträge verrechnet.

VI. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert worden.

1. Umsatzerlöse nach Kategorien

2015 2014
Euro % Euro %
Franchise EMEA 32.714.725 61 29.488.006 67
Franchise Nordamerika 2.915.233 5 932.830 2
Services/Others 18.363.945 34 13.520.219 31
53.993.903 100 43.941.055 100

2. Sonstige betriebliche Erträge

Bei den periodenfremden Erträgen in Höhe von Euro 229.637,83 (Vorjahr: Euro 250.600,51) handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (Euro 148.307,79; Vorjahr: Euro 210.324,91).

3. Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen von Euro 222.608,43 (Vorjahr: Euro 198.785,08) enthalten

VII. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Durch den Wechsel der Bewertungsvorschrift von DRS 2 im Wirtschaftsjahr 2014 auf die Vorschriften des DRS 21 im Berichtsjahr 2015, weichen die berichteten Werte 2014 aufgrund der neuen Struktur des DRS 21 vom Vorjahresabschluss ab.

Der Finanzmittelfonds setzt sich aus dem Bilanzposten Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sowie kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (Kontokorrentverbindlichkeiten) zusammen. EUR 844.525,40 (Vj. EUR 637.496,40) des Finanzmittelfonds unterliegen Verfügungsbeschränkungen.

VIII. Erläuterungen zum Konzerneigenkapitalspiegel

Vom erwirtschafteten Konzerneigenkapital stehen zum 31. Dezember 2015 Euro 5.780.876,88 (Vj. Euro 0,00) zur Ausschüttung an die Gesellschafter zur Verfügung, da Euro 2.147.372,00 (Vj. Euro 1.660.981,17) einer gesetzlichen Ausschüttungssperre unterliegen.

IX. Sonstige Angaben

1. Haftungsverhältnisse/Sicherheiten

Es besteht eine selbstschuldnerische Bürgschaft zugunsten der Beteiligung an der Quartier am Strandkai GmbH und Co. KG und eine Mietbürgschaft gegenüber Dritten. Zum Bilanzstichtag bestanden noch zukünftige Ansprüche in Höhe von Euro 740.058.

Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme aus dieser Sicherheit wird vom Vorstand als gering erachtet, da die Verbindlichkeiten der Gesellschaft in der Vergangenheit fristgerecht bedient wurden.

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den Haftungsverhältnissen bestehen in Höhe von TEUR 45.565 sonstige finanzielle Verpflichtungen. Im Einzelnen betreffen diese Verpflichtungen u. a. folgende Sachverhalte:

TEUR
Miet- und Leasingverträge 39.973
Rückkauf Lizenzen 5.240
Sonstiges 352
45.565

Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2019 und 2033.

3. Ausschüttungssperre

Zum 31. Dezember 2015 bestehen ausschüttungsgesperrte Beträge aus der Aktivierung selbstgeschaffener immaterieller Vermögensgegenstände in Höhe von Euro 2.384.730,08 (Vorjahr: Euro 1.660.981,17).

4. Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen

Im Geschäftsjahr 2015 wurden keine marktunüblichen Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und Personen vorgenommen.

5. Honorar des Abschussprüfers

Das für das Geschäftsjahr 2015 berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt für

TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 128
Steuerberatungsleistungen 10
138

6. Vorstand und Aufsichtsrat des Mutterunternehmens

Mitglieder des Vorstandes waren im Geschäftsjahr:

Christian Völkers, Vorstandsvorsitzender

Sven Odia, Vorstandsvorsitzender

Thilo von Trotha, Vorstand Finanzen

Kai Enders, Vorstand Franchise (EMEA)

Christian Evers, Vorstand Operations

Der Vorstand Christian Völkers ist einzelvertretungsberechtigt. Die Vorstände Thilo von Trotha, Sven Odia, Kai Enders und Christian Evers sind jeweils gemeinsam mit einem anderen Vorstandsmitglied oder einem Prokuristen vertretungsberechtigt. Jeder der Vorstände ist von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Mitglieder des Aufsichtsrats waren im Geschäftsjahr:

Dr. Walter Kuna (Vorsitzender), Kaufmann

Thomas Völkers, Kaufmann

Pelayo Cortina Koplowitz, Wirtschaftsingenieur (bis 17. März 2015)

Dr. Thomas Bühler, Kaufmann (ab 18. März 2015)

7. Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats

Die Vergütung der Vorstände für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben im Mutterunternehmen und in den Tochterunternehmen betrug im Geschäftsjahr 2015 Euro 2.966.656,98 (Vorjahr: Euro 2.313.897,61).

