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Energie Sharing

isidix (CC0), Pixabay
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Energie Sharing (Energiegemeinschaften oder gemeinschaftliche Energienutzung) bedeutet, dass mehrere Personen, Haushalte oder Unternehmen lokal erzeugten Strom – meist aus Solar- oder Windanlagen – untereinander teilen, anstatt ihn ausschließlich selbst zu verbrauchen oder ins öffentliche Netz einzuspeisen.

Wie funktioniert Energie Sharing?

  1. Strom wird lokal erzeugt
    • Zum Beispiel produziert eine Photovoltaikanlage auf dem Dach eines Mehrfamilienhauses oder einer Nachbarschaft Strom.
  2. Erzeugung und Verbrauch werden gemessen
    • Intelligente Stromzähler (Smart Meter) erfassen, wie viel Strom erzeugt und von den einzelnen Teilnehmern verbraucht wird.
  3. Virtuelle Verteilung
    • Der Strom fließt physikalisch weiterhin über das öffentliche Netz.
    • Rechnerisch wird jedoch festgelegt, welcher Teilnehmer welchen Anteil des erzeugten Stroms erhält.
  4. Abrechnung
    • Die Teilnehmer zahlen für den geteilten Strom meist weniger als für normalen Netzstrom.
    • Überschüsse können ins Netz eingespeist und vergütet werden.

Beispiel

Eine Solaranlage auf einem Wohnblock erzeugt mittags 100 kWh Strom.

  • Wohnung A verbraucht 20 kWh
  • Wohnung B verbraucht 15 kWh
  • Wohnung C verbraucht 10 kWh

Diese 45 kWh werden den Bewohnern als gemeinschaftlich genutzter Solarstrom angerechnet. Die übrigen 55 kWh können gespeichert oder ins Netz eingespeist werden.

Vorteile

✅ Günstigere Stromkosten
✅ Höherer Eigenverbrauch von Solarstrom
✅ Mehr lokale Wertschöpfung
✅ Entlastung der Stromnetze
✅ Förderung der Energiewende

Energie Sharing in Deutschland

Die Idee stammt unter anderem aus den Vorgaben der Europäische Union, die sogenannte „Renewable Energy Communities“ ermöglichen sollen. Deutschland arbeitet an der Umsetzung entsprechender Regelungen. In den letzten Jahren wurden rechtliche Grundlagen für gemeinschaftliche Gebäudeversorgung und Energiegemeinschaften schrittweise erweitert, sodass Energie Sharing künftig deutlich einfacher werden soll.

Unterschied zu einer normalen Solaranlage

Normale Solaranlage Energie Sharing
Strom wird vom Eigentümer selbst genutzt Strom wird von mehreren Teilnehmern genutzt
Ein Betreiber Gemeinschaft oder mehrere Nutzer
Eigenverbrauch im eigenen Haushalt Verteilung auf Nachbarn, Mieter oder Mitglieder einer Energiegemeinschaft

Kurz gesagt: Energie Sharing ermöglicht es, lokal erzeugten erneuerbaren Strom gemeinschaftlich zu nutzen und die Vorteile einer eigenen Solaranlage auch Menschen zugänglich zu machen, die selbst keine Anlage besitzen.

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