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Daveigh Chase ist tot

RobVanDerMeijden (CC0), Pixabay
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Die Schauspielerin aus „The Ring“ und die Stimme von Lilo wurde nur 35 Jahre alt

Manche Schauspieler werden durch eine Rolle berühmt.

Daveigh Chase wurde durch zwei vollkommen gegensätzliche Figuren unsterblich.

Für eine Generation war sie das fröhliche hawaiianische Mädchen Lilo aus Disneys Animationsklassiker Lilo & Stitch. Für eine andere Generation war sie das Kind, das in The Ring aus dem Fernseher kroch und Millionen Kinobesuchern schlaflose Nächte bescherte.

Nun ist die US-Schauspielerin im Alter von nur 35 Jahren gestorben.

Ein früher Tod nach schwerer Erkrankung

Wie ihr langjähriger Manager John Ryan Jr. bestätigte, starb Chase in einem Krankenhaus in Los Angeles an den Folgen einer Sepsis nach einer Meningitis-Erkrankung.

Zuvor war sie wegen Unterernährung medizinisch behandelt worden.

Die Nachricht löste in Hollywood und bei vielen Fans Bestürzung aus. Chase gehörte zu jenen Kinderstars, die Anfang der 2000er-Jahre plötzlich überall präsent waren – und sich später fast vollständig aus der Öffentlichkeit zurückzogen.

Das Mädchen, das Horrorfilmgeschichte schrieb

Weltweit bekannt wurde Chase 2002 als Samara Morgan in The Ring.

Die amerikanische Neuverfilmung des japanischen Horrorfilms entwickelte sich zu einem Kultklassiker. Das Bild des langhaarigen Geistermädchens, das langsam aus einem Fernseher kriecht, gehört bis heute zu den ikonischsten Szenen des modernen Horrorfilms.

Für ihre Darstellung erhielt Chase 2003 den MTV Movie Award als beste Filmschurkin.

Damals sagte sie, sie habe großen Spaß daran gehabt, eine so ungewöhnliche Figur zu spielen.

Während Hollywood oft nach fröhlichen Kinderrollen suche, sei Samara etwas völlig anderes gewesen.

Das Publikum dürfte dieser Einschätzung zugestimmt haben – auch wenn viele Zuschauer dabei lieber auf den Spaß verzichtet hätten.

Die Stimme von Lilo

Im selben Jahr zeigte Chase eine völlig andere Seite ihres Talents.

Sie sprach die Hauptfigur Lilo im Disney-Hit Lilo & Stitch und verlieh dem eigenwilligen hawaiianischen Mädchen ihre Stimme.

Die Rolle brachte ihr einen Annie Award ein und machte sie für viele Kinder weltweit zur vertrauten Stimme einer Disney-Figur, die bis heute Kultstatus besitzt.

Es ist eine bemerkenswerte Karriereleistung, gleichzeitig das liebenswerte Gesicht eines Disney-Klassikers und die Verkörperung eines der gruseligsten Filmcharaktere der 2000er-Jahre gewesen zu sein.

Vom Kinderstar zum Rückzug aus Hollywood

Chase begann bereits im Alter von vier Jahren mit Schauspiel- und Sprechrollen.

Mit sieben Jahren erhielt sie ihre ersten Engagements in Hollywood und trat unter anderem in der Erfolgsserie Sabrina – Total Verhext! auf.

Später folgten Rollen in Produktionen wie Donnie Darko, Emergency Room, Charmed und der HBO-Serie Big Love.

Doch während viele Kinderstars den Weg ins Rampenlicht suchten, schien Chase sich dort nie wirklich wohlzufühlen.

Ihr Manager beschreibt sie als zurückhaltend und bodenständig.

Sie habe lieber Zeit mit ihren Katzen verbracht als auf Hollywood-Partys. Große Studioangebote habe sie häufig ausgeschlagen, um kleinere Independent-Projekte zu drehen oder sich ganz zurückzuziehen.

„Sie war nicht besonders Hollywood“, sagte Ryan.

Ein Leben mit Höhen und Schatten

In den späteren Jahren geriet Chase mehrfach mit dem Gesetz in Konflikt. US-Medien berichteten über Verfahren wegen Drogenbesitzes und anderer Vorfälle.

Ihre Schauspielkarriere hatte sie bereits 2015 weitgehend beendet.

Seitdem lebte sie überwiegend zurückgezogen zwischen Nevada und Los Angeles.

Eine ungewöhnliche Karriere

Daveigh Chase hinterlässt ein Werk, das ungewöhnlicher kaum sein könnte.

Die meisten Schauspieler werden entweder mit einer Kinderrolle oder mit einer Kultfigur des Horrorfilms verbunden.

Sie schaffte beides.

Für Millionen Disney-Fans wird sie immer Lilo bleiben.

Für Horrorfilm-Fans wird sie immer das Mädchen sein, das aus dem Fernseher kam.

Und für beide Generationen bleibt die Erinnerung an eine Schauspielerin, deren Karriere weit größer war als ihre kurze Zeit im Rampenlicht.

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