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten für die Wahrnehmung ihrer Aufgaben im Mutterunternehmen im Geschäftsjahr 2015 eine Vergütung von insgesamt Euro 10.000,00.

8. Angabe der durchschnittlichen Anzahl der Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr 2015 hat die Engel & Völkers Gruppe durchschnittlich 228 (Vorjahr: 204) Mitarbeiter beschäftigt.

Die Aufteilung nach Gruppen ergibt sich wie folgt:

2015
Leitende Angestellte 26
Angestellte 183
Aushilfen 19
228

 

Hamburg, 15. Februar 2016

Der Vorstand

Christian Völkers

Thilo von Trotha

Sven Odia

Kai Enders

Christian Evers

Entwicklung des Konzernanlagevermögens zum 31. Dezember 2015

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2015
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Währungsdifferenz
EUR
31.12.2015
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.167.976,48 467.749,46 0,00 901.143,86 0,00 2.536.869,80
2. Entgeltlich erworbene Lizenzen 3.362.372,77 117.073,40 0,00 0,00 6.480,46 3.485.926,63
3. Geschäfts- oder Firmenwert 808.520,00 0,00 0,00 0,00 0,00 808.520,00
4. Geleistete Anzahlungen 1.197.385,07 1.151.454,95 0,00 -901.143,86 0,00 1.447.696,16
6.536.254,32 1.736.277,81 0,00 0,00 6.480,46 8.279.012,59
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.503.421,13 405.066,58 -50.876,81 0,00 80.686,06 3.938.296,96
3.503.421,13 405.066,58 -50.876,81 0,00 80.686,06 3.938.296,96
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen (nichtkonsolidiert) 41.666,67 0,00 0,00 0,00 0,00 41.666,67
2. Beteiligungen 700,00 0,00 0,00 0,00 0,00 700,00
3. Sonstige Ausleihungen 7.270.160,70 18.245.909,58 -225.432,96 0,00 62.793,59 25.353.430,91
7.312.527,37 18.245.909,58 -225.432,96 0,00 62.793,59 25.395.797,58
17.352.202,82 20.387.253,97 -276.309,77 0,00 149.960,11 37.613.107,13
Abschreibungen
01.01.2015
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Währungsdifferenz
EUR
31.12.2015
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 366.825,96 545.263,36 0,00 0,00 912.089,32
2. Entgeltlich erworbene Lizenzen 3.024.996,55 147.528,99 -0,03 5.283,58 3.177.809,09
3. Geschäfts- oder Firmenwert 539.012,99 80.852,10 0,00 0,00 619.865,09
4. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3.930.835,50 773.644,45 -0,03 5.283,58 4.709.763,50
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.540.154,76 405.806,03 -48.843,37 27.751,58 2.924.869,00
2.540.154,76 405.806,03 -48.843,37 27.751,58 2.924.869,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen (nichtkonsolidiert) 41.664,67 0,00 0,00 0,00 41.664,67
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
41.664,67 0,00 0,00 0,00 41.664,67
6.512.654,93 1.179.450,48 -48.843,40 33.035,16 7.676.297,17
Buchwerte
01.01.2015
EUR
31.12.2015
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 801.150,52 1.624.780,48
2. Entgeltlich erworbene Lizenzen 337.376,22 308.117,54
3. Geschäfts- oder Firmenwert 269.507,01 188.654,91
4. Geleistete Anzahlungen 1.197.385,07 1.447.696,16
2.605.418,82 3.569.249,09
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 963.266,37 1.013.427,96
963.266,37 1.013.427,96
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen (nichtkonsolidiert) 2,00 2,00
2. Beteiligungen 700,00 700,00
3. Sonstige Ausleihungen 7.270.160,70 25.353.430,91
7.270.862,70 25.354.132,91
10.839.547,89 29.936.809,96

Konzernlagebericht 2015

1. Grundlagen des Konzern

Wesentliches Produkt des Engel & Völkers-Konzern ist die Vergabe von Lizenzrechten in den Bereichen:

Residential – Vermittlung von Wohnimmobilien Commercial – Vermittlung von Gewerbeimmobilien Yachting – Vermittlung von Segel- und Motoryachten

Neben der Vergabe von Lizenzrechten umfasst das Dienstleistungsangebot die kontinuierliche Betreuung der Engel & Völkers-Lizenzpartner im operativen Geschäft sowie deren Unterstützung durch Servicedienstleistungen unter anderem in den Bereichen IT und Digital, Grund Genug-Magazin, Aus- und Weiterbildung sowie Marketing/PR.

