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Berlin sucht offenbar nach Ersatz für ausbleibende US-Raketen

ceparedonda (CC0), Pixabay
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Nach den jüngsten Aussagen von US-Präsident Donald Trump wächst in Berlin offenbar die Sorge um die geplante Stationierung amerikanischer Marschflugkörper in Deutschland. Laut einem Bericht der „Welt“ prüft die Bundesregierung inzwischen mehrere Alternativen, um mögliche Fähigkeitslücken bei der Abschreckung zu schließen.

Im Zentrum der Überlegungen steht demnach die Frage, wie Deutschland kurzfristig an Raketen mit mittlerer und großer Reichweite gelangen könnte, falls die zugesagten US-Systeme doch nicht geliefert oder stationiert werden.

Eine Option wäre offenbar ein deutsch-amerikanisches Gemeinschaftsunternehmen zur Produktion von „Tomahawk“-Marschflugkörpern. Die weltweit bekannten Präzisionswaffen gelten als zentrale Komponente westlicher Abschreckungsstrategien und werden bislang vor allem von den USA eingesetzt.

Darüber hinaus soll laut dem Bericht auch ein möglicher Kauf türkischer Raketensysteme geprüft werden. Diese könnten demnach als Übergangslösung dienen, bis Deutschland gemeinsam mit europäischen Partnern eigene weitreichende Waffensysteme entwickelt hat.

Die Debatte zeigt, wie stark sich die sicherheitspolitische Lage in Europa verändert hat. Während Deutschland jahrzehntelang stark auf den militärischen Schutz der USA setzte, wächst angesichts internationaler Krisen und möglicher Kurswechsel in Washington der Druck, unabhängiger zu werden.

Besonders Trumps jüngste Aussagen sorgen dabei für Nervosität. Der US-Präsident hatte Zweifel daran geweckt, ob die geplante Stationierung amerikanischer Raketen in Deutschland tatsächlich umgesetzt wird. In Berlin wird nun offenbar intensiv geprüft, wie man sich für diesen Fall absichern könnte.

Offiziell äußerte sich die Bundesregierung bislang nicht zu den Berichten. Klar ist jedoch: Die Diskussion über eigene europäische Abschreckungsfähigkeiten gewinnt zunehmend an Dynamik – auch weil viele Nato-Staaten fürchten, sich künftig nicht mehr uneingeschränkt auf die USA verlassen zu können.

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