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BTS Finance Group AG und das Unternehmen Formaxx

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Formaxx – kennen natürlich viele Kenner des Finanzmarktes noch aus der Vergangenheit. Gestartet wie ein Adler gelandet wie ein Albatross, so könnte man das Unternehmen auch bezeichnen. Auch wenn man sich die aktuelle Bilanz anschaut:

BTS Finance Group AG

Eschborn

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2017 bis zum 30.09.2018

Konzernlagebericht

Grundlagen des Konzerns

Die BTS Finance Group AG bündelt als Führungs- und Funktionsholding zwei Finanzberatungsunternehmen und einen „Full-Service“ Backoffice-Dienstleister für Finanzberatungsunternehmen in einem gemeinsamen Konzern.

Die aktuelle Struktur des Konzerns und die Beteiligungsverhältnisse zeigt das folgende Schaubild:

Für die zur BTS Finance Group AG gehöhrenden Finanzberatungsunternehmen sind qualitätsorientierte, selbständige Handelsvertreter mit einem breiten Leistungsspektrum im Sinne des Verbraucherschutzes tätig. Dazu gehören neben der Finanzanalyse nach DIN SPEC 77222 und DIN SPEC 77223 auch die Produktbewertung und -auswahl nach festgelegten Qualitätskriterien.

Insbesondere die fachliche Aus- und Weiterbildung der Finanzberater, ein wettbewerbsfähiges Produktangebot von über 200 starken Produktpartnern, moderne IT-Infrastruktur, fachliche und vertriebliche Expertenunterstützung sowie ein umfangreicher Marketingsupport sichern die Qualität der angebotenen Beratung und Vermittlung. Die vollständige Abwicklung des vermittelten Geschäftes einschließlich der Provisionsabrechnung runden das Geschäftsfeld der zur BTS Finance Group gehörenden Gesellschaften ab.

Die Gesellschaften der BTS Finance Group sind aktuell ausschließlich in Deutschland tätig. Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit ist das Privatkundengeschäft. In den letzten Jahren hat jedoch das Versicherungsgeschäft mit Gewerbekunden deutliche Zuwächse verzeichnet. Die BTS Finance Group befindet sich im privaten Mehrheitsbesitz. Das Unternehmen legt großen Wert auf eine langfristige Ausrichtung sowie auf Kontinuität. Als nicht börsennotiertes Unternehmen hat die BTS Finance Group die langfristige Ausrichtung des Unternehmens im Fokus.

Die Ausrichtung und Aktivitäten unserer Gesellschaften stellen sich aktuell wie folgt da. Die BTS Finance Group AG bündelt als Führungs- und Funktionsholding die Managementaufgaben sowie die strategische Ausrichtung der Einzelgesellschaften. Darüber hinaus hält die BTS Finance Group die wesentlichen Beteiligungen der anderen Gesellschaften. Die FORMAXX AG ist ein mittelständisches Finanzberatungsunternehmen mit Sitz in Eschborn. Das Unternehmen bietet alle Produkte und Dienstleistungen zur Absicherung, Vorsorge, Kapitalanlage oder Finanzierung an. Hauptzielgruppe besteht aus Privatkunden und Hochschulabsolventen.

FORMAXX ist bundesweit an über 30 Standorten vertreten. Alle Berater sind als Handelsvertreter nach §84 HGB unter dem Haftungsdach der FORMAXX angeschlossen. Alle FORMAXX-Finanzberater arbeiten nach DEFINO Deutsche Finanz Norm® und sind nach DIN SPEC 77222 und DIN SPEC 77223 zertifiziert. Seit fünf Jahren in Folge kürt FOCUS Money die FORMAXX AG zum „Kundenliebling“. Beim Bewertungsportal WhoFinance bewerten Kunden die FORMAXX AG mit 4,9 von 5 Sternen überdurchschnittlich gut.

Die MAYFLOWER CAPITAL AG ist ein mittelständisches Finanzberatungsunternehmen mit Sitz in Eschborn. Das Unternehmen bietet alle Produkte und Dienstleistungen zur Absicherung, Vorsorge, Kapitalanlage oder Finanzierung an. Hauptzielgruppe besteht aus gehobenen Privatkunden und Hochschulabsolventen. MAYFLOWER kombiniert als einziges Finanzberatungsunternehmen die Organisation der Finanzberater als Partner in einer Sozietät ohne Hierarchie und Vorgesetze mit der gleichzeitigen Absicherung als Handelsvertreter nach §84 HGB unter dem Haftungsdach der MAYFLOWER Capital. Alle MAYFLOWER-Finanzberater sind nach DIN SPEC 77222 zertifiziert.

Der Dienstleister DEFINET AG bietet einen Full-Service für Backoffice-Leistungen für Finanzberatungsunternehmen und Einzel-Makler mit einer Erlaubnis nach § 93 HGB. Über die DEFINET AG erhalten angeschlossene Unternehmen den kompletten Service wie Aus-und Weiterbildung über die eigene Akademie, Marketing- und Vertriebsunterstützung oder Backoffice-Leistungen aus einer Hand. Hinzu kommen weitere effizienzsteigernde und auf die Finanzberatungsbranche zugeschnittene Leistungsmodule wie zum Beispiel rechtliche Begleitung oder IT-Services – sowie wertvolle Vertriebsimpulse durch die Vernetzung mit anderen Marktteilnehmern über die DEFINET Community. Der Beratungsprozess selbst wird durch professionelle Tools unterstützt und kann durchgängig in die IT-Struktur integriert werden. Dadurch versetzt die DEFINET AG ihre Kunden in die Lage, Kunden noch erfolgreicher und besser zu beraten und gleichzeitig allen Marktanforderungen sicher zu begegnen.

Das Leistungsangebot der DEFINET AG ist modular aufgebaut. Kunden können einzelne Services auswählen werden und nach ihren Bedürfnissen kombinieren – flexibel und individuell.

Ratings und Auszeichnungen

Die zur BTS Finance Group gehörenden Beratungsgesellschaften nehmen seit Jahren regelmäßig an Ratingverfahren und Wettbewerben teil. Im Vordergrund stehen dabei die Kundenberatung im Sinne des Verbraucherschutzes sowie die Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten für Finanzberater. Im Rahmen der Rating-Prozesse stellen sich die Unternehmen den Bewertungen und Beurteilungen von neutralen Agenturen und unabhängigen Institutionen. Die Ratings und Auszeichnungen sind vor allem ein Indikator für Qualität und stellen eine zuverlässige Orientierungsmöglichkeit für Kunden und Berufsinteressenten dar.

Die FORMAXX AG und die MAYFLOWER CAPITAL AG wurden auch im Jahr 2018 wieder von verschiedenen Instituten mit Bestnoten bewertet. Herausragend ist dabei das FORMAXX als einziger Finanzdienstleister zum fünften Mal in Folge mit dem Kundenliebliebling ausgezeichnet wurde.

Wirtschaftsbericht

Die deutsche Wirtschaft befindet sich weiterhin in einem stetigen Aufschwung. Die solide binnenwirtschaftliche Entwicklung hat sich auch in diesem Jahr fortgesetzt. Dieses ist dem soliden Arbeitsmarkt und dem weiterhin starken Industriesektor zu verdanken. Das Baugewerbe befindet sich derzeit in einer Hochkonjunktur. Ebenso ist der private Konsum weiterhin eine wichtige Stütze der Konjunktur. Die Grundtendenzen am Arbeitsmarkt sind weiterhin positiv. Dank kräftiger Nachfrage hält die hohe Dynamik beim Beschäftigungsaufbau an. Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung bleiben in der Tendenz rückläufig. Die Zahl der Arbeitslosen liegt derzeit bei 2,26 Mio. Menschen, im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Rückgang von 192.000 Arbeitslosen1.

Außenwirtschaftlich sorgt der für März 2019 anstehende Ausstieg des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union weiterhin für Unsicherheit. Die Unsicherheit wird weiter verschärft, da es aktuell noch kein Abkommen für den Austritt gibt. Dadurch wird die Gefahr eines „ungeordneten“ Austritts aus der Europäischen Union immer wahrscheinlicher2.

Sollte es dennoch zu einer Einigung kommen und der Austritt „geordnet“ ablaufen, bleibt den Deutschen Unternehmen kaum noch Zeit darauf zu reagieren3.