Engel & Völkers ist durch Lizenzpartner schwerpunktmäßig in Europa, Nord- und Südamerika und Südafrika vertreten. Der Konzern verfügte in 2015 über Bürostandorte in Hamburg (Deutschland), New York (USA), Barcelona (Spanien) und Mailand (Italien).

Der Engel & Völkers Konzern verfolgt das strategische Ziel, das Netzwerk an Lizenzpartnern im Bereich Wohn- und Gewerbeimmobilien kontinuierlich auszubauen. In den kommenden Jahren soll das Wachstum insbesondere im Bereich für Wohnimmobilien in den europäischen Kernmärkten Spanien, Italien, Belgien und den USA generiert werden.

Die Expansion erfolgt zunehmend auch über die Vergabe von Lizenzen an sogenannte Metropolitan Market Center (MMC). Diese MMCs unterscheiden sich von den üblichen Engel & Völkers-Shops vor allem durch die deutlich höhere Anzahl an Agents gemessen an dem Transaktionsvolumen des Lizenzgebiets, der systematischen Umsetzung des Farmingkonzeptes und dem Vorhalten einer zentral gelegenen Bürofläche in Verbindung mit sogenannten Property Lounges.

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Bruttoinlandsprodukt im Kernmarkt Deutschland hat nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes in 2015 um 1,7% zugenommen. Für 2016 schätzt die EU-Kommission ein Wachstum von 1,9%. Auch in anderen wichtigen Märkten, wie Spanien, Italien und USA, hat sich gemäß der EU-Kommission die wirtschaftliche Gesamtsituation in 2015 verbessert. Entsprechend hat sich auch das Transaktionsvolumen der Immobilienmärkte in Deutschland, Spanien und den USA weiter erhöht.

2.2. Geschäftsverlauf

Der Konzern konnte in 2015 Umsätze in Höhe von TEUR 53.994 erlösen nach TEUR 43.941 im Vorjahr, was einem Zuwachs von 23% entspricht. Die Umsatzsteigerung ist im Wesentlichen auf den Anstieg der laufenden und einmaligen Lizenzgebühren zurückzuführen.

Der Konzernjahresüberschuss betrug in 2015 TEUR 3.624 nach TEUR 2.855 im Vorjahr. Das EBITDA konnte im gleichen Zeitraum von TEUR 6.230 auf TEUR 8.002 gesteigert werden. Diese positive Entwicklung resultiert insbesondere aus einem deutlich verbesserten Lizenzgeschäft in Europa. Gleichzeitig sind die Expansionskosten für das USA-Geschäft und die Kosten für den Ausbau des digitalen Serviceangebots gestiegen. Das geplante Konzernergebnis wurde insbesondere aufgrund des höheren negativen Ergebnisbeitrags aus dem USA-Geschäft, das teilweise auf Wechselkurseffekte zurückzuführen ist, und den nicht geplanten Kosten im Zusammenhang mit den in 2015 erfolgten Kapitalmaßnahmen nicht erreicht.

In den einzelnen Geschäftsbereichen zeigte sich folgende Entwicklung:

Lizenzgeschäft EMEA

Die Anzahl der im Bereich Wohnimmobilien vergebenen Lizenzen in der sog. DACH-Region (Deutschland, Österreich und Schweiz) erhöhte sich im Jahr 2015 leicht und betrug zum Ende des Jahres 276. Gleichzeitig stieg die Anzahl der Agents um 7% auf 1.417. Der Nettocourtageumsatz (d. h. der Markenumsatz abzüglich der Subcourtagen), der durch Engel & Völkers-Lizenzpartner in der DACH-Region erzielt wurde, lag im Bereich Wohnen per Ende Dezember 2015 bei EUR 157,9 Mio. (Vorjahr EUR 136,4 Mio.). Damit stieg der Netto-Courtageumsatz um 16%. Dies ist einerseits auf die Zunahme der Anzahl der Agents und andererseits auf einen höheren durchschnittlichen Umsatz pro Agent zurückzuführen.

Die Region International umfasst Europa (ohne die Region DACH), Afrika, Südamerika und Asien. Während die Anzahl der Lizenzen in der Region International weitgehend konstant blieb, konnte die Anzahl der Agents um 17% auf 1.585 gesteigert werden. Der Nettocourtageumsatz, der durch Engel & Völkers-Lizenzpartner in der Region International erzielt wurde, lag per Ende Dezember 2015 bei EUR 75,7 Mio. (Vorjahr EUR 61,8 Mio.). Insbesondere in den Kernmärkten Spanien, Italien und Belgien konnte der Umsatz deutlich gesteigert werden.

