Drittes Spiel, dritte Niederlage – und diesmal gab es von der Schweiz gleich die Komplettbehandlung. Deutschlands Eishockey-Nationalmannschaft wurde beim 1:6 in Zürich regelrecht auseinandergebaut. Man könnte sagen:
Die Schweiz spielte Eishockey – Deutschland war eher als freundlicher Sparringspartner angereist.
Das erste Drittel machte noch Hoffnung
Dabei begann alles noch erstaunlich ordentlich. Nach dem ersten Drittel dachte man kurz:
„Vielleicht geht heute ja wirklich was.“
Ein klassischer Fehler.
Denn danach verwandelte sich das deutsche Team ungefähr so stabil wie ein Ikea-Regal ohne Schrauben.
Schweizer Effizienz trifft deutsche Verwirrung
Die Schweiz nutzte praktisch jeden deutschen Fehler gnadenlos aus. Besonders bitter:
Deutschland kassierte sogar ein Gegentor in eigener Überzahl.
Das muss man erstmal schaffen.
Powerplay rückwärts.
Während die Schweizer kombinierten wie eine NHL-Allstar-Auswahl auf Espresso, wirkte das deutsche Team zeitweise so, als hätten sich die Spieler erst kurz vor dem Bully kennengelernt.
Das zweite Drittel: Ein mittelschweres Trauma
Dann kam das Mitteldrittel.
Oder wie deutsche Fans es vermutlich nennen:
„Die 20 Minuten, über die wir besser nicht mehr sprechen.“
Innerhalb kürzester Zeit klingelte es im deutschen Tor wie bei einer Hotline während des Black Friday.
Andrighetto.
Bertschy.
Hischier.
Josi.
Die Schweizer hatten irgendwann offenbar Mitleid und hörten nur deshalb auf, weil das Stadionpersonal langsam Feierabend machen wollte.
Zwei Tore in drei Spielen – offensiv eher überschaubar
Besonders alarmierend:
Deutschland hat nach drei WM-Spielen ganze zwei Tore erzielt.
ZWEI.
Andere Nationen schaffen das manchmal in einer Powerplay-Sequenz.
Viertelfinale? Nur noch mit sehr viel Fantasie
Jetzt braucht Deutschland praktisch ein kleines Eishockey-Wunder:
Ein Sieg gegen die USA muss her — und danach bitte möglichst alles gewinnen.
Das klingt aktuell ungefähr so realistisch wie ein deutscher Sieg beim nächsten Käsefondue-Wettbewerb in Zürich.
Die Schweiz dagegen spielt sich in WM-Rausch
Die Schweizer Fans feiern dagegen völlig zurecht. Das Team wirkt schnell, technisch stark und brutal effizient. Mit NHL-Stars im Kader spielen die Gastgeber derzeit wie ein ernsthafter Titelkandidat.
Und Deutschland?
Diskutiert vermutlich schon jetzt darüber, ob man für die Heim-WM 2027 lieber noch schnell irgendwo ein paar zusätzliche NHL-Spieler findet.
Fazit
Das 1:6 war keine normale Niederlage mehr.
Das war eine sportliche Alpenüberquerung ohne Sauerstoffgerät.
Oder anders gesagt:
Die Schweiz zeigte Weltklasse-Eishockey —
Deutschland hauptsächlich, wie lang sich 60 Minuten anfühlen können.
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