Die EZB hält den Leitzins im Euroraum weiterhin auf dem Rekordtief von null Prozent. Nach Angaben der EZB soll der Leitzins weiterhin bis mindestens Ende 2019 auf diesen Rekordtief bleiben4.

Diese weiter andauernde Niedrigzinsphase stellte für die Bundesbürger weiterhin in Bezug auf ihre Spar- und Vorsorgemöglichkeiten, besonders bei der Altersvorsorge, eine hohe Belastung dar. Dies spiegelte auch der Vertragsbestand in der deutschen Lebensversicherung wider. Im Vergleich zu 2016 ist dieser bis Stand Ende 2017 weiter um 1,0% auf 84,1 Mio. Verträge zurückgegangen5.

Die Verbraucher in Deutschland haben sich angesichts steigender Löhne als eine zuverlässige Konjunkturstütze erwiesen. Die Kauflaune der Deutschen wird derzeit etwas getrübt, das Barometer für das Konsumklima befindet sich nämlich im September 2018 auf dem niedrigsten Stand seit Juni 2017. Aus Sicht des Verbrauchers rechnet man aber weiterhin mit einer guten Konsumkonjunktur, dies wird durch die Prognose der GfK-Experten, welche mit einem steigenden Konsum von etwa 1,5 Prozent rechnen, bestärkt6.

Es ist weiterhin davon auszugehen, dass die gute Einkommenssituation der privaten Haushalte und das niedrige Zinsniveau die Konsumneigung zusätzlich unterstützen. Des Weiteren sind auch die Bauzinsen weiterhin auf niedrigem Niveau. Durch die Einführung des sogenannten Baukindergeldes wird die Konsumneigung in den Bereichen Immobilien und Geldanlage wohl zusätzlich bestärkt werden.

Die gesetzlichen Veränderungen, speziell in der Finanzdienstleistungsbranche, wirken immer noch nach. Mit der Einführung der Sachkundeprüfung für die Vermittlung von Versicherungsprodukten Anfang 2013 und der dadurch rechtlich einhergehenden Registrierung im Vermittlerregister, hat sich die Anzahl der tätigen Vermittler im Vergleich zum Vorjahr weiter verringert.

Bis zum 01. Oktober 2018 waren insgesamt 204.148 Versicherungsvermittler im Register der Deutschen Industrie- und Handelskammer eingetragen. Ein Jahr zuvor waren es noch 224.462 Personen. Die Anzahl der registrierten Personen ist somit um 9,05% gesunken. Im Vergleich zum Rekordjahr 2011 mit 263.452 registrierten Vermittlern ist die Anzahl der registrierten Vermittler um 22,52% zurückgegangen.

Finanzanlagenvermittler benötigen seit dem 1. Januar 2013 eine gewerberechtliche Erlaubnis für die Beratung zu bzw. die Vermittlung von Finanzanlagen nach § 34f der Gewerbeordnung (GewO). Zudem besteht eine Pflicht zur Eintragung in das Vermittlerregister für Finanzanlagenvermittler nach § 11a GewO unverzüglich nach Tätigkeitsaufnahme. Seit dem 21. März 2016 benötigt, wer spezielle Kredite für Immobilien vermittelt eine Erlaubnis nach § 34 i GewO7.

Der § 34 i GewO wurde aufgrund der EU-Richtlinie (2014/17/EU) eingeführt und hat zum Ziel, einen höheren Verbraucherschutz bei der Vergabe von Immobiliendarlehen zu erreichen7. Ziel des Gesetzes zur Novellierung des Finanzanlagenvermittler- und Vermögensanlagenrechts ist die Stärkung des Anlegerschutzes durch eine schärfere Produktregulierung und eine Erhöhung der Anforderungen an den Vertrieb von Finanzanlagen. Für den Vertrieb von Finanzanlagen sollen im Sinne eines einheitlichen Verbraucherschutzes künftig die gleichen Regeln für alle Marktteilnehmer gelten. Dem Verbraucher wird somit ein Schutz geschaffen, unabhängig davon, ob er Finanzanlagen über Banken oder freie Vermittler erwirbt.

Lage des Konzerns

Für die BTS Finance Gruppe geht in diesem Umfeld das Geschäftsjahr 2017/2018 mit einem deutlich positiven Trend zu Ende. So erreichten die Deckungsbeiträge (Umsatzerlöse abzgl. Vertriebsaufwände) mit 10,35 Mio. Euro einen Rekordwert, der um 10,59 Prozent über dem des Vorjahrs lag. Auch der Konzernjahresüberschuss konnte mit 912.148,80 Euro deutlich verbessert werden. All dies ist ein deutlicher Hinweis darauf, dass die von uns in den letzten Jahren ergriffenen Maßnahmen zur Forderung des Geschäftes und zum Ausbau der Vertriebsorganisation richtig und wirkungsvoll waren.

Insgesamt blickt der Vorstand aus seiner Sicht auf eine positive Geschäftsentwicklung zurück. Für die Beurteilung des wirtschaftlichen Erfolgs sowie zur Steuerung des Gesamtkonzerns und seiner Segmente verwendet der Vorstand als Kennzahlen der Zielerreichung vorrangig die Entwicklung der Umsatzerlöse und des nach Abzug der Provisionsaufwendungen verbleibenden Rohertrages sowie das Ergebnis vor Steuern.

Im letzten Jahr entwickelten sich die wesentlichen Kennzahlen der Gruppe wie folgt:

Gewinn- und Verlustrechnung

2017/2018 2016/2017
(TEuro) (TEuro)
Umsatz 24.376 25.897
Vertriebsaufwand 14.025 16.153
Rohertrag 10.351 9.744
Personalkosten 5.136 5.702
Sachkosten* 4.898 5.968
Gesamtkosten 10.034 11.670
EBITDA 1.371 38
EBIT 891 -685
Ergebnis vor Steuern 922 -632
Anzahl Aktien (am Periodenende) 87.500 87.500
Ergebnis je Aktien in Euro 10,42 -5,96

Cashflow/Bilanz

2017/2018 2016/2017
(TEuro) (TEuro)
Operativer Cashflow 298 -551
Liquidität 3.540 3.419
Bilanzsumme 13.982 14.677
Eigenkapital 5.270 4.858
Eigenkapitalquote in Prozent 37,7% 33,1%

Ertragslage

Mit einem Konzernjahresüberschuss von 912.148,80 Euro konnten das Geschäftsjahr deutlich positiv abgeschlossen werden. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden weitere Maßnahmen zur Ertragsteigerung eingeführt oder verlängert. Diese Maßnahmen verursachten erheblichen Investitionsaufwand. Dazu gehören unter anderem unser auch im Jahr 2018 fortgeführtes Programm zum Ausbau unserer eignen Vertriebsorganisation, Relaunch des Markenauftrittes der Mayflower Capital, Aufwendungen für einen Vertriebswettbewerbe, IT-Investitionen in unsere CRM System sowie der Ausbau Infrastruktur an vielen Standorten.

So wird deutlich, dass wir auch in schwierigem Marktumfeld in der Lage sind, in unseren Vertriebsorganisationen sowie in die Festigung und Erweiterung unseres Geschäftsmodells zu investieren und dennoch profitabel zu arbeiten. Dies ermöglicht es uns, nicht nur angemessene Dividenden auszuschütten, sondern auch die Eigenkapitalbasis auf einem im Vergleich zu Mitbewerbern hohen Niveau zu halten.

Die Umsatzerlöse betrugen im Geschäftsjahr 24.376.427,26 Euro (Vorjahr 25.896.667,61 Euro) und konnten nach einem ersten schwachen Quartal (01.10. – 31.12.2017) im Kalenderjahr 2018 auf Monatsbasis deutlich gesteigert werden.

Die Umsätze erzielen wir in erster Linie aus den von unseren Partnergesellschaften an uns überwiesenen Provisionen für das durch unsere Vertriebe vermittelte und betreute Geschäft. Den überwiegenden Teil dieser Provisionen leiten wir an unsere Finanzberater weiter. Der verbleibende Teil dient der Deckung der Gemeinkosten.

