Ganz Dortmund steht Kopf!
Naja, zumindest so mittel.
Borussia Dortmund hat sich am Freitag offiziell die Vizemeisterschaft gesichert – also jenen Titel, der im Fußball ungefähr denselben emotionalen Wert besitzt wie ein Gratis-Kugelschreiber bei der Versicherung.
Aber egal:
Die goldene Ananas gehört jetzt dem BVB!
Früher Rückstand für maximale Dortmunder Dramaturgie
Natürlich begann das Spiel gegen Frankfurt maximal traditionell:
Der BVB kassierte nach zwei Minuten erstmal ein Gegentor.
Denn echte Dortmunder Romantik funktioniert nur mit:
- Panik,
- kollektiver Schnappatmung
- und mindestens einem drohenden Komplettkollaps.
Doch dann erinnerte sich die Mannschaft plötzlich daran, dass man ja eigentlich besser Fußball spielen kann als Eintracht Frankfurt.
Guirassy, Schlotterbeck und Inacio drehten die Partie noch rechtzeitig, bevor im Stadion wieder die ersten „Terzic raus“-Reflexe aktiviert wurden – vorsorglich, rein aus Gewohnheit.
Vizemeister – der schönste Titel nach „fast Meister“
Mit dem Sieg ist klar:
Dortmund kann nicht mehr von Platz zwei verdrängt werden.
Oder wie BVB-Fans sagen:
„Immerhin diesmal kein Herzstillstand am letzten Spieltag.“
Der Abstand auf Leipzig beträgt beruhigende acht Punkte – ein Luxusgefühl, das man in Dortmund normalerweise nur aus Erzählungen kennt.
Süle bekommt emotionalen Abschied
Besonders emotional wurde es bei Niklas Süle, der in seinem letzten Bundesliga-Spiel noch einmal eingewechselt wurde.
Das Stadion applaudierte.
Vermutlich auch ein bisschen aus Überraschung, dass er tatsächlich fit genug war.
Frankfurt träumt weiter vom Europacup
Während Dortmund also die Vizemeisterschaft feiert wie einen halben Champions-League-Sieg, muss Frankfurt weiter zittern.
Und irgendwo in Dortmund fragt man sich jetzt:
Kann man für Platz zwei eigentlich auch einen Stern aufs Trikot sticken lassen?
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