Versprochen war die große Entlastung – geliefert wurde der große Aufschlag. Der Benzinpreis in den USA hat sich nämlich gedacht: „Halbieren? Klingt nett. Ich probiere mal das Gegenteil.“
Aktuell zahlen Amerikaner im Schnitt 4,18 Dollar pro Gallone – so teuer wie seit Beginn des Ukraine-Krieges nicht mehr. Zum Vergleich: Als der Iran-Konflikt Ende Februar startete, lag der Preis noch bei gemütlichen 2,98 Dollar. Ein Plus von rund 40 Prozent in kurzer Zeit. Läuft.
Die Ursache? Unter anderem die Blockade der Straße von Hormus. Wenn dort weniger Öl durchkommt, wird’s weltweit teurer – egal ob in New York oder Niederösterreich. Globalisierung kann eben auch weh tun.
Besonders pikant: Präsident Donald Trump hatte im Wahlkampf angekündigt, die Energiepreise zu halbieren. Nun ja – mathematisch scheint man sich im Weißen Haus eher an alternativen Rechenmethoden zu orientieren.
Statt „halb so teuer“ heißt es jetzt offenbar: „fast doppelt so schmerzhaft“. Und das ausgerechnet ein halbes Jahr vor wichtigen Zwischenwahlen. Timing ist eben alles.
Man könnte sagen: Der Markt hat geliefert – nur eben nicht das, was versprochen wurde.
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