Im Bereich Gewerbeimmobilien stieg in 2015 die Anzahl der Agents um 9% auf 519. Der Nettocourtageumsatz, der durch Engel & Völkers-Lizenznehmer erzielt wurde, lag im Bereich Gewerbe per Ende Dezember 2015 bei EUR 73,9 Mio. (Vorjahr EUR 56,7 Mio.).

Insgesamt wurden in 2015 im Bereich Residential laufende Lizenzeinnahmen von TEUR 23.737 erzielt und somit Vorjahr und Planung deutlich übertroffen. Der Bereich Commercial erreichte in 2015 laufende Lizenzeinnahmen von TEUR 6.287 und lag damit ebenso über Vorjahr und Planung.

Lizenzgeschäft Nordamerika

Das Lizenzgeschäft in Nordamerika ist eines der Wachstumsfelder für den Engel & Völkers Konzern. Zusätzliche Agents werden vornehmlich durch sog. Conversions gewonnen. Dabei werden existierende Büros bzw. Agent-Teams in das Engel & Völkers­Netzwerk eingebunden. In 2015 wurde die Anzahl der Agents um 95% auf 1.440 gesteigert. Der Nettocourtageumsatz der Engel & Völkers-Lizenznehmer stieg in 2015 um EUR 37,2 Mio. auf EUR 65,1 Mio. Der Umsatz stieg von TEUR 933 auf TEUR 3.144. Bereinigt um Währungseffekte entspricht dies einer Steigerung um 176%.

Services

Im Geschäftsbereich Services sind die Bereiche IT, Grund Genug, Akademie, Digital und Marketing zusammengefasst. Der Umsatz dieser Bereiche betrug in 2015 insgesamt TEUR 18.789 (Vorjahr TEUR 14.484). Das Wachstum von 30% resultiert insbesondere aus den Bereichen IT, Akademie und Grund Genug aufgrund des starken Wachstums der MMCs. Die Verbesserung der Servicequalität und der Ausbau der Serviceangebote insbesondere in den Bereichen Marketing und Digital führten zu einer Erhöhung der Aufwendungen.

Zum Bilanzstichtag waren im Konzern 246 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr 213 Mitarbeiter).

Finanzierungsmaßnahmen

Am 6. Februar 2015 wurde ein Beteiligungsvertrag mit der AF Beteiligung Acht Alpha GmbH, einer Tochtergesellschaft des in München ansässigen institutionellen Investors Afinum geschlossen. Im Zuge einer Kapitalerhöhung erwarb der neue Investor Anteile an der Engel & Völkers AG und stellt darüber hinaus ein Gesellschafterdarlehen zur Verfügung. Hierdurch flossen der Engel & Völkers AG Mittel i. H. v. insgesamt EUR 15 Mio. zu. Ferner hat ein bestehender Gesellschafter sein Bezugsrecht bei der Kapitalerhöhung ausgeübt.

Weiterhin hat die Engel & Völkers AG zusammen mit weiteren direkten und indirekten Tochtergesellschaften am 20. Februar 2015 einen neuen Kreditvertrag mit der BHF-Bank Aktiengesellschaft abgeschlossen. Dieser sieht eine Aufstockung der Darlehen (ohne Betriebsmittellinie) von EUR 5,5 Mio. auf EUR 11,0 Mio. und eine Verlängerung der Laufzeit bis zum 31. Dezember 2019 vor.

Beide Finanzierungstransaktionen dienen der Refinanzierung der weiteren Expansion im Bereich MMC. Hierzu gibt die Engel & Völkers AG Darlehen an die EV MMC Lux S.à r.l., die die einzelnen MMCs als Tochtergesellschaften betreibt, weiter. Zum 31. Dezember 2015 betrug die Höhe des Darlehens TEUR 24.907. Als Sicherheit sind die Anteile an den einzelnen MMC-Gesellschaften an die Engel & Völkers AG verpfändet. Weiterhin besteht eine Optionsvereinbarung zwischen den Gesellschaftern der EV MMC Lux S.à r.l. und der Engel & Völkers AG über die Anteile an der EV MMC Lux S.à r.l. Die Ausübung dieser Optionsvereinbarung ist erstmals am 1. Juli 2016 möglich.

