Großbritannien hat einen neuen Premierminister. Andy Burnham ist am Montag offiziell von König Charles III. mit der Regierungsbildung beauftragt worden und zog anschließend in die Downing Street ein. In seiner ersten Ansprache versprach der Labour-Politiker einen politischen Neuanfang und kündigte an, dem Land nach Jahren der Turbulenzen wieder Stabilität zu geben.
Burnham ist bereits der siebte Premierminister innerhalb eines Jahrzehnts. Entsprechend deutlich fiel seine Botschaft aus: Großbritannien müsse der Welt zeigen, dass das Land wieder verlässlich regieren könne. Politik solle künftig weniger von parteipolitischem Schlagabtausch und stärker von Problemlösungen geprägt sein.
Zu den ersten Schwerpunkten seiner Regierung zählen die Bekämpfung der Obdachlosigkeit, Maßnahmen gegen die steigenden Lebenshaltungskosten sowie Investitionen in Bildung, Wohnungsbau und die psychische Gesundheitsversorgung. Bereits in den kommenden Tagen will Burnham erste konkrete Schritte vorstellen. Langfristig kündigte er einen Zehnjahresplan für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung des Landes an.
Auch außenpolitisch bekannte sich der neue Regierungschef zu den internationalen Verpflichtungen Großbritanniens, insbesondere im Bereich der Verteidigung. Gleichzeitig betonte er, wirtschaftliche Stabilität und soziale Sicherheit müssten künftig Hand in Hand gehen.
Sein Vorgänger Keir Starmer verabschiedete sich zuvor mit einer emotionalen Rede aus der Downing Street. Er bezeichnete das Amt des Premierministers als die größte Ehre seines politischen Lebens und wünschte seinem Nachfolger viel Erfolg.
Vor der berühmten schwarzen Tür der Downing Street herrschte bei Burnhams Ankunft eine nahezu festliche Stimmung. Unterstützer applaudierten, Familienangehörige begleiteten den neuen Premierminister, der seine Rede ohne Manuskript hielt und mehrfach zu mehr Zusammenhalt und Optimismus aufrief.
Der politische Aufstieg Burnhams verlief außergewöhnlich schnell. Erst vor wenigen Wochen war er nach einer Nachwahl ins britische Unterhaus zurückgekehrt. Vorausgegangen war eine schwere Niederlage der Labour-Partei bei den Kommunalwahlen sowie wachsender parteiinterner Druck auf Keir Starmer, der schließlich seinen Rücktritt erklärte.
Mit der Ernennung Burnhams verbindet sich nun die Hoffnung auf mehr politische Kontinuität. Ob der neue Premierminister den versprochenen Neustart tatsächlich einleiten kann, wird sich jedoch erst in den kommenden Monaten zeigen.
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