Es gibt Witze, die zünden. Es gibt Witze, die floppen. Und dann gibt es Witze, die Bill Maher dazu bringen, nach einer Preisverleihung am Parkplatz auf Wanda Sykes zu warten.
Genau das soll sich nach den Golden Globes 2026 ereignet haben.
Sykes hatte bei der Verleihung den mutigen Versuch unternommen, einen Comedian zu veräppeln – eine Praxis, die unter Komikern bislang eigentlich als gesellschaftlich akzeptiert galt.
Ihr Satz über Maher:
„Bill Maher, du gibst uns so viel. Aber ich hätte gern ein bisschen weniger davon.“
Das Publikum lachte.
Wanda Sykes lachte.
Nur Bill Maher schien den Eindruck zu haben, gerade Opfer eines diplomatischen Zwischenfalls geworden zu sein.
Der Witz-Ermittler schlägt zu
Wie Sykes nun berichtet, sei Maher später zu ihr gekommen und habe gefragt:
„Was sollte das eigentlich?“
Eine bemerkenswerte Frage für jemanden, der seit Jahrzehnten davon lebt, anderen Menschen ungefragt zu erklären, was sie falsch machen.
Sykes antwortete nüchtern:
„Es war ein Witz, Bill.“
Doch damit begann offenbar die eigentliche Komödie.
Maher soll erwidert haben:
„Das war nicht einmal ein Witz.“
Worauf Sykes trocken konterte:
„Komisch. Ich habe Gelächter gehört.“
Treffer. Versenkt.
Wenn der Betroffene den Witz erklärt
Besonders schön wird die Geschichte an dem Punkt, an dem Maher laut Sykes weiter protestierte – und damit exakt das Verhalten zeigte, das der Witz ursprünglich kritisiert hatte.
Man stelle sich vor:
Jemand macht einen Scherz darüber, dass man zu empfindlich auf Kritik reagiert.
Und die Reaktion lautet:
„Ich reagiere überhaupt nicht empfindlich auf Kritik! Und jetzt diskutieren wir die nächsten 20 Minuten darüber!“
Das ist ungefähr so, als würde ein Pyromane beweisen wollen, dass er nichts mit dem Brand zu tun hat, während er noch das Streichholz in der Hand hält.
Die Textnachrichten-Apokalypse
Maher argumentierte anschließend offenbar mit einer modernen Variante des Zeugenbeweises:
„Ich bekomme ganz viele SMS, die sagen, der Witz war schlecht.“
Sykes konterte:
„Ich bekomme ganz viele SMS, die sagen, er war großartig und dass sie dich nicht mögen.“
Damit war die Diskussion endgültig auf dem Niveau zweier Teenager angekommen, die sich gegenseitig ihre Instagram-Kommentare vorlesen.
Podcast? Nein danke.
Besonders schmerzhaft dürfte Maher die nächste Pointe getroffen haben.
Er lud Sykes zu seinem Podcast „Club Random“ ein.
Ihre Antwort:
„Auf gar keinen Fall.“
Manchmal reichen drei Worte, um mehr Schaden anzurichten als ein kompletter Netflix-Roast.
Fazit
Die Moral dieser Geschichte ist einfach:
Wanda Sykes machte einen Witz über Bill Maher.
Bill Maher bewies anschließend persönlich, dass der Witz funktioniert hat.
Für Comedians gilt eigentlich eine eiserne Regel: Wer austeilt, sollte auch einstecken können.
Wanda Sykes lieferte die Pointe auf der Bühne.
Bill Maher lieferte die Fortsetzung auf dem Parkplatz.
Und selten hat jemand unfreiwillig so hart an seinem eigenen Roast mitgeschrieben.
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