Eine neue Variante des Deutschlandtickets könnte gelegentlichen Fahrgästen den Zugang zu Bus und Bahn erleichtern. Bundesverkehrsminister Steffen Bilger hat sich am Samstag offen für ein Modell gezeigt, bei dem Fahrten per Smartphone erfasst und automatisch zum günstigsten Tarif abgerechnet werden. Die monatliche Belastung soll höchstens dem Preis des Deutschlandtickets entsprechen.
Beschlossen ist ein bundesweites Angebot bislang nicht. Finanzierung und Umsetzung bleiben offen. Wirtschaftlich wäre ein solches Modell dennoch interessant: Wer öffentliche Verkehrsmittel nur einige Male im Monat nutzt, müsste sich weniger mit unterschiedlichen Tarifen beschäftigen.
Eine am Samstag veröffentlichte Berichterstattung lenkt zugleich den Blick auf Schwierigkeiten nach der Elternzeit. Betroffene schildern Probleme beim Wiedereinstieg, insbesondere bei der Vereinbarung von Teilzeit und betrieblichen Arbeitszeiten. Fachleute verlangen besseren Schutz.
Darin liegt auch eine wirtschaftspolitische Aufgabe. Wenn Unternehmen Arbeitskräfte suchen, sollten vorhandene Beschäftigte nach einer Familienphase verlässlich zurückkehren können. Gute Vereinbarkeit entscheidet mit darüber, ob berufliche Erfahrung erhalten bleibt und Familien ihr Einkommen wieder stabilisieren können
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