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Die Krux mit den BEVO Objektgesellschaften der DEGAG

Makalu (CC0), Pixabay
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Am Freitag der vorigen Woche haben wir diverse Insolvenzverfahren zu den DEGAG-Objektgesellschaften mit dem Namen BEVO vermeldet, und natürlich reagieren die Mitglieder unserer IG auf solche Meldungen. Jetzt gibt es doch endlich Masse, die man verwerten kann, und, und, und.

Nun, zunächst einmal müssen die Immobilien verwaltet werden – alleine das kostet sicherlich schon 40 Euro im Monat je Wohnung, ohne irgendwelche Instandhaltungsarbeiten, die sicherlich auch erforderlich sind, denn wie wir wissen, wurde ja in den letzten Jahren so gut wie kein Geld in die Immobilien investiert.

Einig sein dürften wir uns dann natürlich auch darüber, dass keine Hausverwaltung, der man die Verwaltung der Immobilien anbietet, hier auf Rechnung – heißt: in finanzielle Vorleistung – gehen wird, sondern hier Vorkasse verlangen wird. Als Unternehmer würde ich das in solch einem Fall sicherlich auch tun.

Rechnet man da einmal zusammen, was da an Kapital erforderlich ist, dann kommen wir auf einen Kapitalbedarf von über 2 Millionen Euro für ein Jahr. Natürlich stehen dem auch Mieteinnahmen entgegen, aber wie hoch diese sind, weiß im Moment noch keiner. Aber der uns bekannte Leerstand mancher Objekte und der Zustand der Objekte lässt da nichts Gutes erwarten.

Auch das ist wieder eine Situation für den Insolvenzverwalter Eckert aus Hannover, die er erstmal lösen muss. Und ob er im Moment über dieses Verfahren noch glücklich ist, darf man sicherlich getrost bezweifeln.

Was Eckert braucht, ist ein sogenannter Massekredit einer Bank, um wichtigste Rechnungen bezahlen zu können bzw. in Vorkasse gehen zu können. Die Idee, dass Eckert aber als Immobilienverwalter und Entwickler auftritt, die dürfte abwegig sein.

Er wird versuchen, so schnell wie möglich einen Käufer zu finden, wobei er die Immobilien sicherlich ausschreiben wird zum Verkauf, um den besten Preis zu bekommen. Bei dem ganzen Theater rund um die Vergabe des Insolvenzverfahrens wird er sicherlich keinen freihändigen Verkauf wählen, dem man dann wieder ein „Geschmäckle“ zuschreiben könnte.

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