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Bradley Mundt – auf ein Wort: Geschäfte leben auch von Vertrauen, Herr Mundt! von Plan B Net Zero

Mohamed_hassan (CC0), Pixabay
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Plan B, Zero Net und die Frage, wie ernst ein junger Unternehmer seine Verantwortung gegenüber Kunden und Vertriebspartnern nimmt.

Sehr geehrter Herr Bradley Mundt,

wir kennen uns persönlich nicht. Ihr Name ist mir allerdings durchaus bekannt. Und eines möchte ich vorwegschicken: Ich finde es bemerkenswert, wenn junge Menschen früh den Mut aufbringen, unternehmerische Verantwortung zu übernehmen. Ein Unternehmen aufzubauen bedeutet schließlich weit mehr, als Umsätze zu erzielen. Es bedeutet Verantwortung für Mitarbeiter, Kunden, Geschäftspartner und die Einhaltung gesetzlicher Verpflichtungen.

Gerade junge Unternehmer müssen vieles erst lernen. Das ist völlig normal. Entscheidend ist, wie sie mit Problemen umgehen, wenn das Geschäft einmal nicht mehr geräuschlos funktioniert.

In den vergangenen Wochen erreichten unsere Redaktion mehrere Hinweise unzufriedener Kunden. Auch auf Trustpilot finden sich kritische Bewertungen. Nach unseren vorliegenden Informationen entfallen dort rund 17 Prozent der Bewertungen auf lediglich einen Stern.

Nun gut, wo gehobelt wird, fallen Späne. Beschwerden gehören zum Geschäftsleben. Entscheidend ist, dass man sie ernst nimmt, vernünftig bearbeitet und Lösungen findet.

Eine mögliche Millionenforderung wirft allerdings deutlich ernstere Fragen auf.

Besonders nachdenklich gemacht hat uns eine Information, wonach Ihr Unternehmen einem Vertriebspartner angeblich mehr als eine Million Euro schulden soll. Nach Darstellung der uns vorliegenden Hinweise sollen fällige Forderungen bislang nicht beglichen worden sein. Zudem steht der Vorwurf im Raum, Zahlungen würden hinausgezögert.

Ob diese Darstellung vollständig zutrifft, bedarf selbstverständlich Ihrer Stellungnahme.

Sollten sich die Vorwürfe allerdings bestätigen, wäre das ein schwerwiegendes Problem. Denn hinter solchen Forderungen stehen möglicherweise Hunderte Mitarbeiter eines Vertriebspartners, die Kunden gewonnen und damit zu Ihrem geschäftlichen Erfolg beigetragen haben.

Und dann wäre da noch Ihr Vater Robert Mundt.

Robert Mundt ist uns aus der Berichterstattung über FlexStrom bekannt. Nach den uns zugetragenen Informationen soll er bei dem betroffenen Vertriebspartner persönlich aufgetreten sein und sinngemäß erklärt haben, finanziell jederzeit für entsprechende Verbindlichkeiten einstehen zu können.

Auch diese Schilderung können wir bislang nicht unabhängig bestätigen.

Aber eines gilt grundsätzlich: Unternehmerische Glaubwürdigkeit entsteht nicht durch große Worte oder die Darstellung persönlicher Vermögensverhältnisse. Sie entsteht dadurch, dass Zusagen eingehalten und berechtigte Forderungen beglichen werden.

Herr Mundt, Ihr Geschäftsmodell lebt offenbar wesentlich von Vertriebspartnern. Diese Partner müssen darauf vertrauen können, für ihre Leistungen vereinbarungsgemäß bezahlt zu werden.

Geht dieses Vertrauen verloren, kann der wirtschaftliche Schaden erheblich sein. Welcher Vertriebspartner möchte dauerhaft Leistungen erbringen, wenn er anschließend um seine Vergütung kämpfen muss?

Deshalb mein persönlicher Appell an Sie:

Nehmen Sie die Angelegenheit selbst in die Hand. Klären Sie die offenen Fragen, suchen Sie das Gespräch mit dem betroffenen Geschäftspartner und sorgen Sie für Transparenz.

Sollten die Forderungen berechtigt und fällig sein, gehören sie bezahlt. Bestehen sachliche oder rechtliche Einwände, sollten auch diese nachvollziehbar auf den Tisch.

Denn langfristiger unternehmerischer Erfolg bemisst sich nicht allein am Umsatz. Er bemisst sich auch daran, ob man sich auf das Wort eines Unternehmers verlassen kann.

Herr Mundt, Vertrauen aufzubauen dauert Jahre. Es zu verlieren, manchmal nur wenige Wochen.

Wir geben Ihnen selbstverständlich Gelegenheit, zu den uns vorliegenden Vorwürfen Stellung zu nehmen, und werden Ihre Antwort gerne berücksichtigen.

Thomas Bremer

Redaktion diebewertung.de

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