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Bilanzanalyse – AS Beteiligungs- und Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH

geralt (CC0), Pixabay
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 1. Überblick

  • Rechtsform: GmbH

  • Firmensitz: Saarbrücken

  • Größenklasse: Kleinstgesellschaft (§ 267a HGB)

  • Rechnungslegungsstandard: HGB, vereinfachte Offenlegung ohne GuV und Anhang

  • Bilanzstichtag: 31.12.2023

  • Tätigkeit (mutmaßlich): Beteiligungshaltung und Vermögensverwaltung (laut Firmierung)

 2. Bilanzstruktur im Überblick

Posten 31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
Bilanzsumme 19.822.001,42 € 12.696.087,44 € +56,1 %
Anlagevermögen 616.620,00 € 557.135,00 € +10,7 %
Umlaufvermögen 19.205.381,42 € 12.138.952,44 € +58,2 %

▶️ Kommentar:
Die Bilanzsumme ist deutlich gestiegen, insbesondere durch einen Zuwachs im Umlaufvermögen. Das kann auf erhöhte Liquidität, Beteiligungserträge, Finanzmittel oder Vermögensumschichtungen hinweisen. Die Firma zeigt ein stark liquides oder bewegliches Vermögensprofil, typisch für eine Verwaltungsgesellschaft.


⚖️ 3. Passivseite im Detail

Posten 31.12.2023 31.12.2022 Veränderung
Eigenkapital 24.281,15 € 28.514,70 € -14,9 %
Rückstellungen 16.221,00 € 9.620,41 € +68,6 %
Verbindlichkeiten 19.781.499,27 € 12.657.952,33 € +56,3 %

▶️ Kritischer Punkt:

  • Eigenkapitalquote 2023:
    24.281,15 € / 19.822.001,42 € ≈ 0,12 % (!)
    → De facto vollständig fremdfinanziert.

  • Eigenkapital ist trotz wachsender Bilanzsumme leicht gesunken, was auf ein negatives Ergebnis hinweisen könnte.

  • Verbindlichkeiten haben sich massiv erhöht, fast proportional zum Vermögenszuwachs.


⚠️ 4. Bewertung – Chancen und Risiken

Stärken:

  • Vermögenswachstum: Erheblicher Zuwachs im Umlaufvermögen, was auf operative Expansion oder Kapitalzuflüsse hindeutet.

  • Rückstellungen wurden ausgebaut → höhere Vorsicht gegenüber zukünftigen Risiken.

  • Als Vermögensverwaltungsgesellschaft ist eine hohe Liquidität denkbar.

Kritisch / Schwächen:

  • Extrem niedrige Eigenkapitalquote (nahe Null)
    Hohe Abhängigkeit von Fremdkapital; geringste Schwankungen könnten Insolvenzrisiken bergen.

  • Keine Informationen zur Herkunft der Verbindlichkeiten (kurzfristig/langfristig? bankfinanziert? Gesellschafterdarlehen?).

  • Eigenkapitalrückgang trotz Bilanzwachstum legt nahe: Verlust im Jahr 2023.

  • Es gibt keine Gewinn- und Verlustrechnung, daher keine Analyse zu operativen Erträgen möglich.

  • Anlagevermögen kaum verändert – wenig Substanzbildung.

🧮 5. Fazit: Kritisch, aber differenziert

Die AS Beteiligungs- und Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH weist für 2023 eine deutlich vergrößerte Bilanzsumme auf, bleibt aber dramatisch unterkapitalisiert. Trotz des nominellen Wachstums ist die Eigenkapitalquote praktisch nicht mehr existent, was kein nachhaltiges Fundament für Krisensituationen darstellt.

Es fehlt an Transparenz hinsichtlich:

  • Struktur und Fälligkeiten der Verbindlichkeiten

  • Herkunft des Vermögenszuwachses

  • Wirtschaftlicher Erfolg (keine GuV offengelegt)

📌 Empfehlung zur Beobachtung:

  • Stärkung des Eigenkapitals (z. B. durch Kapitalerhöhung oder Thesaurierung)

  • Offenlegung der GuV (auch freiwillig), um wirtschaftliche Substanz zu zeigen

  • Prüfen, ob Risikovorsorge und Finanzierungsstruktur angemessen sind

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