Der Entwicklung des Immobilienmarktes in der Region Rhein-Neckar

Wer sich mit dem Immobilienmarkt Rhein Neckar beschäftigt, der wird schnell zahlreiche Unterschiede feststellen können. Grundsätzlich muss man wissen, wenn man von Rhein-Neckar redet, dass damit die Metropolregion Rhein-Neckar mit Städten und Gemeinden aus den Bundesländern Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen gemeint ist. Das Herzstück dieser Region bilden die drei Großstädte wie die Quadratstadt Mannheim, die Universitätsstadt Heidelberg und die Industriestadt Ludwigshafen.

Wirtschaftlich stark
Die Region gehört zu den wirtschaftlich stärksten Regionen in Deutschland und beinhaltet zahlreiche Großfirmen wie BASF, Freudenberg, SAP oder MLP. Natürlich hat die Region aber noch mehr zu bieten, so mehrere Universitäten und Hochschulen sowie ein umfangreiches kulturelles Leben. Diese wirtschaftliche Stärke und einer geringen Arbeitslosenquote von gerade mal fünf Prozent macht die Region Rhein-Neckar nicht nur für das Arbeiten beliebt, sondern auch für das Wohnen. Grundsätzlich muss man wissen, wenn man sich für den Immobilienmarkt in der Rhein-Neckar Region interessiert, dass dieser sehr unterschiedlich ausfällt. Das gilt nicht nur beim Kauf von einer Immobilie, sondern auch bei der Vermietung. So gibt es in der Rhein-Neckar-Region nicht nur Großstädte und größere Städte und Gemeinden, sondern auch ländliche Regionen.
 

Preisentwicklung beim Immobilienkauf

Geht es um den Kauf einer Immobilie, so muss man in Mannheim mit einem Quadratmeterpreis je nach Stadtteil und Lage zwischen 1790 und 2995 Euro rechnen. Generell bewegen sich die Quadratmeterpreise in der Region zwischen 1960 und 2975 Euro. Wobei man gerade in den ländlichen Regionen, so zum Beispiel in Richtung Eberbach, auch noch günstigere Preise beim Kauf von einer Immobilie erzielen kann. Wer sich daher für den Kauf von Wohnraum interessiert und nicht direkt in einer Großstadt wie Ludwigshafen leben möchte, der kann so günstig eine Immobilie erwerben. Gerade da man hier häufig auch noch ältere Wohnhäuser erwerben kann. Diese sind zwar bei der Ausstattung und auch bei der Größe mit Abstrichen im Vergleich zu einem Neubau verbunden, dafür aber halt günstig. Selbst aber Neubauten sind in diesen Bereichen häufig beim Preis billiger.

Mit diesen Preisen muss man beim Kauf rechnen
Natürlich werden sich jetzt viele Fragen, ob diese Preise pro Quadratmeter beim Kauf einer Immobilie sehr teuer oder günstig sind. Hier lohnt sich ein Blick in andere Regionen von Baden-Württemberg, so zum Beispiel nach Stuttgart. Hier ist der Wohnraum besonders knapp, was sich dann auf die Preise auswirkt. So liegen die Quadratmeterpreise hier zum Beispiel zwischen 2730 und 5620 Euro und damit im Vergleich zur Region Rhein-Neckar deutlich höher. Selbst aber auch in anderen Regionen in Baden-Württemberg wie Karlsruhe oder Freiburg sind die Immobilienpreise beim Kauf höher.

Sie liegen zwischen 2020 und 3780 in Karlsruhe und 2570 und 4600 in Freiburg. Im Schnitt gab es in den letzten Jahren bei den Preisen für Wohnungseigentum Steigerungen von 3 bis 8 Prozent in der Rhein-Neckar-Region. Bezogen auf die Grundstücksgröße muss man in Mannheim beim Kauf von einem Einfamilienhaus mit rund 465.000 Euro und in der Nachbarstadt am Neckar mit 580.000 Euro rechnen. In Ludwigshafen als Industriestadt ist es schon wieder deutlich günstiger, hier muss man 300.000 Euro beim Kauf einplanen. Wobei an dieser Stelle zu betonen ist, dass es immer auf die Lage und den Stadtteil ankommt.

Die Kaufpreise für Wohnhäuser wurden jetzt intensiv beleuchtet, doch es gibt natürlich auch noch Eigentumswohnungen. Bei den Preisen kam es in den letzten Jahren zu Steigerungen zwischen 1 bis 8 Prozent in der Region. So fällt die Spannbreite der Preise für eine Eigentumswohnung pro Quadratmeterpreis zwischen 750.00 bis zu 2550.00 Euro. Wobei man die günstigen Quadratmeterpreise für eine Eigentumswohnung gerade in den ländlichen Bereichen der Rhein-Neckar-Region erzielen kann. Erhoben wurden die Kaufpreise und deren Entwicklung für die Metropolregion von der Stiftung Warentest.

