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Australiens Drogenbarone bauen Bunker – die Polizei bringt die Schaufel mit

OpenClipart-Vectors (CC0), Pixabay
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2,7 Tonnen Kokain und ein sehr schlechter Tag für zwei Männer

Man muss den beteiligten Kriminellen eines lassen:

An Kreativität mangelte es ihnen nicht.

Während andere Menschen Gartengeräte, Weihnachtsdekoration oder alte Fahrräder in Containern lagern, versteckte ein mutmaßliches Drogennetzwerk in Australien gleich 2,7 Tonnen Kokain in einem ausgeklügelten unterirdischen Bunkersystem.

Das Problem dabei:

Irgendwann taucht meistens die Polizei auf.

Und die bringt selten Interesse an einer Besichtigungstour mit.

Die größte Kokainbeschlagnahmung der Landesgeschichte

Die australischen Behörden sprechen von der größten Kokainbeschlagnahmung, die das Land jemals erlebt hat.

2,7 Tonnen.

Straßenwert: rund 816 Millionen australische Dollar.

Anders ausgedrückt:

Genug Geld, um mehrere Luxusvillen, eine kleine Fluggesellschaft oder vermutlich die Hälfte aller Parkplätze in Sydney zu erwerben.

Stattdessen landete die Ware in den Beweislagern der Polizei.

Der Bunker unter dem Bunker

Besonders beeindruckt zeigten sich die Ermittler von der Konstruktion.

Das Kokain lag nicht einfach in einem Container.

Das wäre schließlich viel zu gewöhnlich gewesen.

Die Drogen befanden sich in geheimen Kammern unter falschen Böden mehrerer Schiffscontainer auf einem Gelände westlich von Sydney.

Hollywood hätte daraus vermutlich einen Heist-Film gemacht.

Australische Polizisten machten daraus eine Pressekonferenz.

Die Flucht war eher symbolisch

Als die Beamten zugriffen, versuchten zwei Männer im Alter von 21 und 25 Jahren offenbar noch zu fliehen.

Angesichts von 2,7 Tonnen Kokain im Hintergrund dürfte das ungefähr so erfolgversprechend gewesen sein wie ein Bankräuber, der nach dem Alarm gemütlich zum Fahrradständer spaziert.

Die beiden wurden festgenommen und sehen nun einem Verfahren entgegen, das im schlimmsten Fall mit lebenslanger Haft endet.

Der schwimmende Anfang vom Ende

Begonnen hatte die gesamte Operation mit einem kuriosen Fund.

Im Mai entdeckten Ermittler zunächst 40 Kilogramm Kokain, die nahe einer Bootsrampe im Meer trieben.

Man könnte sagen:

Jemand hatte sein Geschäftsmodell verloren.

Dieser Fund führte schließlich zu einer großangelegten Ermittlung, mehreren Festnahmen und nun zur größten Kokainrazzia der australischen Geschichte.

Australiens teures Pulver

Warum sich die Mühe überhaupt lohnt?

Die Antwort liegt im Preis.

Australien gehört zu den lukrativsten Drogenmärkten der Welt.

Ein Gramm Kokain erzielt dort Preise, von denen Dealer in anderen Ländern nur träumen können.

Hinzu kommt, dass Australien und Neuseeland laut internationalen Untersuchungen weltweit zu den Ländern mit dem höchsten Kokainkonsum gehören.

Wo hohe Nachfrage auf hohe Preise trifft, folgen organisierte Kriminelle meist nicht weit dahinter.

Die Lehre des Tages

Für die Ermittler ist die Aktion ein großer Erfolg.

Für die beteiligten Kriminellen eher weniger.

Und für alle anderen liefert der Fall eine interessante Erkenntnis:

Wenn man 2,7 Tonnen Kokain in unterirdischen Geheimkammern versteckt, wirkt das zunächst wie ein genialer Plan.

Bis irgendwann jemand anfängt nachzugraben.

Dann wird aus einem Meisterwerk der Tarnung plötzlich der größte Drogenfund in der Geschichte Australiens.

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