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Cyberkriminelle

geralt (CC0), Pixabay
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Cyberkriminelle entwickeln ständig neue Täuschungsmethoden, um Menschen hereinzulegen. Ein aktueller Trend ist das sogenannte Vishing, bei dem die Rufnummern und sogar die Stimmen der Anrufer gefälscht werden. Jörg Schieb, Digitalexperte des WDR, erklärt, wie man sich vor solchen Betrugsmaschen schützen kann.

Fast jeder hat wahrscheinlich schon einen Anruf von einem angeblichen Microsoft-Mitarbeiter erhalten, der vorgibt, sich um ein Sicherheitsproblem kümmern zu wollen. Das Ziel dieser Anrufer ist es, den Opfern Malware unterzujubeln und sensible Daten zu entlocken. Um keine Zeit für kritische Nachfragen zu lassen, setzen die Betrüger Druck auf: Es ist dringend, es drohen Kontoverluste oder die Sicherheit von Familienmitgliedern ist gefährdet. Diese als „Vishing“ bezeichneten Betrugsmaschen nehmen nicht nur zu, sondern werden auch immer ausgeklügelter.

Dank KI-Anwendungen können Betrüger heutzutage mit relativ geringem Aufwand nahezu jede beliebige Stimme imitieren (ein paar Sekunden Sound-Schnipsel reichen aus). Dadurch werden immer öfter Fake-Anrufe durchgeführt, bei denen die Opfer scheinbar die Stimme eines in Not geratenen Familienmitglieds hören – oder die Stimme eines Vorgesetzten oder Bankmitarbeiters.

Zusätzlich sind Cyberkriminelle heutzutage oft in der Lage, ihre echte Rufnummer zu verschleiern. Im besten Fall erscheint im Display „unbekannter Anrufer“ oder sogar die tatsächliche Rufnummer einer Behörde, Polizei oder Bank. Dieser Trick, der als „Caller ID Spoofing“ bezeichnet wird, erlaubt es, dass auf dem Anrufer-ID-Display eine legitime Rufnummer erscheint, beispielsweise die der eigenen Bank oder eines Unternehmens wie Microsoft.

Forscher der auf IT-Sicherheit spezialisierten Firma „Threatfabric“ haben nun eine besonders gefährliche und komplexe Vishing-Masche entdeckt, die derzeit vor allem in Südkorea auftritt, aber früher oder später auch in Deutschland auftauchen wird. Die IT-Sicherheitsexperten warnen ausdrücklich davor, da diese Masche ihrer Analyse nach problemlos auch in Europa umgesetzt werden kann.

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