2.3. Lage

Ertragslage

Der Engel & Völkers Konzern konnte seine Umsätze in 2015 um TEUR 10.053 auf TEUR 53.994 erhöhen. Neben den um TEUR 5.996 gestiegenen Lizenzumsätzen konnten auch die Umsätze für IT Dienstleistungen (TEUR +1.275), Magazin (TEUR +1.685) und Schulungen (TEUR +1.075) gesteigert werden. Zur Steigerung der Magazinumsätze trug maßgeblich die Vermarktung eines konzernfremden Kundenmagazins bei.

Die sonstigen betrieblichen Erträge reduzierten sich von TEUR 2.329 in 2014 auf TEUR 1.492 in 2015, insbesondere da positive Sondereffekte durch Gewinne aus Anlagenabgängen und Entkonsolidierungen (TEUR 605) in 2014 entfielen.

Der Materialaufwand ist von TEUR 11.007 in 2014 auf TEUR 11.799 in 2015 gestiegen. Neben höheren auflagenbedingten Papier- und Druckkosten für das GG-Magazin haben die Vermarktungsaktivitäten des konzernfremden Magazins zu der Kostenerhöhung beigetragen. Kostenmindernd wirkt sich die Veräußerung des E&V Hauses aus.

Die Erhöhung des Personalaufwands von TEUR 15.714 im Vorjahr auf TEUR 18.293 in 2015 resultiert aus der Expansion des US-Geschäfts und dem Mitarbeiteraufbau in Service- und Overhead-Funktionen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen von TEUR 13.490 in 2014 auf TEUR 17.530 in 2015. Darin enthalten ist die Erhöhung der Beratungskosten (TEUR 1.794) unter anderem aufgrund eines erhöhten Beratungsbedarfs bei Digitalprojekten und im Zusammenhang mit den in 2015 durchgeführten Kapitalmaßnahmen sowie steigende Marketingaufwendungen (TEUR 593) u. a. für die Expansion des USA-Geschäfts.

Aufgrund der Erhöhung des Darlehens an die EV MMC Lux S.à r.l. stiegen die Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens auf TEUR 1.680 (Vorjahr: TEUR 506). Die Zinsaufwendungen stiegen aufgrund einer Erhöhung der erhaltenen Darlehen auf TEUR 1.980 (Vorjahr: TEUR 1.247).

Insgesamt verbesserte sich das Jahresergebnis in 2015 auf TEUR 3.624 (Vorjahr: TEUR 2.855).

Vermögens- und Finanzlage

Das Anlagevermögen stieg von TEUR 10.840 im Vorjahr auf TEUR 29.937 in 2015. Der Anstieg resultiert zum einen auf Investitionen (ohne Finanzanlagen) i. H. v. TEUR 2.141 nach TEUR 1.415 im Vorjahr. Zum anderen nahmen die sonstigen Ausleihungen aufgrund der Erhöhung des Darlehens an die EV MMC Lux S.à r.l. auf TEUR 25.353 (Vorjahr: TEUR 7.270) zu.

Vorräte, Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände nahmen von TEUR 11.313 auf TEUR 12.912 zu. Der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 2.072 auf TEUR 10.853 resultiert insbesondere aus einer Steigerung der Forderungen gegenüber der EV MMC Lux S.à r.l. sowie deren Tochtergesellschaften und Beteiligungen (TEUR 1.569).

Das Eigenkapital wurde durch den Beteiligungsvertrag mit der AF Beteiligung Acht Alpha GmbH im Geschäftsjahr weiter gestärkt. Nach TEUR 7.771 im Vorjahr betrug das buchmäßige Eigenkapital in 2015 TEUR 23.214. Die Rückstellungen stiegen um TEUR 851 auf TEUR 4.491. Die Verbindlichkeiten nahmen im Jahresverlauf um TEUR 11.117 auf TEUR 26.713 zu. Der veränderte Kreditvertrag mit der BHF-Bank führt zu der Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Der Anstieg der sonstigen Verbindlichkeiten resultierte aus dem Darlehen der AF Beteiligung Acht Alpha GmbH.

Hinsichtlich der außerbilanziellen Verpflichtungen gab es keine wesentlichen Veränderungen.

Zum Bilanzstichtag verfügte die Gruppe über zugesicherte, aber nicht ausgenutzte Kreditlinien von TEUR 851.

Die liquiden Mittel des Engel & Völkers Konzerns per 31. Dezember 2015 betrugen TEUR 10.548 (Vorjahr: TEUR 5.546). Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit belief sich in 2015 auf TEUR 5.057 (Vorjahr: TEUR 2.201). Insbesondere die Erhöhung des Darlehens an die EV MMC Lux S.à r.l. führt zu einer Erhöhung des negativen Cashflows aus Investitionstätigkeit auf TEUR -18.993 (Vorjahr: TEUR -4.948). Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beträgt aufgrund der durchgeführten Kapitalmaßnahmen TEUR 18.904 (Vorjahr: TEUR 5.387). Der Konzern war im gesamten Verlauf des Geschäftsjahres stets in der Lage seinen Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Zusammenfassend kann der Engel & Völkers Konzern auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurückschauen.