Der Vertriebsaufwand belief sich im Jahr 2017/2018 auf 14.024.705,71 Euro (Vorjahr 16.152.827,06 Euro). Im Wesentlichen sind in dieser Position die an unsere Finanzberater weitergeleiteten Provisionen enthalten. Die niedrigeren Vertriebsaufwendungen ergeben sich aus geringeren Zuschüssen und weniger Ausbuchungen von Altforderungen.

Die deutliche Erhöhung des Konzernjahresergebnisses auf 912.148,80 Euro ist auf eine Erhöhung des Deckungsbeitrages (Umsatzerlöse abzgl. Vertriebsaufwand) sowie der Verringerung der Gesamtkosten (Summe aus Personalaufwand, Abschreibungen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen) um 14,0 Prozent zurückzuführen.

Finanz- und Vermögenslage

Die liquiden Mittel der BTS Gruppe (im Wesentlichen Guthaben bei Kreditinstituten) betragen zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres 3.540.278,33 Euro (Vorjahr 3.419.101,42 Euro). Die BTS Gruppe war im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit in der Lage Ihre finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen.

Das Eigenkapital des Unternehmens hat sich zum 30. September 2018 auf 5.270.109,43 Euro erhöht (Vorjahr 4.858.084,93 Euro). Die immer noch weit über dem Marktdurchschnitt liegende bilanzielle Eigenkapitalquote erreicht 37,7 Prozent (Vorjahr 33,1 Prozent). Die Eigenkapitalrendite hat sich um 28,0 Prozentpunkte erhöht und liegt nunmehr bei 17,3 Prozent (Vorjahr -10,7 Prozent). Die Eigenkapitalbasis der Unternehmensgruppe ist auch weiterhin eine solide Grundlage für das zukünftige dauerhafte Wachstum unserer Vertriebsorganisation.

Chancen- und Risikenbericht

Die Unternehmenskultur der BTS Gruppe legt hohen Wert auf unternehmerisch geprägtes Denken und Handeln. Vor allem die selbstständigen Finanzvermittler verstehen sich als Unternehmer. Es gehört daher zu den selbstverständlichen Aufgaben aller Finanzvermittler, unabhängig von ihrem jeweiligen Verantwortungsbereich und -umfang, kontinuierlich geschäftliche Chancen zu suchen und wahrzunehmen.

Unternehmerisches Handeln ist untrennbar mit der Übernahme von Risiken verbunden. Risiko heißt für die Gruppe die Gefahr möglicher Verluste oder entgangener Gewinne. Diese Gefahr kann durch interne oder externe Faktoren ausgelöst werden. Auftretende Risiken sollen so früh wie möglich erkannt werden, um schnell und angemessen darauf reagieren zu können. Die Ziele des Risikomanagements sind die stetige Weiterentwicklung des bestehenden Risikofrühwarnsystems, systematische Auseinandersetzung mit bestehenden und potenziellen Risiken, die Förderung des risikoorientierten Denkens und Handelns in der Organisation und somit ein bewusstes Eingehen von Risiken aufgrund einer umfassenden Kenntnis der Risiken und Risikozusammenhänge. Die BTS Gruppe achtet auf ein ausgeglichenes Chancen-Risiko-Verhältnis.

Das interne Kontrollsystem umfasst die Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit, zur Sicherung der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie zur Sicherung der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften.

Unternehmensspezifische Faktoren des geschäftlichen Erfolgs der BTS Gruppe sind der Ausbau der Vermittlerbasis, die Ausweitung der Kundenzahl sowie die Struktur und Qualität des Beratungs- und Vermittlungsgeschäfts.

Insgesamt sieht die BTS Gruppe aufgrund der nach wie vor bestehenden Notwendigkeit zur Eigenvorsorge und insbesondere auch vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung in Deutschland, Bedarf für eine verbraucherorientierte Beratung in diesem Segment und damit ausreichend Potenzial für Neugeschäft. Der kontinuierliche Ausbau der Vertriebsorganisation sowie die nachhaltige Bindung einer ausreichenden Zahl engagierter und kompetenter Finanzvermittler sind weitere Faktoren für den wirtschaftlichen Erfolg der Gruppe und das zukünftige Wachstum.

Die Gruppe sieht sich aufgrund von mehr als zehn Jahre Erfahrung sowohl in der Lage, einer möglichen Beraterfluktuation entgegenzuwirken, als auch neue Finanzvermittler an sich zu binden. Zu diesen Maßnahmen gehören zum Beispiel eine transparente Vertragsgestaltung, ein wettbewerbsfähiges und deutlich überdurchschnittliches Vergütungsmodell für den Vertrieb sowie eine Vielzahl von Karrieremöglichkeiten. Auch der neue Markenauftritt der Mayflower Capital AG wird zu diesem Ziel beitragen.

Branchentypische Chancen und Risiken für die BTS Gruppe ergeben sich insbesondere im Zusammenhang mit Veränderungen der Märkte für Altersvorsorge, Gesundheitsvorsorge, Geldanlage und Finanzierungen. Dabei beeinflussen steuer- und sozialpolitische Rahmenbedingungen, Entwicklungen am Kapitalmarkt und eine Vielfalt neuer regulatorischer Anforderungen das Neugeschäft.

Bis zum Februar 2018 musste die Richtlinie für den Versicherungsvertrieb (IDD – Insurance Distribution Directive), umgesetzt werden. Für FORMAXX besonders relevant sind die Vorgaben für den provisionsbasierten Vertrieb. Wie bereits im Vorjahr prophezeit wurde in Deutschland kein Provisionsverbot eingeführt. Weitere wichtige Neuerungen sind die die Registrierungspflicht sowie die Fortbildungspflicht für Versicherungsvermittler.

Die neu eingeführten Regularien werden von der gesamten Gruppe begrüßt, da diese sich eng an den eigenen Zielen an die IDD orientieren. Die BTS Gruppe sieht sich in seiner mehr als zehnjährigen Unternehmensgeschichte bestätigt. Seit der Gründung steht die verbraucherorientierte Kundenberatung im Fokus.

Für das Neugeschäft besteht u. a. die Chance durch die Einführung des Baukindergelds im Segment „Baufinanzierung“ sich stärker aufzustellen und somit durch gezielte Maßnahmen einen erhöhten Provisionsanstieg in diesem Segment zu erzielen. Das Baukindergeld wird befristet bis Ende 2020 dem Verbraucher zur Verfügung stehen und durch die KfW gewährt.

Das Baukindergeld beträgt pro Kind 12.000,00 € (1.200,00 € pro Jahr). In Bayern wird das Baukindergeld mit zusätzlichen 300,00 € pro Jahr/pro Kind gefördert. Ab dem 18. September 2018 kann das Baukindergeld beantragt werden und bereits bis zum 24. Oktober 2018 lagen der KfW 24.399 Anträge vor8. Zum Beginn des Jahres 2018 ist das Betriebsrentenstärkungsgesetz und Verbesserungen bei der Riesterrente in Kraft getreten. Hierdurch wird deutlich, dass die derzeitige Regierung stärker auf die private Altersversorgung setzt und diese versucht nachhaltig zu fördern. Durch den teilweisen Wegfall der Anrechnung von Riester-Renten auf die Grundsicherung wird dieses Produkt auch für Geringverdiener interessant. Es besteht die Chance den Bereich private Altersversorgung weiter auszubauen und gezielt Geringverdiener davon zu überzeugen staatlich geförderte Produkte in Anspruch zu nehmen.

