Die Krise in der britischen Labour-Regierung spitzt sich weiter zu: Gesundheitsminister Wes Streeting hat aus Protest gegen Premierminister Keir Starmer seinen Rücktritt erklärt. Der 43-Jährige veröffentlichte seine Entscheidung auf der Plattform X und verschärfte damit den Druck auf den angeschlagenen Regierungschef erheblich.
In London wird nun offen darüber spekuliert, dass Streeting in Kürze selbst nach dem Labour-Parteivorsitz greifen könnte. Innerhalb der Partei gilt er seit längerem als einer der aussichtsreichsten Herausforderer Starmers.
Auslöser der schweren Regierungskrise waren die desaströsen Ergebnisse der jüngsten Regionalwahlen, bei denen Labour massive Verluste hinnehmen musste. Seitdem wächst in der Partei die Unruhe. Zahlreiche Abgeordnete und Parteimitglieder zweifeln zunehmend an Starmers Führungsfähigkeit.
Der Premierminister selbst weist bislang sämtliche Rücktrittsforderungen zurück und versucht, seine Regierung zusammenzuhalten. Doch mit dem Abgang Streetings verliert Starmer einen der prominentesten Minister seines Kabinetts.
Trotz der politischen Turbulenzen eröffnete König Charles III. am Mittwoch traditionell das neue Sitzungsjahr des britischen Parlaments und verlas die geplanten Gesetzesvorhaben der Regierung. Allerdings ist inzwischen völlig offen, wer diese politischen Projekte in den kommenden Monaten überhaupt noch umsetzen soll.
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