Mietpreise und deren Entwicklung

Sollte der Kauf einer Immobilie nicht geplant sein, sondern vielmehr eine Anmietung, so ist auch hier der Markt in Entwicklung. Teils sind die Preise für die Vermietung gestiegen, teilweise aber auch gesunken. In Ludwigshafen gab es in den letzten zwei Jahren keine Steigerung bei den Wohnungsmieten. In der Quadratstadt ist der Mietpreis pro Quadratmeter von ursprünglich 6,93 auf 6,83 Euro sogar gesunken, das entspricht einer Senkung von rund zwei Prozent. Das Miete wurde also günstiger. In anderen Städten wie zum Beispiel Speyer oder Heidelberg kam es bei der Vermietung zum Gegenteil, nämlich zu Steigerungen. So betrug die Steigerung in Speyer rund 8 Prozent und in der Universitätsstadt Heidelberg 9 Prozent. Generell weist sie hierbei auch den höchsten Quadratmeterpreis bei der Anmietung aus, so beträgt dieser nämlich 10,50 Euro. Wohlgemerkt, bei diesen Preisen handelt es sich um die Mietpreise für Bestandswohnungen und um keine Neubauten. Anders sehen die Mietpreise bei Neubauten aus, hier fallen diese je nach Stadt oder Gemeinde in der Rhein-Neckar-Region höchst unterschiedlich aus. Hier liegt der günstige Preis pro Quadratmeter in Landau mit einem Preis von 6,40 Euro pro Quadratmeter. Der höchste Preis bei Neubauten liegt wieder in der Universitätsstadt am Neckar. Hier muss man bei der Anmietung von einer Wohnung oder einem neuen Haus mit einem Preis von 12,65 Euro für den Quadratmeter rechnen. Zu diesen Ergebnissen bei der Entwicklung der Mietpreise ist der Immobilienverband Deutschland IVD Südwest nach einer Erhebung gekommen.

Diesem Umstand sind die moderaten Preisentwicklungen zu verdanken
Wenngleich das Gefälle in der Rhein-Neckar-Region sehr unterschiedlich beim Mieten ausfällt und es sich damit ähnlich verhält wie bei den Kaufpreisen, fallen die Preise und deren Entwicklung insgesamt sehr moderat ist. Das ist gerade der Fall, wenn man es hier wieder mit anderen Regionen, wie zum Stuttgart vergleicht. Wer sich jetzt die Frage stellt, warum diese Preisentwicklungen beim Kauf oder dem Anmieten von einer Immobilie so moderat ausfallen und das trotz dieser begehrten Region, so liegt das an den Entwicklungen. Viele Städte und Gemeinden in der Region Rhein-Neckar weisen seit Jahren neue Baugebiete für Ein- und Mehrfamilienhäuser aus. Hierbei wird auch auf spezifische Entwicklungen geachtet, so zum Beispiel in den Universitätsstädten. In den Städten haben die Stadtverwaltungen erst wieder in neuen Wohnraum für Studenten investiert. Auch wird auf günstigen, sozialen Wohnraum geachtet. Das gilt nicht nur für die Großstädte in der Region, sondern auch in den Gemeinden. So hat die Gemeinde Brühl bei Schwetzingen erst mehrere Häuser in einem neuen Baugebiet als sozialen Wohnraum entwickelt. Bei den Baugebieten wurden teilweise ganz neue Stadtteile entwickelt, wie zum Beispiel die Bahnstadt in Heidelberg. Dazu gehört dann nicht nur der Wohnraum, sondern auch die Infrastruktur und die Ansiedlung von Gewerbe. Und neue Baugebiete und Stadtteile stehen in der Region Rhein-Neckar schon in den Startlöchern.
So kam es in den letzten Jahren zum vollständigen Abzug der US-Streitkräfte in den Großstädten an Rhein und Neckar sowie in der Kreisstadt Schwetzingen. Diese Militäranlagen und Wohngebiete, die bisher von den US-Streitkräften genutzt werden, stehen jetzt der kommunalen Wohnungsentwicklung zur Verfügung. Damit ist Platz für tausende Wohnungen und Häuser vorhanden, aber auch für Gewerbeflächen und somit für neue Arbeitsplätze.
Diesem Umstand ist es auch zu verdanken, dass, trotz der steigenden Einwohnerzahlen im Rhein-Neckar-Raum, die Kauf- und Mietpreise und deren Entwicklung moderat ausfallen und es auch zu keinen größeren Spannungen auf dem Immobilienmarkt kommt. Dementsprechend ist es auch nicht zu solchen Preissteigerungen wie in der Region Stuttgart gekommen, in der es an Flächen und Neubauten mangelt. Wohnungen und Häuser zum Mieten oder zum Kaufen sind noch erschwinglich. Leerstände beim Wohnraum gibt es auf dem Immobilienmarkt Rhein Neckar nicht.

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