Die Lebens- und Rentenversicherung ist eine wichtige Einnahmequelle. Insoweit sehen wir das niedrige Zinsniveau, das die Lebensversicherer auch weiterhin belastet, mit Sorge. Hinzu kommt die Planung eines Provisionsdeckels welcher darauf abzielt das Vermittler durch niedrigere Provisionen ihren Beitrag dazu leisten, dass die Überschussbeteiligung der Kunden nicht noch weiter absinkt. Durch die Einführung dieses Provisionsdeckels kann es zu starken Provisionseinbußen kommen, aber auch die Chance bestehen das die Nachfrage an Lebensversicherungen ansteigt. Für die nächsten Jahre besteht weiterhin das Risiko überzogener Regulierungen, die notwendige private Anstrengungen zur Absicherung und Vorsorge bremsen. Risiken aus einer rückläufigen Attraktivität der Produkte begegnet die BTS Gruppe durch fortlaufende Beobachtung der Kundenresonanz. Im Austausch mit den Finanzvermittlern in verschiedenen Gremien werden deren Erfahrungen und Vorschläge zur Verbesserung und zum Ausbau des Produktportfolios und der damit verbundenen Serviceleistungen erarbeitet. Ausfallrisiken können sich aus Forderungen gegenüber Geschäftspartnern sowie aus der Gewährung von Provisionsvorschüssen und Provisionsrückbelastungen gegenüber dem Außendienst ergeben. Risiken aus Forderungsausfällen begegnet die Gesellschaften durch ein risikoorientiertes Forderungsmanagement und eine sorgfältige Auswahl der Vertriebs- und Produktpartner. Auf Forderungen, die aus heutiger Sicht risikobehaftet sind, werden entsprechende Wertberichtigungen gebildet.

Für Stornorisiken sorgen die Konzernunternehmen durch entsprechende Stornoreserveeinbehalte bei den Vermittlern und Stornorückstellungen vor, deren Höhe sich an dem im Haftungszeitraum zugeflossenen Provisionsaufkommen sowie den nach den Erfahrungen der Vergangenheit zu erwartenden Provisionsrückforderungen bemisst.

Die IT-Strukturen sind weitgehend standardisiert. Um potenzielle Ausfälle, Datenverlust, Datenmanipulationen und unerlaubten Zugriff auf das IT-Netz zu verhindern, setzt die gruppe aktuelle, überwiegend branchenspezifische und einheitliche Standardsoftware namhafter Anbieter ein. Diese wird im Bedarfsfalle durch Eigenentwicklungen, die kontinuierlicher Qualitätskontrolle unterliegen, ergänzt. Backup- Systeme, Spiegeldatenbanken und eine definierte Notfallplanung sichern den Datenbestand und gewährleisten die Verfügbarkeit. Die IT-Systeme sind durch spezielle Zugangs- und Berechtigungskonzepte sowie eine wirksame und laufend aktualisierte Antivirensoftware geschützt.

Durch weitgehend standardisierte IT-Strukturen innerhalb der Gruppe stehen die Unternehmen der Digitalisierung offen gegenüber. Bereits heute sind die meisten Standardprozesse digitalisiert. Durch die Einführung eines einheitlichen und modernen Kundenbeziehungsmanagementsystems (CRM) wurden die Abläufe weiter verbessert und digitalisiert um auch in der Zukunft unseren Beratern einen bestmöglichen Beratungsprozess zu ermöglichen.

Die geschaffene Eigenkapitalbasis, die hohe Liquidität und die damit verbundene Risikotragfähigkeit des Unternehmens lassen derzeit keine wesentlichen oder gar bestandsgefährdenden Risiken erkennen. Die vorhandenen Chancen am Markt und die konsequente Überwachung von Risiken lassen uns weiterhin mit Zuversicht in die Zukunft blicken.

Prognosebericht

Die BTS Gruppe ist nach eigener Überzeugung in Wachstumsmärkten tätig. Fundamentale Trends – wie beispielsweise die demographische Entwicklung – machen eine zunehmende private Absicherung und Vorsorge notwendig. Nur wenige Menschen in Deutschland verfügen derzeit über eine angemessene private Altersvorsorge und Absicherung gegen Lebensrisiken. Das eröffnet der BTS Gruppe auch in Zukunft die Chance auf wachsende Kundenzahlen, Umsätze und Erträge.

Für die wesentlichen derzeit erkennbaren Risiken hat Gruppe Risikovorsorge getroffen. Wesentliche Risiken, die den Bestand gefährden, liegen aus heutiger Sicht nicht vor. Das Wirtschaftswachstum in Deutschland wird sich nach Ansicht des Internationalen Währungsfonds (IWF) 2018 auf etwas niedrigerem Niveau von voraussichtlich 1,5 Prozent im Jahr fortsetzen. Eine günstige Lage am Arbeitsmarkt sowie niedrige Zinsen dürften die finanzielle Situation der privaten Haushalte positiv beeinflussen. Auch für das Jahr 2019 wird sich das Wirtschaftswachstum bei circa 1,7 Prozent einpendeln9.

Damit sollte sich auch der Spielraum für eine eigenverantwortliche Absicherung vergrößern.

Dem stehen allerdings belastende Faktoren entgegen. Das anhaltende Niedrigzinsumfeld dämpft die Motivation der Verbraucher für eine dringend notwendige eigenverantwortliche Absicherung. Die Niedrigzins-Strategie der EZB wirkte sich auch im Jahr 2018 und 2019 unmittelbar auf Teilbereiche der Finanzdienstleistungsbranche aus. Der Garantiezins liegt seit 2017 auf einem Rekordtief von 0,9% für neue Lebensversicherungsverträge.

Der Garantiezins gilt laut GDV seit Jahren als Verkaufsargument für den Altersvorsorge-Klassiker Lebensversicherung. Er bestimmt, welche Rendite Lebensversicherer ihren Kunden maximal versprechen dürfen.

Die Absenkung des Garantiezinses hat somit zur Folge, dass sich die garantierten Leistungen reduzieren. Der Effekt tritt insbesondere bei Verträgen mit langen Laufzeiten auf. Auch der sogenannte garantierte Rentenfaktor für fondsgebundene Policen sinkt. Durch die Absenkung des Garantiezinses wird das Produkt Lebensversicherung für den Verbraucher immer unattraktiver. Auch die mögliche Einführung eines LV-Provisionsdeckels sorgt für anhaltende Unsicherheit bei den Kunden und Vermittlern.

Neben der konventionellen Lebensversicherung, deren Umsatzanteil aufgrund der Reduzierung des Rechnungszinses weiter stark rückläufig ist, wird es neue Anlageformen für die Kunden am Markt geben. Der Trend geht weiter deutlich in Richtung Immobilieninvestitionen. Die Immobilieninvestitionen werden weiter steigen, nicht zuletzt durch das 2018 eingeführte Baukindergeld. Durch die für 2019 anhaltende Niedrigzinsphase und das bis Ende 2020 zur Verfügung stehende Baukindergeld wird dem Immobilienmarkt weiteren Schwung verschafft. Zudem werden von den Versicherern neue Produkte, ohne einen Garantiezins entwickelt. Diese Produkte stellen die Absicherung von biometrischen Risiken deutlich mehr in den Fokus als die reine Altersabsicherung.

Produkte für die reine Altersabsicherung des Lebensstandards im Alter werden ebenfalls neu entwickelt, bzw. auf die Bedürfnisse des Kunden zugeschnitten.

Es wird nach unserer Einschätzung ein Mix aus Immobilien, aktienorientierten Anlageformen sowie von neuen Lebensversicherungsprodukten ohne Garantiezins im Kundeninteresse stehen. Zudem sind die politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten gewachsen. Auch 2019 dürften die privaten Haushalte dem Konsum höhere Bedeutung beimessen als der Bildung von Rücklagen und der langfristigen Vorsorge.

2019 werden Banken, Bausparkassen und Lebensversicherer in Deutschland, aufgrund der zinsbedingten Situation weiter unter Druck stehen, was Margen und Leistungsversprechen angeht. Für 2019 gehen wir von einer weiteren Konsolidierung des Marktes aus.

Um für die bevorstehende Konsolidierung des Finanzberatungsmarktes gewappnet zu sein, wurde bereits Ende 2016 der Teilbereich Backoffice der FORMAXX AG und Mayflower Capital AG in die DEFINET AG ausgegliedert. Die DEFINET AG ist seit 2016 erfolgreich als Servicedienstleister für die FORMAXX AG und Mayflower Capital AG sowie für die ersten externen Kunden tätig. In diesem Segment erwarten wir großes Marktpotential im Laufe der nächsten Jahre.

Die für Januar 2019 anstehende Einführung der DIN-Norm 77230 „Basis-Finanzanalyse für Privatehaushalte“ wird von der Unternehmensgruppe begrüßt. Die FORMAXX AG engagiert sich seit Ihrer Gründung für den Verbraucherschutz und mit der Einführung einer DIN-Norm wird der Verbraucher weiter gestärkt und die Finanzanalyse standardisiert.

