Ein Passagierflugzeug der US-Fluggesellschaft United Airlines ist beim Landeanflug auf den Flughafen Newark im Bundesstaat New Jersey nur knapp einer Kollision mit einer Drohne entgangen.
Wie aus dem Funkverkehr zwischen Cockpit und Fluglotsen hervorgeht, meldete der Pilot kurz vor der Landung: „Wir hätten beinahe eine Drohne getroffen.“ Nach seiner Beschreibung handelte es sich um ein rundes Flugobjekt mit einem Durchmesser von etwa einem Meter, das sich lediglich rund 30 Meter unter der Maschine befand.
Die Boeing 737 war mit 106 Passagieren und fünf Besatzungsmitgliedern von Key West in Florida nach Newark unterwegs. Trotz des Vorfalls konnte das Flugzeug gegen 17.30 Uhr Ortszeit sicher landen. Verletzt wurde niemand.
Nahezu zeitgleich berichtete auch die Besatzung eines weiteren United-Express-Fluges, der von GoJet Airlines durchgeführt wurde, von einer Drohnensichtung in einer Höhe von etwa 2.000 Fuß (rund 600 Meter) im Anflug auf Newark.
Nach Angaben der US-Luftfahrtbehörde FAA werden monatlich rund 100 Drohnensichtungen in der Nähe amerikanischer Flughäfen gemeldet. Der Betrieb von Drohnen in kontrollierten Lufträumen oder in unmittelbarer Nähe bemannter Flugzeuge ist ohne ausdrückliche Genehmigung grundsätzlich verboten.
Der Vorfall unterstreicht erneut die wachsenden Sicherheitsrisiken durch unerlaubte Drohnenflüge im Umfeld stark frequentierter Flughäfen. Bereits mehrfach hatten Piloten in den vergangenen Jahren vor gefährlichen Annäherungen gewarnt. Eine Kollision könnte – insbesondere in kritischen Flugphasen wie Start oder Landung – schwerwiegende Folgen haben.
Kommentar hinterlassen