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China-Marke greift Nike und Adidas an: So will Anta die Sport-Giganten stürzen!

olpi (CC0), Pixabay
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Was für eine irre Erfolgsstory! Ein Schulabbrecher mit 600 Paar Schuhen startet in China – und baut Jahrzehnte später ein Milliarden-Imperium auf, das jetzt Nike und Adidas frontal angreift. Der Name: Anta!

Die chinesische Sportmarke ist im Westen noch nicht so bekannt wie die ganz Großen. Doch hinter den Kulissen wächst Anta längst zur Supermacht heran. Mehr als 10.000 Läden allein in China, Top-Stars als Werbegesichter und jetzt sogar ein eigener Flagship-Store mitten in Beverly Hills in Los Angeles – Anta meint es ernst!

Gegründet wurde das Unternehmen 1991 von Ding Shizhong. Als Teenager zog er mit 600 Paar Schuhen nach Peking, verkaufte sie und legte damit den Grundstein für sein Business. Aus einer kleinen Werkstatt wurde ein Sportartikel-Riese. Sein großes Ziel formulierte Ding schon 2005 selbstbewusst: „Wir wollen nicht das Nike Chinas sein – wir wollen das Anta der Welt sein.“

Und genau daran arbeitet der Konzern mit voller Wucht!

Anta stammt aus Jinjiang in der chinesischen Provinz Fujian – einer Stadt, die als eine Art Schuh-Fabrik der Welt gilt. Dort entstanden riesige Produktionsnetzwerke mit tausenden Zulieferern. Schnürsenkel, Sohlen, Stoffe, Logistik – alles direkt vor Ort. Das machte chinesische Firmen blitzschnell, billig und extrem effizient.

Genau hier lernte Anta das Geschäft: erst als Hersteller für andere, dann als eigene Marke. Der Trick: nicht nur billig produzieren, sondern auch selbst zur Marke werden. Während viele Fabriken im Hintergrund blieben, baute Anta Schritt für Schritt sein eigenes Image auf.

2007 ging das Unternehmen an die Börse in Hongkong und sammelte rund 450 Millionen Dollar ein. Ein Meilenstein – und der Startschuss für den großen Angriff!

Denn Anta verkauft längst nicht mehr nur eigene Turnschuhe. Der Konzern kaufte sich gezielt in bekannte internationale Marken ein. Erst holte er sich 2009 die Rechte an Fila in China. Dann folgte 2019 der große Coup: Anta übernahm die Kontrolle über Amer Sports – und damit bekannte Marken wie Arc’teryx und Salomon.

Doch damit nicht genug: Auch Wilson gehört inzwischen zum Konzern – also die berühmte US-Marke für Tennisbälle, Schläger und Basketballs. Und in diesem Jahr legte Anta noch einmal nach und sicherte sich sogar fast 30 Prozent an Puma!

Mit dieser Strategie will Anta ein Problem umgehen, das viele chinesische Firmen haben: Im Westen gelten Produkte aus China oft noch als billig oder als Kopie. Statt sich mit dem eigenen Namen überall hineinzudrängen, nutzt Anta bekannte westliche Marken als Türöffner.

Das ist clever – und brandgefährlich für die Konkurrenz!

Während Nike und Adidas kämpfen, nutzt Anta die Schwäche der Rivalen gnadenlos aus. Beide westlichen Sport-Giganten leiden unter Problemen: US-Zölle, schwächere Nachfrage in China, schwierige Lieferketten und sinkende Dynamik nach der Pandemie. Besonders Nike steckt unter Druck, weil der Online-Kurs nach Corona nicht den erhofften Erfolg brachte.

Anta dagegen expandiert weiter – und zwar rasant. Über 12.000 Geschäfte in China, mehr als 460 Filialen im Ausland und große Pläne für Südostasien. Dort sollen in den nächsten drei Jahren rund 1.000 Läden entstehen.

Auch im Marketing rüstet Anta auf. Die Marke arbeitet mit Stars wie Ski-Ikone Eileen Gu, Basketball-Star Klay Thompson und NBA-Profi Kyrie Irving. Noch fehlt der ganz große Kult-Deal wie einst Michael Jordan bei Nike – aber Anta ist klar auf dem Weg dorthin.

Besonders brisant: Der Aufstieg von Anta zeigt, wie stark China inzwischen in der globalen Produktion geworden ist. Jahrzehntelang fertigten chinesische Fabriken für westliche Marken. Jetzt drehen einige Firmen den Spieß um – und greifen ihre früheren Auftraggeber direkt an.

Anta ist dabei nur eines der spektakulärsten Beispiele. Auch BYD, Xiaomi oder DJI haben vorgemacht, wie aus Zulieferern plötzlich Weltkonzerne werden.

Die Botschaft ist klar: China produziert nicht mehr nur für Nike und Adidas – China baut jetzt seine eigenen Giganten!

Noch ist Anta im Westen kein Name wie Nike oder Adidas. Aber der Angriff läuft. Und wenn die Konkurrenz nicht aufpasst, könnte aus dem chinesischen Herausforderer schon bald ein echter Weltmarkt-Schock werden.

Anta will nicht mitspielen – Anta will gewinnen!

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