Wir gehen davon aus, dass das Marktumfeld, in dem wir agieren, im Jahr 2019 anspruchsvoll bleibt, aber sich dadurch viele Chancen bieten. Aufgrund einer stabilen bis positiven Marktentwicklung erwarten wir einen Umsatzanstieg. Die BTS Gruppe wird 2018/2019 unter Abwägungen von Chancen und Risiko strategische Maßnahmen zur Stärkung der Zukunftsfähigkeit ergreifen. Daher prognostizieren wir für das kommenden Geschäftsjahr 2018/2019 ein leicht steigendes Ergebnis.

Unterschrift des Vorstands

 

Eschborn, 27.11.2018

gez. Thomas Scholl

gez. Christoph Fink

Quellennachweis:

1 Bundesministerium f. Wirtschaft u. Energie, 28.09.2018

2 Frankfurter Allgemeine, 14.10. 2018

3 DIHK, 15.10.2018

4 Handelsblatt, 26.07.2018

5 GDV, Die Deutsche Lebensversicherung in Zahlen 2018

6 N-TV, 29.08.2018, Quelle Marktforschungsunternehmen GFK

7 IHK-Braunschweig, Nr. 4119678

8 vergleich.de, 13.11.2018
9 statista.de, 13.11.2018

Konzernbilanz

Aktiva

30.9.2018 30.9.2017
EUR EUR
A. Anlagevermögen 1.758.123,64 2.420.193,27
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.041.810,41 1.251.004,70
1. Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 226.146,00 384.704,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 815.664,41 866.300,70
II. Sachanlagen 454.961,50 631.610,44
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.769,00 13.250,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 448.192,50 618.360,44
III. Finanzanlagen 261.351,73 537.578,13
1. sonstige Ausleihungen 261.351,73 537.578,13
B. Umlaufvermögen 12.054.770,95 12.109.414,66
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 8.514.492,62 8.690.313,24
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.915.712,82 5.351.954,98
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 253.975,03 0,00
3. sonstige Vermögensgegenstände 3.344.804,77 3.338.358,26
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 3.540.278,33 3.419.101,42
C. Rechnungsabgrenzungsposten 169.397,81 1. 146.907,77
Bilanzsumme 13.982.292,40 14.676.515,70

Passiva

30.9.2018 30.9.2017
EUR EUR
A. Eigenkapital 5.270.109,43 4.858.084,93
I. Gezeichnetes Kapital 87.500,00 87.500,00
II. Gewinnrücklagen 8.750,00 8.750,00
1. gesetzliche Rücklage 8.750,00 8.750,00
III. Genussrechtskapital 2.678.037,19 2.185.516,84
IV. Bilanzgewinn 2.238.018,84 2.114.248,12
V. nicht beherrschte Anteile 257.803,40 462.069,97
B. Rückstellungen 7.696.459,06 8.950.419,35
1. Steuerrückstellungen 5.567,00 101.297,00
2. sonstige Rückstellungen 7.690.892,06 8.849.122,35
C. Verbindlichkeiten 946.330,25 785.310,60
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 189.419,95 444.157,90
2. sonstige Verbindlichkeiten 756.910,30 341.152,70
davon aus Steuern 104.836,69 112.019,35
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 1.601,86 6.494,61
D. Rechnungsabgrenzungsposten 69.393,66 82.700,82
Bilanzsumme 13.982.292,40 14.676.515,70

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

1.10.2017 – 30.9.2018 1.10.2016 – 30.9.2017
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 24.376.427,26 25.896.667,61
2. sonstige betriebliche Erträge 574.775,00 1.085.603,42
3. Vertriebsaufwand 14.024.705,71 16.152.827,06
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 14.024.705,71 16.152.827,06
4. Personalaufwand 5.136.419,35 5.702.440,71
a) Löhne und Gehälter 4.450.113,56 4.953.722,61
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 686.305,79 748.718,10
davon für Altersversorgung 40.424,23 37.349,10
5. Abschreibungen „ 479.734,17 723.295,50
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 479.734,17 723.295,50
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.418.649,80 5.245.495,03
a) Einstellungen in Sonderposten mit Rücklageanteil 0,00 4,07
7. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 11.926,55 16.862,52
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 89.116,85 284.716,46
davon aus der Abzinsung von Rückstellungen 41.187,69 157.660,35
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 71.268,83 92.475,38
davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen 71.268,83 91.318,62
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 8.936,00 45.587,99
11. sonstige Steuern 383,00 -156.822,48
12. Jahresüberschuss 912.148,80 -521.449,18

Ergebnisverwendung

1.10.2017 – 30.9.2018 1.10.2016 – 30.9.2017
EUR EUR
12. Jahresüberschuss 912.148,80 -521.449,18
13. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.844.418,52 2.729.409,64
14. Entnahmen aus der Kapitalrücklage 0,00 454.691,29
15. Einstellung in das Genussrechtskapital 492.520,35 537.507,22
16. Einstellungen in Gewinnrücklagen 0,00 8.750,00
a) in die gesetzliche Rücklage 0,00 8.750,00
17. auf andere Gesellschafter entfallender Gewinn 26.028,13 2.146,41
18. Bilanzgewinn 2.238.018,84 2.114.248,12

Konzernanhang zum 30. September 2018

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Allgemeine Hinweise

Die BTS Finance Group AG hat ihren Firmensitz in Eschborn und ist mit der Registernummer HRB 83422 in das Handelsregister beim Amtsgericht Frankfurt am Main eingetragen.

Die Konzernmuttergesellschaft und ihre Tochtergesellschaften haben ein vom Kalenderjahr abweichendes Geschäftsjahr vom 01.10. bis zum 30.09.

Maßgebende Rechnungslegungsvorschriften

Die BTS Finance Group stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis der Unternehmen nach den handels- und aktienrechtlichen Vorschriften im Sinn des § 290 Abs. 1 HGB auf. Die BTS Finance Group AG, Eschborn, hält die Mehrheit an der FORMAXX AG, Mayflower Capital AG und der Definet AG und ist somit Konzernobergesellschaft.

Konsolidierungskreis

Der Konzernabschluss umfasst die BTS Finance Group AG als Muttergesellschaft sowie alle inländischen Tochterunternehmen. Die einbezogenen Unternehmen werden in folgender gesonderten Aufstellung über den Anteilsbesitz dargestellt.

Name, Sitz Anteilsbesitz in %
Verbundene Unternehmen
Formaxx AG, Eschborn 83,20 %
Mayflower Capital AG, Eschborn 100,00 %
Definet AG, Eschborn 100,00 %

Der Konsolidierungskreis des Vorjahres (30.09.2017) umfasste noch die drei Tochtergesellschaften der Mayflower Capital AG. Dieses waren die Mayflower Capital Nord AG, Hamburg, die Mayflower Capital Ostwestfalen-Lippe AG, Bielefeld, und die Mayflower Capital Rhein-Neckar AG, Heidelberg. Die drei Gesellschaften wurden mit Wirkung vom 01.10.2017 auf ihre Muttergesellschaft Mayflower Capital AG verschmolzen. Die Endkonsolidierung erfolgte ebenfalls mit Datum vom 01.10.2017.

Weitere Veränderungen des Konsolidierungskreises ergaben sich im Berichtsjahr nicht.

Konsolidierungsgrundsätze

Der Konzernabschluss basiert auf konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie den Grundsätzen der Gliederung, die sich nach dem Schema der BTS Finance Group AG als Muttergesellschaft richten.

Für die Kapitalkonsolidierung wurden zum Konsolidierungszeitpunkt die Beteiligungsbuchwerte der einzubeziehenden Tochterunternehmen gegen deren anteiliges Eigenkapital aufgerechnet (§ 301 Abs. 1 HGB). Die Kapitalkonsolidierung wird nach der Neubewertungsmethode durchgeführt. Aufgrund der erstmaligen, freiwilligen Aufstellung eines Konzernabschlusses wurde der 01.10.2016 als Erstkonsolidierungszeitpunkt gewählt. Es wurde vom Wahlrecht Gebrauch gemacht, bei der erstmaligen Aufstellung des Konzernabschlusses für die Kapitalkonsolidierung die Wertansätze zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung der Tochterunternehmen in den Konzernabschluss zugrunde zu legen (§ 301 Abs. 2 S. 3 HGB).

