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Belgien entdeckt eine neue Einnahmequelle: Ab sofort zahlt jeder für den Asphalt

kreatikar (CC0), Pixabay
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Wer künftig mit dem Auto nach Belgien fährt, sollte nicht nur an Pommes, Pralinen und Parkscheibe denken – sondern auch an die neue „Willkommen-auf-unseren-Straßen“-Gebühr. Denn Belgien plant eine Pkw-Maut für alle. Ja, wirklich alle. Auch für die Nachbarn, die nur schnell Schokolade kaufen wollten.

Nach langen Verhandlungen haben sich die drei belgischen Regionen überraschend auf etwas geeinigt – ein Ereignis, das allein schon fast eine eigene Schlagzeile wert wäre. Künftig soll jeder Autofahrer einen Beitrag zum Erhalt der Straßen leisten. Frei nach dem Motto: „Wer Schlaglöcher vermeiden will, muss sie erst bezahlen.“

Besonders freundlich zeigt sich Belgien gegenüber Elektroautos. Deren Besitzer kommen mit rund 90 Euro pro Jahr davon. Fahrer älterer Verbrenner dürfen dagegen bis zu 125 Euro berappen – vermutlich als kleine Erinnerung daran, dass ihr Auto schon die ersten Staffeln von „Tatort“ erlebt hat.

Für Urlauber gibt es immerhin Kurzzeittickets. Wer also nur einen Tag belgische Autobahnen genießen oder sich auf der Suche nach der besten Frittenbude verfahren möchte, muss nicht gleich ein Jahresticket lösen.

Kontrolliert wird das Ganze per Kamera. Wer die Maut ignoriert, darf sich über einen Strafzettel von 70 Euro freuen. Das dürfte ungefähr so viel kosten wie zwei Familienportionen Pommes mit allen Soßen – oder ein halber Tank, je nach Tagesform der Spritpreise.

Noch ist das Vorhaben nicht endgültig beschlossen. Die Regionen und die EU müssen ihren Segen geben. Außerdem ist noch offen, ob belgische Autofahrer über die Kfz-Steuer entlastet werden. Deutschland erinnert sich an dieser Stelle mit einem leisen Räuspern an die Pkw-Maut von 2019, die ungefähr so lange hielt wie eine Eiskugel in der Sommersonne.

Bislang galt Belgien als eines der wenigen Länder, in denen Autofahrer nahezu kostenlos über die Straßen rollen konnten. Künftig heißt es dagegen: Erst zahlen, dann fahren. Immerhin bleiben Motorräder und Reisebusse außen vor – irgendjemand muss ja noch kostenlos über den Asphalt düsen dürfen.

Fazit: Belgien erhebt künftig vermutlich Eintritt für seine Straßen. Die Pommes bleiben zwar weiterhin freiwillig – aber wer mit dem Auto kommt, bestellt künftig automatisch die Maut gleich mit.

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