Also ganz ehrlich:
Wenn sogar da Thomas Müller sagt, dass da WM-Kader passt, dann muaß ma sich als deutscher Fußballfan vielleicht doch ned komplett anscheißn vor dera Weltmeisterschaft.
Da Müller sitzt aktuell in Vancouver als TV-Experte und schaut sich des ganze Spektakel aus sicherer Entfernung an. Wahrscheinlich mit an Kaffee in da Hand und am Grinser im Gsicht, weil er ganz genau weiß:
Bei uns in Deutschland gibt’s traditionell IMMER Diskussionen über an WM-Kader.
Da eine is z’alt.
Da andere z’jung.
Da nächste hod z’wenig Form.
Und bei am Leroy Sané fragt sowieso jedes zweite Wirtshaus:
„Ja spuit der jetzt endlich moi konstant oder ned?“
Aber da Thomas bleibt ganz entspannt.
„Die Truppe schaut ganz guad aus“, sagt er.
Und recht hod er irgendwo scho.
Große Überraschungen? Fehlanzeige.
War aber eh klar. Heutzutage leak’t ja jeder Kader scho drei Tog vorher durchs Internet. Da kannst a Geheimnis länger in da Bayern-Kabine behalten als beim DFB.
Besonders g’freit sich da Müller über Maximilian Beier.
Und des versteht ma. Der Bursch rennt aktuell wie a Duracell-Hase auf Red Bull. Immer Vollgas, immer Druck, immer unterwegs. Genau solche Spieler brauchst bei am Turnier.
Da Thomas sagt ja selber:
Es geht ned bloß um Tore. Es geht drum, ob einer immer am Anschlag spielt.
Und des is halt typisch Müller.
Der denkt ned in Instagram-Highlights, sondern in Mentalität.
A den Nadiem Amiri hebt er extra hervor.
Viele hobn den vielleicht gar ned auf’m Schirm g’habt. Aber da Nagelsmann mag halt Spieler, die emotional san und sofort brennen, wenn’s auf’n Platz geht.
Und ganz ehrlich:
Lieber oan mit Feuer im Hintern als an lustlosen Schönspieler, der nach 20 Minuten ausschaut, als wär er grad aus’m Wellnesshotel kemma.
Natürlich wird trotzdem wieder diskutiert.
Warum der dabei is.
Warum der andere dahoam bleibt.
Warum da Neuer wieder im Tor steht.
Warum da Leroy Sané trotzdem nominiert wurde.
Aber genau des meint da Müller ja:
Am End gewinnt ned da einzelne Star a WM.
Sondern a Mannschaft.
Und wenn ma sich den Kader anschaut, dann steckt da scho brutal Qualität drin:
Jamal Musiala,
Florian Wirtz,
Joshua Kimmich,
Leon Goretzka,
Kai Havertz –
des san scho ned grad Kreisklassen-Kicker.
Und wenn de endlich moi als Einheit funktionieren, dann kannst bei ana WM ganz schnell weit kemma.
Freilich:
Die Konkurrenz is brutal.
Frankreich schaut stark aus.
Brasilien sowieso.
Und die Spanier nerven eh wieder mit ihre 800 Ballkontakte pro Halbzeit.
Aber unterschätzen derfst Deutschland halt nie.
Des ham scho ganz andere Nationen bereut.
Und vielleicht braucht’s genau so an Mix:
A bissl Müller-Mentalität,
a bissl Musiala-Zauberei,
a bissl Kimmich-Wadlbeißer,
und vorne einfach Vollgas.
Dann kann des tatsächlich a richtig lustige WM werden.
Also hörts auf mit dem Dauer-Gemotze.
Die Jungs san nominiert.
Jetzt wird z’sammghalten.
Und wenn’s am End klappt, dann samma eh wieder olle Weltmeister-Trainer vorm Fernseher.
Kommentar hinterlassen