Aus der Erstkonsolidierung haben sich Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von 1.014 TEUR ergeben, die planmäßig über einen Zeitraum von zehn Jahren abgeschrieben werden (Buchwert zum 30.09.2018: 816 TEUR). Die im Geschäftsjahr 2017/2018 verrechneten Abschreibungen betragen 101 TEUR (Vorjahr: 96 TEUR).

Gleichzeitig haben sich im Rahmen der Erstkonsolidierung negative Unterschiedsbeträge in Höhe von 2.677 TEUR ergeben. Diese technischen negativen Unterschiedsbeträge wurden in Einklang mit DRS 23.148 in den Konzerngewinnvortrag eingestellt.

Forderungen und Verbindlichkeiten, Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie wesentliche Zwischenergebnisse innerhalb des Konsolidierungskreises wurden eliminiert. Gemäß § 304 Abs. 2 HGB sind entstandene Zwischengewinne aus konzerninternen Anlagenverkäufen aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht eliminiert worden.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Anlagevermögen

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten aktiviert und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, planmäßig linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 3 bis 10 Jahren abgeschrieben.

Die entgeltlich erworbenen Geschäfts- und Firmenwerte werden gem. § 253 Abs. 3 Satz 3 und 4 HGB über 10 Jahre abgeschrieben, da die voraussichtliche Nutzungsdauer nicht verlässlich geschätzt werden kann.

Das Sachanlagevermögen wird mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bzw. zum niedrigen beizulegenden Wert angesetzt.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu 410,00 EUR und ab dem 01.01.2018 800,00 EUR netto werden in voller Höhe aufwandswirksam in Abgang gebracht.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Finanzanlagen werden grundsätzlich zu den Anschaffungskosten bzw. bei nachhaltigen Wertminderungen zum niedrigen beizulegenden Wert bewertet.

Sofern zum Abschlussstichtag bei den immateriellen Vermögensgegenständen bzw. dem Sachanlagevermögen von einer voraussichtlich dauernden Wertminderung auszugehen ist, werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren Wert vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert angesetzt und unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Risikobehafteten Posten in den sonstigen Vermögensgegenständen ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen worden.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten neben den zum Stichtag bereits abgerechneten Provisionen auch Ansprüche gegen Produktpartner, die auf bis zum Bilanzstichtag eingereichten, aber seitens der Produktpartner noch nicht abgerechneten Vermittlungen beruhen. Hierbei einbezogen werden Neugeschäfte, die bereits unterzeichnet und durch die Vertriebskonzerngesellschaften komplett geprüft, aber noch nicht durch die Produktpartner bis zum Bilanzstichtag verprovisioniert sind (=Umsatzabgrenzung).

Flüssige Mittel

Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen. Die Auflösung der Posten erfolgt entsprechend der wirtschaftlichen Zurechnung zum Geschäftsjahr.

Rückstellungen

Die Rückstellungen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten gebildet. Dabei werden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrages werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt.

Rückstellungen mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr werden nicht abgezinst. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre gem. § 253 Abs. 2 S. HGB abgezinst. Die erstmalige Bildung längerfristiger Rückstellungen erfolgt nach der Bruttomethode. Änderungen des Verpflichtungsumfanges und Änderungen des Abzinsungssatzes werden zum Ende des Geschäftsjahres berücksichtigt.

Die Ergebniseffekte aus den Abzinsungen werden unter dem Finanzergebnis ausgewiesen. Ergebniseffekte aus der Änderung des Zinssatzes und/oder der Laufzeit der Rückstellung werdet im Finanzergebnis dargestellt.

Rückstellungen für noch ausstehende Vertriebsprovisionen betreffen Vertriebsprovisionen, die vor dem Bilanzstichtag noch nicht ausgezahlt worden sind und korrespondieren mit den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aus der Umsatzabgrenzung.

Des Weiteren beinhaltet dieser Posten ebenfalls Rückstellungen für den einzelvertraglichen Einbehalt von Stornoreserven.

Rückstellungen für das Stornorisiko werden mit Hilfe einer 12-monatigen rollierenden Erlösminderungsquote im Verhältnis zu den Provisionen in der Stornohaftung erfasst und bilanziert.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen. Die Auflösung der Posten erfolgt entsprechend der wirtschaftlichen Zurechnung zum Geschäftsjahr.

Währungsumrechnung

Aufgrund der ausschließlichen Tätigkeit in Deutschland gab es im Berichtsjahr sowie im Vorjahr keine Währungsumrechnungen.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens einschließlich der Abschreibungen des Geschäftsjahrs ergibt sich aus dem nachfolgenden Konzernanlagenspiegel.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Aufgliederung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände

30.09.2017 30.09.2018
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.351.954,98 4.915.712,82
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 253.975,03
sonstige Vermögensgegenstände 3.338.358,26 3.344.804,77

(Alle Angaben in EUR)

Von den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben 1.866.597,29 EUR (Vorjahr 2.379.852,31 EUR) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und 3.049.115,53 EUR (Vorjahr 2.972.102,67 EUR) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten gewährte Darlehen in Höhe von 253.975,03 EUR (Vorjahr 0,00 EUR) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben 1.242.375,01 EUR (Vorjahr 1.377.828,02 EUR) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der Muttergesellschaft, BTS Finance Group AG, beträgt 87.500,00 EUR und ist eingeteilt in 87.500 Stück Stammaktien ausgestaltet als nennwertlose Stückaktien von je 1,00 EUR.

Die Entwicklung des Konzerneigenkapitals ist in der beigefügten Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung abgebildet.

Angaben über die bestehenden Genussrechte

Im Geschäftsjahr 2017/2018 waren folgende Rechte nach § 160 AktG vorhanden:

Das Genussrechtskapital hat eine unbegrenzte Laufzeit, ist erfolgsabhängig, nimmt am Verlust bis zur vollen Höhe teil und ist nicht besonders gegen Ausschüttungen geschützt. Ein Rückzahlungsanspruch des Genussrechtsinhabers kann im Insolvenz- o. Liquidationsfall erst nach Befriedigung aller anderen Gläubiger geltend gemacht werden. Es kann mit einer Frist von 13 Monaten zum Ende eines Geschäftsjahres gekündigt werden.

Rückstellungen

Aufgliederung der Rückstellungen

30.09.2017 30.09.2018
Steuerrückstellungen 101.297,00 5.567,00
Rückstellungen gegenüber Vertriebspartnern 8.234.559,31 7.180.227,63
Rückstellungen für Personalkosten 312.330,85 239.182,73
übrige Rückstellungen 302.232,19 271.481,70

(Alle Angaben in EUR)

Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen künftig mögliche Verpflichtungen aus Provisionsrückbelastungen sowie Provisions- und andere Leistungsverpflichtungen gegenüber den Handelsvertretern.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten gegenüber Handelsvertretern aus Provisionseinbehalten für die Stornohaftungszeit.

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus nachfolgendem Verbindlichkeitenspiegel:

Restlaufzeit

bis zu einem Jahr von mehr als einem Jahr bis zu fünf Jahren von mehr als fünf Jahren Gesamtbetrag
in Euro
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 189.419,95 0,00 0,00 189.419,95
Vorjahr 444.157,90 0,00 0,00 444.157,90
2. Sonstige Verbindlichkeiten 218.240,08 538.670,22 0,00 756.910,30
Vorjahr 236.995,19 104.157,51 0,00 341.152,70
Gesamt 407.660,03 538.670,22 0,00 946.330,25
Vorjahr 681.153,09 104.157,51 0,00 785.310,60

Pfandrechte oder ähnliche Rechte sind nicht bestellt. Es bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte für die Lieferantenverbindlichkeiten.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von 104.836,69 EUR (Vorjahr: 112.019,35 EUR) sowie Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von 1.601,86 EUR (Vorjahr: 6.494,61 EUR).

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse enthalten größtenteils die von den Partnergesellschaften aufgrund des vermittelten Geschäftes erhaltenen Provisionen sowie die der privaten Finanzkonzeptionen. Darüber hinaus werden die unverprovisionierten Verträge mit Hilfe des etablierten Umsatzabgrenzungsmodells einbezogen.