2.4. Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Drei wichtige Kennzahlen für die interne Unternehmenssteuerung des Engel & Völkers Konzerns sind die laufenden Lizenzgebühren, die Anzahl der Agents (Immobilienberater) und das erwirtschaftete EBITDA.

Die laufenden und einmaligen Lizenzgebühren im Konzern stiegen von TEUR 24.803 im Vorjahr um 30% auf TEUR 32.183 in 2015. Die Anzahl der Agents konnte weltweit von 3.889 auf 4.961 (+28%) ebenfalls gesteigert werden. Das EBITDA im Konzern lag bei TEUR 8.002 und somit 28% über dem Vorjahreswert von TEUR 6.230 in 2014. Alle Kennzahlen sind zufriedenstellend.

3. Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag ist über keine wesentlichen Vorkommnisse zu berichten.

4. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

4.1. Prognosebericht

Für 2016 sieht die Planung eine Steigerung der laufenden Lizenzeinnahmen von TEUR 32.183 in 2015 auf TEUR 34.048 in 2016 vor. Der Gesamtumsatz steigt gemäß Planung von TEUR 53.993 auf TEUR 62.177 (+15%). Neben den laufenden Lizenzeinnahmen aus dem Franchisebereich sind darin die steigenden Lizenzeinnahmen aus den MMCs sowie eine Steigerung der Umsätze der Servicebereiche mit den MMCs berücksichtigt.

Lizenzgeschäft EMEA

Die Anzahl der vergebenen Lizenzen soll in 2016 um 40 auf 665 steigen. Das größte Wachstum wird in Spanien und Italien erwartet. Für die Anzahl der Agents wird eine Steigerung um 10% erwartet. Der Nettocourtageumsatz (d. h. der Markenumsatz abzüglich der Subcourtagen), der durch Engel & Völkers-Lizenzpartner erzielt wird, soll auf EUR 315 Mio. steigen. Für 2016 wird für das Lizenzgeschäft EMEA ein Umsatzwachstum von 16% auf EUR 35 Mio. erwartet.

Lizenzgeschäft Nordamerika

Für 2016 ist ein weiterer Ausbau der Aktivitäten vorgesehen. Die Anzahl der Agents soll um 41% gesteigert werden. Der Umsatz wird gemäß Planung von EUR 3,1 Mio. auf EUR 6,6 Mio. zunehmen. Bereinigt um Währungseffekte entspricht dies einer Steigerung um 99%.

Services

Die einzelnen Servicebereiche IT, Akademie und Grund Genug gehen insbesondere aufgrund der zunehmenden Services für die MMCs von steigenden Umsätzen in 2016 aus. Das operative Umsatzwachstum wird von Sondereffekten überlagert, so dass sich insgesamt ein leicht rückläufiger Umsatz (-4%) ergibt. Weiterhin ist für 2016 ein weiterer Ausbau der Digitalaktivitäten vorgesehen, der zu zunehmenden Aufwendungen und insgesamt zu einem leicht rückläufigen Ergebnisbeitrag des Bereiches Services führt.

In Summe geht der Vorstand für 2016 von einem deutlich verbesserten Konzernergebnis aus.

4.2. Risikobericht

Allgemeiner Risikobericht

Sollte sich die Konjunktur abschwächen oder das allgemeine Zinsniveau ansteigen, kann dies zu einem geringeren Volumen an Immobilientransaktionen führen und somit die Courtageerlöse der Lizenznehmer und die Lizenzgebühren der Gesellschaft negativ beeinflussen. Einen negativen Effekt könnte auch eine Verschlechterung der Finanzierungsfähigkeit von Immobilienkäufern oder von potentiellen Lizenzpartnerkandidaten von Engel & Völkers beim Erwerb einer Engel & Völkers-Lizenz haben.

Dem Wettbewerb mit anderen Immobilienvermittlern begegnet Engel & Völkers weiterhin mit Investitionen in die Qualität des Engel & Völkers Systems und der Engel & Völkers Marke. Schwerpunkte sind hier die Bereiche Digital und Aus- und Weiterbildung.

