Die MABEWO AG aus der Schweiz ist für uns seit Jahren ein Unternehmen, das viele Fragen aufwirft – und bis heute nur wenige überzeugende Antworten liefert.
Wir kennen das Unternehmen inzwischen seit rund sieben Jahren. Und ja:
Ganz am Anfang fanden wir die Idee, die hinter den Konzepten von Jörg Trübl und Michael Josten stand, durchaus spannend. Sie passte in die damalige Zeit, griff gesellschaftliche Trends auf und bediente genau jene Themen, die Anleger wie Beobachter gleichermaßen interessierten: Nachhaltigkeit, neue Anbaumodelle, innovative Landwirtschaft, Zukunftstechnologien und ökologische Wirtschaftskonzepte.
Auf dem Papier klang das alles modern, plausibel und attraktiv.
Doch je länger wir uns mit dem Unternehmen beschäftigt haben – und je intensiver wir die Entwicklung verfolgt haben –, desto stärker verfestigte sich bei uns ein Eindruck, den wir in unserer Berichterstattung bereits mehrfach beschrieben haben:
Bei der MABEWO AG stand aus unserer Sicht irgendwann nicht mehr der sichtbare wirtschaftliche Erfolg im Vordergrund, sondern vor allem die permanente Suche nach neuen Finanzierungsansätzen, Beteiligungsmodellen und Vehikeln.
Viel Konzept, viel Struktur – aber wo ist der belastbare Erfolg?
Genau das ist aus unserer Sicht der entscheidende Punkt.
Ein Unternehmen kann innovative Ideen haben.
Ein Unternehmen kann visionär auftreten.
Ein Unternehmen kann neue Märkte besetzen wollen.
Ein Unternehmen kann mit großen Begriffen wie Nachhaltigkeit, Technologie und Zukunftsfähigkeit arbeiten.
Aber irgendwann muss sich all das auch in nachvollziehbaren, überprüfbaren und wirtschaftlich belastbaren Ergebnissen zeigen.
Und genau hier sehen wir bei der MABEWO AG seit Jahren ein Problem.
Denn unser Eindruck ist:
Es wurden immer wieder neue Konstruktionen, neue Ansätze, neue Beteiligungsmodelle und neue Erzählungen präsentiert – aber ein wirklich sichtbarer, dauerhafter und überzeugender wirtschaftlicher Durchbruch, der Anlegern Vertrauen geben könnte, ist aus unserer Sicht bis heute nicht erkennbar.
Das heißt nicht automatisch, dass jedes Projekt gescheitert ist.
Aber es heißt sehr wohl: Die Außendarstellung und die tatsächliche wirtschaftliche Überzeugungskraft klaffen aus unserer Sicht deutlich auseinander.
Wenn das Vehikel wichtiger wirkt als das Ergebnis
Besonders kritisch wird es immer dann, wenn bei einem Unternehmen über Jahre hinweg der Eindruck entsteht, dass sich die Aufmerksamkeit stärker auf:
- neue Gesellschaftsmodelle,
- neue Beteiligungsformen,
- neue Kapitalansätze,
- neue Narrative
richtet – als auf harte Fakten wie:
- belastbare Umsätze,
- nachhaltige Gewinne,
- nachvollziehbare operative Erfolge,
- transparente Projektumsetzungen,
- und einen klar sichtbaren Mehrwert für Investoren.
Genau dieser Eindruck hat sich bei uns über die Jahre bei der MABEWO AG verfestigt.
Und das ist ein Warnsignal.
Denn Anleger investieren nicht in Visionen allein.
Anleger investieren idealerweise in Unternehmen, bei denen sich ein Konzept irgendwann auch wirtschaftlich materialisiert.
Wenn stattdessen immer neue Strukturen und Erzählungen im Vordergrund stehen, ohne dass ein substanzieller Erfolg für Außenstehende klar erkennbar wird, dann wächst zwangsläufig die Skepsis.
Unsere Berichterstattung war nie grundlos kritisch
Wir haben die Entwicklung der MABEWO AG nicht erst seit gestern kritisch begleitet.
Unsere Zweifel sind nicht spontan entstanden und auch nicht aus persönlicher Abneigung.
Im Gegenteil:
Gerade weil wir die ursprüngliche Idee durchaus nachvollziehbar fanden, haben wir das Unternehmen über Jahre hinweg aufmerksam beobachtet.
Doch je länger diese Beobachtung andauerte, desto deutlicher wurde für uns:
Es fehlt aus unserer Sicht an dem, was am Ende zählt – an einem sichtbaren, belastbaren wirtschaftlichen Ergebnis.
Natürlich kann man immer argumentieren, dass innovative Geschäftsmodelle Zeit brauchen.
Natürlich kann man auf Aufbauphasen, Marktentwicklungen oder strategische Neuausrichtungen verweisen.
Aber nach sieben Jahren Beobachtung darf man aus unserer Sicht auch die einfache Frage stellen:
Wo ist der Erfolg, der all das rechtfertigt?
Anleger sollten sehr genau hinschauen
Gerade für Anleger ist deshalb Vorsicht geboten.
Wer in ein Unternehmen investiert, das seit Jahren mit großen Ideen, wechselnden Konstruktionen und ambitionierten Versprechen auftritt, sollte sich nicht von Schlagworten beeindrucken lassen, sondern nüchtern prüfen:
- Wo sind die belastbaren Geschäftszahlen?
- Wo sind die operativen Nachweise?
- Welche Projekte wurden tatsächlich erfolgreich umgesetzt?
- Welche Erträge wurden nachhaltig erwirtschaftet?
- Und vor allem: Was bleibt am Ende für den Investor wirklich übrig?
Wenn auf diese Fragen keine klaren und überzeugenden Antworten erkennbar sind, sollte man sehr zurückhaltend sein.
Unser Fazit: Für uns ist MABEWO ein Fass ohne Boden
So hart es klingt:
Nach allem, was wir in den vergangenen Jahren beobachtet haben, bleibt für uns bei der MABEWO AG vor allem ein Eindruck zurück:
Dieses Unternehmen wirkt auf uns wie ein Fass ohne Boden.
Nicht, weil die Ursprungsidee völlig abwegig gewesen wäre.
Nicht, weil man nachhaltige Konzepte grundsätzlich ablehnen müsste.
Sondern weil aus unserer Sicht über Jahre hinweg zu viele Konstruktionen, zu viele neue Vehikel und zu wenig greifbarer, nachvollziehbarer Erfolg zu sehen waren.
Deshalb ist unsere Haltung klar:
Von einem Investment in die MABEWO AG können wir nach heutigem Stand nur abraten.
Wer sein Geld anlegen will, sollte dies aus unserer Sicht dort tun, wo nicht nur Geschichten erzählt, sondern auch Ergebnisse geliefert werden.
Und genau daran fehlt es bei MABEWO aus unserer Sicht bis heute.
Für uns bleibt die MABEWO AG deshalb vor allem eines: ein Fass ohne Boden.
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