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen Erträge aus bereits abgeschriebenen Forderungen in Höhe von 316.440,81 EUR (Vorjahr: 382.498,00 EUR) sowie Erträge aus Herabsetzung der Einzelwertberichtigung auf Forderungen in Höhe von 118.899,09 EUR (Vorjahr: 358.530,26 EUR) enthalten.

Vertriebsaufwand

Die Vertriebsaufwendungen enthalten Aufwendungen, die aufgrund des vermittelten Geschäfts an den Außendienst gezahlt worden sind. Darüber hinaus werden hier im Rahmen des Vertriebsaufbaus auf einzelvertragliche Verpflichtungen beruhende Aufwendungen ausgewiesen.

Personalaufwand

In den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von 40.424,23 EUR (Vorjahr: 36.719,10 EUR) enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzten sich überwiegend aus Miet- und Mietnebenkosten sowie Hard- und Softwarekosten, vertrieblichen Fremdarbeiten und Veranstaltungskosten zusammen.

Zinsen und ähnliche Erträge

Die Zinsen und ähnlichen Erträge betreffen mit 41.187,69 EUR (Vorjahr: 157.660,35 EUR) Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betreffen mit 71.268,83 EUR (Vorjahr: 91.318,62 EUR) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen.

Ergebnisverwendung

Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns des Mutterunternehmens für das Geschäftsjahr 2017/2018

Der Vorstand schlägt gemäß § 170 Abs. 2 Aktiengesetz der Hauptversammlung vor, den im Jahresabschluss des Mutterunternehmens für das Geschäftsjahr zum 30. September 2018 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von 581.102,49 EUR wie folgt zu verwenden:

Ausschüttung von 2,50 EUR Dividende je dividendenberechtigter Stückaktie 218.750,00
Einstellung in Gewinnrücklagen 0,00
Gewinnvortrag 362.352,49
Bilanzgewinn des Mutterunternehmens 581.102,49

(Alle Angaben in EUR)

Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens lag der Beschluss über die Ergebnisverwendung noch nicht vor. Die Ergebnisverwendung wird gem. § 325 Abs. 1b Satz 2 HGB gesondert offengelegt.

Sonstige Angaben

Angaben zum Vorstand der Konzernmuttergesellschaft

Vorstand:

Thomas Scholl

Christoph Fink

Auf die Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6 lit a) und 6 lit b) HGB wird in analoger Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Vorschüsse und Kredite an Geschäftsführer sind nicht gewährt und es sind auch keine Haftungsverhältnisse zugunsten der Geschäftsführer eingegangen worden.

Angaben zum Aufsichtsrat der Konzernmuttergesellschaft

Aufsichtsrat:

Dr. Bernhard Termühlen (Vorsitzender)

Burkhard Jakob

Yörk Stadtfeld

Die Bezüge des Aufsichtsrats der BTS Finance Group AG betrugen im Geschäftsjahr 2017/2018 10.800,00 EUR. Vorschüsse und Kredite an Mitglieder des Aufsichtsrats sowie Haftungsverhältnisse zugunsten von Mitgliedern des Aufsichtsrats wurden nicht gewährt.

Mitarbeiterzahl

Im Jahresdurchschnitt waren neben den Vorstandsmitgliedern 86,75 Angestellte (Vorjahr: 90,25) beschäftigt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Der Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet-, Leasing- und ähnlichen Verträgen beträgt zum Abschlussstichtag 3.260.188,02 EUR (Vorjahr: 1.478.835,51 EUR).

Haftungsverhältnisse

Für die Gesellschaft bestehen Bürgschaften gegenüber fremden Dritten in Höhe von 322.572,00 EUR für vom Kreditinstitut vorfinanzierte Provisionsvorschüsse und Sicherungsleistungen. Der aktuelle Saldo zum 30.09.2018 beträgt 233.827,08 EUR. Das Risiko der Inanspruchnahme wird aus betrieblichen Erfahrungswerten als sehr gering eingestuft.

Konzernabschlussprüferhonorare

Die Gehrke Econ GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, ist mit der Abschlussprüfung des Geschäftsjahres 2017/2018 betraut. Das Gesamthonorar für Abschlussprüferleistungen beträgt 51.095,00 EUR, für andere Bestätigungsleistungen 17.510,00 EUR. Steuerberatungsleistungen und sonstige Leistungen wurden von der Gehrke Econ GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, im Geschäftsjahr 2017/2018 nicht erbracht.

Befreiung von der Offenlegung für einbezogene Gesellschaften

Die Definet AG, Eschborn, und die Mayflower Capital AG, Eschborn, sind gemäß § 264 Abs. 3 HGB von der Verpflichtung zur Offenlegung des Jahresabschlusses aufgrund der Einbeziehung in den Konzernabschluss dieser Gesellschaft sowie des Bestehens einer Verlustübernahmeerklärung direkt zur Muttergesellschaft, BTS Finance Group AG, befreit.

Besondere Vorgänge nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Es sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres eingetreten, die zu einer anderen Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage geführt hätten.

Unterschrift des Vorstands

 

Eschborn, 27.11.2018

gez. Thomas Scholl

gez. Christoph Fink

Konzernanlagespiegel

A. Anlagevermögen Anschaffungs- oder Herstellungskosten (historisch)
Stand 01.10.2017 Zugänge Abgänge Stand 30.09.2018
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.321.367,23 44.019,02 1.053.927,00 4.311.459,25
2. Geschäfts- oder Firmenwert 962.556,33 50.688,15 0,00 1.013.244,48
Summe I 6.283.923,56 94.707,17 1.053.927,00 5.324.703,73
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 144.836,07 0,00 1.387,30 143.448,77
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.797.069,28 63.360,29 791.431,10 3.068.998,47
Summe II 3.941.905,35 63.360,29 792.818,40 3.212.447,24
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 537.578,13 258.840,80 535.067,20 261.351,73
Summe III 537.578,13 258.840,80 535.067,20 261.351,73
Gesamt 10.763.407,04 416.908,26 2.381.812,60 8.798.502,70
A. Anlagevermögen Abschreibungen
Stand 01.10.2017 Zugänge Abgänge Stand 30.09.2018
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.936.663,23 202.575,02 1.053.925,00 4.085.313,25
2. Geschäfts- oder Firmenwert 96.255,63 101.324,44 0,00 197.580,07
Summe I 5.032.918,86 303.899,46 1.053.925,00 4.282.893,32
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 131.586,07 6.003,00 909,30 136.679,77
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.178.708,84 169.831,71 727.734,58 2.620.805,97
Summe II 3.310.294,91 175.834,71 728.643,88 2.757.485,74
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe III 0,00 0,00 0,00 0,00
Gesamt 8.343.213,77 479.734,17 1.782.568,88 7.040.379,06
A. Anlagevermögen Buchwert
Stand 30.09.2018 Stand 30.09.2017
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 226.146,00 384.704,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 815.664,41 866.300,70
Summe I 1.041.810,41 1.251.004,70
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.769,00 13.250,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 448.192,50 618.360,44
Summe II 454.961,50 631.610,44
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 261.351,73 537.578,13
Summe III 261.351,73 537.578,13
Gesamt 1.758.123,64 2.420.193,27

Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2017/2018

Nr. Bezeichnung 2017/2018 2016/2017
T€ T€
1. Periodenergebnis 912 -521
2. + Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 480 724
3. Abnahme der Rückstellungen (inkl. passive latente Steuer) -1.185 430
4. -/+ Zunahme/Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind (inkl. Aktive latente Steuer) 407 -12
5. -/+ Abnahme/Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 34 -185
6. -/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 22 -73
7.+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge -34 -210
8. + Ertragsteueraufwand 9 -2
9. Ertragsteuerzahlungen -347 -702
10. = Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (Summe aus 1 bis 9) 298 -551
11. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens 578 35
12. Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen -417 -211
13. + erhaltene Zinsen 60 144
14. = Cashflow aus der Investitionstätigkeit 221 -32
(Summe aus 11 bis 13)
15. Auszahlungen an andere Gesellschafter -156 -24
16. Auszahlungen aus der Gewährung von Krediten -254 0
17. gezahlte Dividenden -343 -272
18. gezahlte Zinsen 0 -1
19. = Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -753 -297
(Summe aus 15 bis 18)
20. = Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -234 -880
(Summe aus Ziffern 10, 14 und 19)
21. + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 3.419 4.299
22. + übernommene liquide Mittel aus Stornoreservekonten 355 0
23. = Finanzmittelfonds am Ende der Periode 3.540 3.419
(Summe aus 20 bis 22)