Spezieller Risikobericht

Aus heutiger Kenntnis sind keine quantifizierbaren Risiken bekannt, für die nicht entsprechend Vorsorge getragen worden ist.

Es bestehen derzeit keine wesentlichen Liquiditäts- oder sonstigen Ausfallrisiken.

Die Engel & Völkers AG finanziert seit 2013 die EV MMC Lux S.à r.l. und den unter dieser Gesellschaft stattfindenden Aufbau von MMCs. Die einzelnen MMCs sind Tochtergesellschaften der EV MMC Lux S.à r.l. und direkte oder indirekte Lizenznehmer der Engel & Völkers Residential GmbH. Die Darlehensvaluta betrug per 31. Dezember 2015 TEUR 24.907. Der Betrag wird gemäß Budgetplanung bis Ende 2016 weiter ansteigen. Die Rückzahlung des Darlehens wird gemäß des Business Plans der EV MMC Lux S.à r.l. langfristig erfolgen. Die Werthaltigkeit der Darlehen, die die Engel & Völkers AG an die EV MMC Lux S.à r.l. vergibt und vergeben wird, hängt im Wesentlichen von dem zukünftigen wirtschaftlichen Erfolg der existierenden und im Aufbau befindlichen MMCs ab. Aufgrund der positiven Entwicklung der bestehenden MMCs sieht die Engel & Völkers AG per heute keine die Werthaltigkeit der Darlehen betreffenden besonderen Risiken. Aufgrund der Höhe der derzeitigen und zukünftigen Darlehenssumme wird die Engel & Völkers AG dieses Risiko im Rahmen des kontinuierlichen Risikomanagements regelmäßig bewerten.

Nennenswerte Risiken für die Liquidität des Konzerns aus den genannten Verpflichtungen sind derzeit nicht zu erkennen.

Die Bewertung der Forderungen von Tochtergesellschaften gegenüber Kunden, d. h. im Wesentlichen gegenüber Lizenzpartnern, ist angemessen. In einigen Regionen (Südafrika, Portugal, Belgien) rechnet die Gesellschaft weiterhin mit einer anhaltend schlechten Zahlungsfähigkeit und somit verzögerten Zahlungen an Engel & Völkers und ggf. dem Ausfall von Positionen. Diese Entwicklung wurde im Budgetplan 2016 ausreichend berücksichtigt. Das Risikomanagementsystem der Gesellschaft beinhaltet des Weiteren eine regelmäßige Einschätzung der Forderungen gegenüber jedem einzelnen Partner. Etwaige Verschlechterungen der Bonität eines Partners spiegeln sich in der bilanziellen Beurteilung der Forderungen wider.

Preisänderungsrisiken sind derzeit nicht zu erwarten. Die bekannten Gebühren für Lizenzen und Dienstleistungen werden weiterhin konsequent durchgesetzt. Wechselkursrisiken sind zu vernachlässigen, da weitestgehend in Euro fakturiert wird. Wechselkursrisiken im Zusammenhang mit der Finanzierung des Ausbaus der Geschäftsaktivitäten in den USA werden in einem wirtschaftlich sinnvollen Rahmen abgesichert.

Aus den Vertragsbeziehungen mit Lizenznehmern können Risiken aus Rechtsstreitigkeiten entstehen. Möglichen Risiken werden durch entsprechende Rückstellungen abgesichert. Eine Überprüfung der Angemessenheit der Risikovorsorge erfolgt jährlich im Rahmen der Jahresabschlusserstellung.

Verbindlichkeiten des Engel & Völkers Konzerns bestehen per 31. Dezember 2015 insbesondere aus Darlehen (TEUR 21.789) sowie aus Lieferungen und Leistungen von Dritten (TEUR 2.853). Darüber hinaus bestehen für den Rückkauf der Masterlizenz Belgien/Luxemburg bis 2021 finanzielle Verpflichtungen i. H. v. insgesamt TEUR 3.800 und für den Rückkauf der Masterlizenz Frankreich bis 2033 finanzielle Verpflichtungen i. H. v. insgesamt TEUR 1.440.

Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen und Verbindlichkeiten.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik.

Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermittelt.

Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement.

Gesamtaussage

Risiken der künftigen Entwicklung sehen wir weiterhin in einem schwierigen konjunkturellen Umfeld. Des Weiteren könnten Risiken entstehen, wenn sich die Investitionen in die Expansion in das Lizenzgeschäft (insb. Nordamerika) und der Erfolg der MMCs nicht gemäß Business Plan entwickeln sollten. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar.

