Startseite Allgemeines Baut Borussia Dortmund heimlich eine Frauen-Fußballmacht auf?
Allgemeines

Baut Borussia Dortmund heimlich eine Frauen-Fußballmacht auf?

hpgruesen (CC0), Pixabay
Teilen

Während die meisten Fußballfans bei Borussia Dortmund noch immer zuerst an die Männer im Signal Iduna Park denken, könnte sich im Hintergrund gerade eines der spannendsten Projekte im europäischen Frauenfußball entwickeln.

Der jüngste Transfer sorgt jedenfalls für Aufsehen: Mit Manuela Zinsberger wechselt eine der erfolgreichsten Torhüterinnen Europas zum BVB. Die österreichische Nationalkeeperin bringt nicht nur 109 Länderspiele, sondern auch Meistertitel mit Bayern München und den Gewinn der Women’s Champions League mit Arsenal London mit nach Dortmund.

Und genau das wirft eine interessante Frage auf:

Baut Borussia Dortmund derzeit eine Mannschaft auf, die deutlich größer denkt als Regionalliga und 2. Bundesliga?

Denn offiziell spielt die Frauenmannschaft des BVB derzeit noch in der Regionalliga West, also lediglich in der dritthöchsten deutschen Spielklasse. Doch die Verpflichtung einer internationalen Spitzentorhüterin passt eigentlich nicht zu einem gewöhnlichen Drittligisten.

Vielmehr wirkt der Transfer wie ein weiteres Puzzleteil eines ambitionierten Langzeitplans.

Seit der Gründung der Frauenabteilung im Jahr 2020 geht es für Dortmund nahezu im Eiltempo nach oben. Aufstieg folgt auf Aufstieg. Nun soll der Sprung in die Bundesliga gelingen – und dort dürfte man sich kaum mit einer Nebenrolle zufriedengeben.

Die Verpflichtung von Zinsberger sendet deshalb eine klare Botschaft an die Konkurrenz: Borussia Dortmund meint es ernst.

Die 30-Jährige selbst spricht von einer „Vision, etwas Großes zu schaffen“. Auch Vereinsverantwortliche und Trainer betonen nicht nur ihre sportliche Qualität, sondern vor allem ihre Erfahrung, Mentalität und Führungsstärke.

Genau solche Spielerinnen verpflichtet man normalerweise nicht, um lediglich den Klassenerhalt anzustreben.

Natürlich wird der Weg in die Bundesliga noch einige Zeit dauern. Doch wer die Entwicklung des Vereins in den vergangenen Jahren verfolgt hat, erkennt ein Muster: Dortmund investiert gezielt, strukturiert und langfristig.

Während andere Clubs im Frauenfußball teilweise um finanzielle Stabilität kämpfen, verfügt der BVB über eine enorme Infrastruktur, eine riesige Fanbasis und die wirtschaftlichen Möglichkeiten eines internationalen Topvereins.

Sollte der Aufstieg in die Bundesliga gelingen, könnte Dortmund innerhalb weniger Jahre zu einem ernsthaften Konkurrenten für die etablierten Größen wie Bayern München, Wolfsburg oder Eintracht Frankfurt werden.

Der Transfer von Manuela Zinsberger wirkt daher weniger wie eine Einzelverpflichtung.

Er könnte vielmehr ein weiterer Hinweis darauf sein, dass Borussia Dortmund gerade dabei ist, sich eine zukünftige Spitzenmannschaft im Frauenfußball aufzubauen.

Kommentar hinterlassen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Kategorien

Ähnliche Beiträge
Allgemeines

WM-Tipp: Kanada – Bosnien-Herzegowina

Kanada startet als Co-Gastgeber mit viel Druck in das Turnier. Die Nordamerikaner...

Allgemeines

Das neue Heizungsgesetz: Alles anders, aber irgendwie doch nicht

Gute Nachrichten für alle Hausbesitzer, die in den vergangenen Jahren versucht haben,...

Allgemeines

BaFin schlägt Alarm: Mehrere Fälle von Identitätsmissbrauch und mutmaßlich unerlaubten Finanzgeschäften

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat am 12. Juni gleich mehrere Warnungen...

Allgemeines

Alarm in Peking: Jetzt ermitteln Schildkröten für ausländische Geheimdienste

Die internationale Spionage hat offenbar eine neue Evolutionsstufe erreicht. Nachdem Agenten jahrelang...