Im Rennen um den US-Senat in Texas wird der Ton immer schärfer. Der demokratische Kandidat James Talarico sieht sich aktuell mit Kritik an früheren Aussagen konfrontiert – und räumt nun selbst ein, dass einige seiner Kommentare „daneben“ gewesen seien.
Besonders für Aufsehen sorgte eine frühere Aussage Talarios, in der er Gott als „nonbinär“ bezeichnet hatte. Im Interview mit CBS News erklärte der Demokrat jetzt, diese Formulierung sei damals bewusst provokant gewählt gewesen.
Wörtlich sagte Talarico:
„Ich wollte mit dieser Aussage absichtlich provozieren.“
Er erklärte zugleich, er habe damit ausdrücken wollen, dass Gott nicht durch menschliche Kategorien definiert werden könne.
Auf Nachfrage räumte der Demokrat jedoch ein:
„Es gibt Aussagen, die ich heute bereue.“
Gleichzeitig wirft Talarico seinem republikanischen Gegner Ken Paxton vor, seine Aussagen gezielt aus dem Zusammenhang zu reißen, um von eigenen Problemen abzulenken.
Der texanische Generalstaatsanwalt Paxton hatte zuvor die Vorwahl der Republikaner gegen Senator John Cornyn gewonnen und wird nun im November gegen Talarico antreten.
Talarico attackierte Paxton scharf und bezeichnete ihn erneut als „den korruptesten Politiker Amerikas“. Hintergrund sind frühere Ermittlungen und ein Amtsenthebungsverfahren gegen Paxton.
Der Republikaner konterte umgehend und nannte Talarico den „am besten finanzierten radikalen Demokraten Amerikas“.
Damit zeichnet sich in Texas ein äußerst harter und ideologisch aufgeladener Wahlkampf ab. Während die Demokraten versuchen, Paxtons juristische Altlasten zum Thema zu machen, greifen die Republikaner gezielt frühere Aussagen Talarios auf, um ihn als linksradikalen Kandidaten darzustellen.
Der politische Schlagabtausch dürfte sich bis zur Wahl im November weiter zuspitzen.
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