4.3. Chancenbericht

Wesentliche Chancen für die Engel & Völkers AG und ihre Tochtergesellschaften ergeben sich aus dem weiteren kontinuierlichen Wachstum des Lizenzsystems. Das Wachstum erfolgt hierbei wie auch in den Vorjahren zum einen durch die Akquisition neuer Lizenzpartner, zum anderen durch die Ausweitung des Geschäfts bestehender Partner. Darüber hinaus partizipiert die Engel & Völkers AG durch steigende Lizenzeinnahmen und Servicegebühren am Wachstum der MMCs.

Während für den Bereich Residential in Deutschland von einem moderaten Wachstum ausgegangen wird, hat die Gesellschaft weiterhin sehr großes Wachstumspotential im Bereich Residential International. Dabei steht weiterhin das Wachstum in den europäischen Kernmärkten Spanien, Italien und Belgien sowie den USA strategisch im Vordergrund.

Das Konzept der MMCs soll nach dem erfolgreichen Start in Barcelona, Madrid, Valencia, Rom, Dubai sowie New York und dem derzeit in der Eröffnungsphase befindlichen MMC in Paris erweitert werden. Hierdurch ergeben sich Wachstumspotentiale für Engel & Völkers in Form von Lizenzgebühren und weiteren Umsätzen für den Bereich Services.

Es sind keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik geplant.

 

Hamburg, 15. Februar 2016

Christian Völkers

Sven Odia

Thilo von Trotha

Kai Enders

Christian Evers

Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt

Wir, die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, haben unsere Prüfung der vorliegenden Konzernrechnungslegung im Auftrag der Gesellschaft vorgenommen. Neben der gesetzlichen Funktion der Offenlegung (§ 325 HGB) in den Fällen gesetzlicher Abschlussprüfungen richtet sich der Bestätigungsvermerk ausschließlich an die Gesellschaft und wurde zu deren interner Verwendung erteilt, ohne dass er weiteren Zwecken Dritter oder diesen als Entscheidungsgrundlage dienen soll. Das in dem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis von freiwilligen Abschlussprüfungen ist somit nicht dazu bestimmt, Grundlage von Entscheidungen Dritter zu sein, und nicht für andere als bestimmungsgemäße Zwecke zu verwenden.

Unserer Tätigkeit liegt unser Auftragsbestätigungsschreiben zur Prüfung der vorliegenden Konzernrechnungslegung einschließlich der „Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften“ in der vom Institut der Wirtschaftsprüfer herausgegebenen Fassung vom 1. Januar 2002 zugrunde.

Klarstellend weisen wir darauf hin, dass wir Dritten gegenüber keine Verantwortung, Haftung oder anderweitige Pflichten übernehmen, es sei denn, dass wir mit dem Dritten eine anders lautende schriftliche Vereinbarung geschlossen hätten oder ein solcher Haftungsausschluss unwirksam wäre.

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir keine Aktualisierung des Bestätigungsvermerks hinsichtlich nach seiner Erteilung eintretender Ereignisse oder Umstände vornehmen, sofern hierzu keine rechtliche Verpflichtung besteht.

Wer auch immer das in vorstehendem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis unserer Tätigkeit zur Kenntnis nimmt, hat eigenverantwortlich zu entscheiden, ob und in welcher Form er dieses Ergebnis für seine Zwecke nützlich und tauglich erachtet und durch eigene Untersuchungshandlungen erweitert, verifiziert oder aktualisiert.

Beglaubigte Abschrift

Nr. 856 der Urkundenrolle für 2016

Freie und Hansestadt Hamburg

Der Hamburgische Notar

Dr. Martin Mulert

mit Amtsräumen am Gänsemarkt 50,20354 Hamburg

hatte sich am

21. (einundzwanzigsten) April 2016 (zweitausendsechzehn)

auf Ersuchen des Vorstands der

Engel & Völkers AG,

mit Sitz in Hamburg

(Amtsgericht Hamburg, HRB 89284)

in die Geschäftsräume der Engel & Völkers AG, Stadthausbrücke 5,20355 Hamburg

befunden, um die folgende notarielle Niederschrift über die dort stattfindende

außerordentliche Hauptversammlung

dieser Gesellschaft aufzunehmen.

I. Eröffnung

1. Es waren abwesend:

a) vom Aufsichtsrat der Gesellschaft:

Dr. Walter Kuna

Herr Thomas Völkers

Dr. Thomas Bühler

b) vom Vorstand der Gesellschaft:

Herr Christian Völkers

Herr Sven Odia

Herr Kai Enders

Herr Christian Evers

Herr Thilo von Trotha

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