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Chaos im Trump-Gesundheitsapparat

OpenClipart-Vectors (CC0), Pixabay
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FDA-Chef Marty Makary steht offenbar vor dem Aus

Im amerikanischen Gesundheitsministerium herrscht zunehmend Alarmstimmung. Nach Informationen aus Regierungskreisen soll Donald Trump intern bereits grünes Licht für die Entlassung von FDA-Chef Marty Makary gegeben haben. Offiziell bestätigt ist die Entscheidung zwar noch nicht – doch in Washington gilt der Mediziner offenbar nur noch als Kommissar auf Abruf.

Der Fall zeigt einmal mehr, wie tief die Machtkämpfe innerhalb der zweiten Trump-Regierung inzwischen reichen. Besonders brisant: Makary geriet gleichzeitig von mehreren Seiten unter Druck – von Abtreibungsgegnern, Teilen der Pharmaindustrie, konservativen Aktivisten und sogar aus Trumps eigenem Umfeld.

Streit um Abtreibungspille eskaliert

Im Zentrum der Angriffe steht die Abtreibungspille Mifepriston. Radikale Abtreibungsgegner werfen Makary vor, nicht hart genug gegen den Versand des Medikaments per Post vorzugehen.

Für viele konservative Aktivisten ist das Thema hoch emotional – und politisch explosiv mit Blick auf die bevorstehenden Zwischenwahlen. Medikamentöse Schwangerschaftsabbrüche machen inzwischen rund zwei Drittel aller Abtreibungen in den USA aus.

Die einflussreiche Anti-Abtreibungsorganisation „Susan B. Anthony Pro-Life America“ forderte deshalb offen Makarys Entlassung. Präsidentin Marjorie Dannenfelser erklärte: „Gleichgültigkeit ist für Millionen Pro-Life-Wähler völlig inakzeptabel.“

Ärger auch mit Trump persönlich

Doch nicht nur beim Thema Abtreibung soll Makary den Rückhalt verloren haben. Laut CNN soll Trump persönlich verärgert gewesen sein, nachdem die FDA sich zunächst gegen die Zulassung aromatisierter E-Zigaretten gestellt hatte.

Der Präsident habe Makary direkt zur Rede gestellt. Wenig später machte die Behörde eine Kehrtwende.

In Washington wird das als Zeichen gewertet, wie nervös die FDA-Führung inzwischen agiert.

Ein Gesundheitsministerium im Dauerkrisenmodus

Makarys möglicher Abgang wäre der nächste Rückschlag für das ohnehin angeschlagene Gesundheitsministerium. Mehrere Spitzenposten sind bereits unbesetzt, darunter die Leitung der Gesundheitsbehörde CDC und das Amt des Surgeon General.

Auch innerhalb der „Make America Healthy Again“-Bewegung rund um Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. ist Makary umstritten. Impfkritiker werfen ihm vor, Covid-Impfstoffe nicht konsequent genug bekämpft zu haben. Andere konservative Aktivisten loben ihn wiederum für Maßnahmen gegen künstliche Lebensmittelzusätze.

Pharmaindustrie verliert Geduld

Zusätzlich wächst der Frust in der Biotech- und Pharmabranche. Mehrere Unternehmen beklagten zuletzt chaotische Entscheidungen, widersprüchliche Signale und Verzögerungen bei Medikamentenzulassungen.

Intern soll das Weiße Haus deshalb längst diskutieren, wer Makary ersetzen könnte.

Noch bestreitet der FDA-Chef laut Vertrauten, dass seine Entlassung unmittelbar bevorsteht. Doch selbst Unterstützer in Washington glauben offenbar nicht mehr daran, dass er sich lange halten kann.

„Er versucht Haltung zu bewahren“, sagte ein Insider. „Aber viele glauben: Es ist nur noch eine Frage der Zeit.“

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