Konzerneigenkapitalspiegel

Eigenkapital des Mutterunternehmens

gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnrücklagen
01.10.2016 87.500,00 454.691,29 0,00
Konzernjahresergebnis 0,00 0,00 0,00
Gewinnausschüttung 0,00 0,00 0,00
Entnahmen aus der Kapitalrücklage 0,00 -454.691,29 0,00
Einstellungen in die gesetzliche Rücklage 0,00 0,00 8.750,00
Einstellungen in das Genussrechtskapital 0,00 0,00 0,00
Anteilserwerb von Minderheiten 0,00 0,00 0,00
Änderung Beteiligungshöhe Minderheiten durch Erwerb eigene Anteile einer Tochtergesellschaft 0,00 0,00 0,00
Minderheitenanteil aus Kapitalerhöhung einer Tochtergesellschaft 0,00 0,00 0,00
30.09.2017 87.500,00 0,00 8.750,00
Konzernjahresergebnis 0,00 0,00 0,00
Gewinnausschüttung 0,00 0,00 0,00
Einstellungen in das Genussrechtskapital 0,00 0,00 0,00
Anteilserwerb von Minderheiten 0,00 0,00 0,00
Änderung Beteiligungshöhe Minderheiten durch Erwerb eigene Anteile einer Tochtergesellschaft 0,00 0,00 0,00
30.09.2018 87.500,00 0,00 8.750,00
Genussrechtskapital Konzernbilanzgewinn Summe
01.10.2016 1.648.009,62 2.907.089,44 5.097.290,35
Konzernjahresergebnis 0,00 -523.595,59 -523.595,59
Gewinnausschüttung 0,00 -177.679,80 -177.679,80
Entnahmen aus der Kapitalrücklage 0,00 454.691,29 0,00
Einstellungen in die gesetzliche Rücklage 0,00 -8.750,00 0,00
Einstellungen in das Genussrechtskapital 537.507,22 -537.507,22 0,00
Anteilserwerb von Minderheiten 0,00 0,00 0,00
Änderung Beteiligungshöhe Minderheiten durch Erwerb eigene Anteile einer Tochtergesellschaft 0,00 0,00 0,00
Minderheitenanteil aus Kapitalerhöhung einer Tochtergesellschaft 0,00 0,00 0,00
30.09.2017 2.185.516,84 2.114.248,12 4.396.014,96
Konzernjahresergebnis 0,00 886.120,67 886.120,67
Gewinnausschüttung 0,00 -268.749,60 -268.749,60
Einstellungen in das Genussrechtskapital 492.520,35 -492.520,35 0,00
Anteilserwerb von Minderheiten 0,00 0,00 0,00
Änderung Beteiligungshöhe Minderheiten durch Erwerb eigene Anteile einer Tochtergesellschaft 0,00 -1.080,00 -1.080,00
30.09.2018 2.678.037,19 2.238.018,84 5.012.306,30
Minderheitsgesellschafter Konzerneigenkapital
Summe Summe
01.10.2016 578.603,36 5.675.893,71
Konzernjahresergebnis 2.146,41 -521.449,18
Gewinnausschüttung -93.917,70 -271.597,50
Entnahmen aus der Kapitalrücklage 0,00 0,00
Einstellungen in die gesetzliche Rücklage 0,00 0,00
Einstellungen in das Genussrechtskapital 0,00 0,00
Anteilserwerb von Minderheiten -12.417,26 -12.417,26
Änderung Beteiligungshöhe Minderheiten durch Erwerb eigene Anteile einer Tochtergesellschaft -29.844,84 -29.844,84
Minderheitenanteil aus Kapitalerhöhung einer Tochtergesellschaft 17.500,00 17.500,00
30.09.2017 462.069,97 4.858.084,93
Konzernjahresergebnis 26.028,13 912.148,80
Gewinnausschüttung -74.034,48 -342.784,08
Einstellungen in das Genussrechtskapital 0,00 0,00
Anteilserwerb von Minderheiten -155.137,54 -155.137,54
Änderung Beteiligungshöhe Minderheiten durch Erwerb eigene Anteile einer Tochtergesellschaft -1.122,68 -2.202,68
30.09.2018 257.803,40 5.270.109,43

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 29.11.2018 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der BTS Finance Group AG aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang, Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalspiegel -und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2017 bis 30. September 2018 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Hannover, den 28. November 2018

Gehrke Econ GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Dr. Dennis Hartmann, Wirtschaftsprüfer

gez. Stefan Brunke, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2017/2018 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben ordnungsgemäß wahrgenommen und den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens fortlaufend überwacht und beratend begleitet. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden.

Der Vorstand hat den Aufsichtsrat regelmäßig sowohl schriftlich als auch mündlich, zeitnah und umfassend über die Unternehmensplanung, den Gang der Geschäfte, die strategische Weiterentwicklung sowie die aktuelle Lage des Unternehmens unterrichtet. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates wurde zudem auch außerhalb von Aufsichtsratssitzungen regelmäßig vom Vorstandsvorsitzenden über aktuelle Entwicklungen der Geschäftslage und wesentliche Geschäftsvorfälle informiert.

Außerdem hat der Aufsichtsratsvorsitzende mit dem Vorstandsvorsitzenden regelmäßig Kontakt gehalten und mit ihm Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage und des Risikomanagements sowie der Regelkonformität des Unternehmens beraten. Sofern erforderlich, hat der Aufsichtsrat Beschlüsse im schriftlichen Verfahren gefasst.

Genehmigungen von Beschlussvorlagen des Vorstandes erfolgten nach Prüfung umfangreicher Unterlagen sowie intensiver Erörterung mit dem Vorstand. Ausschüsse des Aufsichtsrates bestanden im Berichtszeitraum nicht. Kein Mitglied des Aufsichtsrates nahm an weniger als der Hälfte der Sitzungen teil.

Jahresabschluss 2017/2018

Der vom Vorstand nach den Regeln des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2017 bis zum 30. September 2018 wurde den Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zugesandt. Alle Unterlagen wurden in der Sitzung des Aufsichtsrats intensiv diskutiert. Nach eigener Prüfung des Jahresabschlusses hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss 2017/2018 gemäß § 172 Satz 1 AktG festgestellt.

Dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns schloss sich der Aufsichtsrat nach eigener Prüfung an. Bei seinen Überlegungen wurden die Eigenmittel- sowie die Liquiditätssituation, zukünftige regulatorische Anforderungen und die Finanzplanung der Gesellschaft als auch das Aktionärsinteresse an einer angemessenen Dividende einbezogen und gegeneinander abgewogen.

Der Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen lag dem Aufsichtsrat zusammen mit den anderen Jahresabschlussunterlagen vor. Der Aufsichtsrat hat den Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen seinerseits geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung hält der Aufsichtsrat fest, dass Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen nicht zu erheben waren.

Interessenkonflikte und deren Behandlung

Weder von Mitgliedern des Vorstands noch des Aufsichtsrats wurden in Bezug auf die eigene Person Interessenkonflikte identifiziert oder bekanntgegeben. Anhaltspunkte für Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind und über die die Hauptversammlung informiert werden soll, hat es nach Kenntnis des Aufsichtsrats nicht gegeben.

Danksagung

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und den Beraterinnen und Beratern für ihren hohen persönlichen Einsatz und ihre Leistung im Geschäftsjahr 2017/2018.

Unterschrift des Aufsichtsrats

Hannover, 29.11.2018

gez. Dr. Bernhard Termühlen, Aufsichtsratsvorsitzender

Ergebnisverwendungsbeschluss des Mutterunternehmens

Verwendung des Bilanzgewinns gem. Beschluss der Hauptversammlung vom 16.01.2019 für das Geschäftsjahr 2017/2018

Ausschüttung von 2,50 EUR Dividende je dividendenberechtigter Stückaktie 218.750,00
Einstellung in Gewinnrücklagen 0,00
Gewinnvortrag 362.352,49
Bilanzgewinn 581.102,49

(Alle Angaben in EUR)

 

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