Im Pentagon scheint inzwischen weniger über Verteidigungsstrategien gesprochen zu werden als über die Frage: „Bin ich morgen eigentlich noch im Dienst?“
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth räumt offenbar so gründlich auf, dass selbst der Staubsauger neidisch werden dürfte. Hochrangige Generäle gehen in den Ruhestand, werden versetzt oder gleich ganz verabschiedet. Manche vermutlich schneller, als sie ihren Schreibtisch räumen können.
Sogar aus den eigenen republikanischen Reihen kommt inzwischen Kritik. Der republikanische Abgeordnete Don Bacon wirft Hegseth vor, das Pentagon immer stärker auf die politische Agenda Donald Trumps zuzuschneiden. Übersetzt heißt das wohl: Nicht mehr die beste militärische Strategie entscheidet – sondern die richtige politische Gesinnung.
Berichten zufolge herrscht im Pentagon mittlerweile ein Klima, das irgendwo zwischen Reality-Show, Escape Room und Castingshow angesiedelt ist. Lügendetektortests, Verschwiegenheitserklärungen und die tägliche Frage: „Überlebe ich den heutigen Arbeitstag – beruflich?“
Ein Mitarbeiter brachte die Stimmung auf den Punkt: Man habe ständig überlegt, ob die eigene Arbeit den Chef im Amt hält – oder ob gleich der nächste Rauswurf droht.
Da könnte man fast meinen, das Pentagon sei zur neuesten Staffel von „America’s Next Top General“ geworden.
Neuester Abgang ist General Chris Donahue – jener Offizier, der einst als letzter US-Soldat Afghanistan verließ. Jetzt verlässt er offenbar auch das Pentagon. Ob freiwillig oder aus dem Gefühl heraus, rechtzeitig das sinkende Schiff zu verlassen, darüber darf spekuliert werden.
Seit Hegseths Amtsantritt sollen bereits mehr als zwei Dutzend Spitzenbeamte und Generäle ihren Posten verloren haben oder selbst das Handtuch geworfen haben. Selbst während internationaler Krisen scheint das große Stühlerücken munter weiterzugehen.
Bleibt eigentlich nur noch eine Frage:
Wer führt am Ende die mächtigste Armee der Welt – oder wird die Stelle inzwischen täglich neu ausgeschrieben?
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