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Aktie und Aktienfonds

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Eine Aktie ist ein Wertpapier, das einen Anteil am Grundkapital eines Unternehmens dokumentiert. Aktien können bei der Herausgabe (Emission) gekauft werden, aber auch zu einem späteren Zeitpunkt an der Börse. Bei gleichem Nennwert der Aktien haben alle Aktien den gleichen Anteil am Grundkapital (Stückaktie). Früher wurden von Unternehmen Aktien mit unterschiedlichen Nennwerten herausgegeben, so dass nicht alle den gleichen Anteil am Grundkapital haben. Heute sind Stückaktien üblich.

Meistens werden Aktien in Form von Inhaberaktien ausgegeben, da diese im Gegensatz zu Namensaktien eine schnelle und einfache Übertragung ermöglichen. Bei Namensaktien dagegen muss erst eine Eintragung im Unternehmensbuch erfolgen. Bei vinkulierten Namensaktien muss das Unternehmen sogar seine Zustimmung geben, bevor die Aktie verkauft werden darf.

Die Stammaktie berechtigt zur Abstimmung auf der Hauptversammlung und zur Teilhabe an einer gezahlten Dividende. Vorzugsaktienbesitzer erhalten eine höhere Dividende, besitzen aber kein Stimmrecht.

Der Kurs der Aktie wird vor allem durch Informationen über das Unternehmen wie das Kurs-Gewinn-Verhältnis beeinflusst, aber auch von der Einschätzung der Situation durch die Marktteilnehmer. Hier spielt die Psyche eine große Rolle. Da Kursverluste ebenso wie Kursgewinne möglich sind, gehen Aktienbesitzer ein Risiko ein, nicht zuletzt, da auch Fachleute die Kursentwicklung nicht sicher prognostizieren können. Auch ein Totalverlust ist möglich, falls die Aktiengesellschaft insolvent wird.

Ein Aktienfonds ist der Definition des Fonds-Verbandes BVI zufolge ein Investmentfonds, der überwiegend in Aktien investiert. Aktienfonds konzentrieren sich oft auf Aktien aus bestimmten Regionen oder Branchen. Auch eine Aktienauswahl nach anderen Kriterien wie Unternehmensgröße oder Wachstumsaussichten kommt häufig vor. Ein Fonds kann aktiv durch einen Manager betreut werden oder passiv die Entwicklung eines Aktienindex nachvollziehen (Indexfonds).

Wie alle Investmentfonds sind Aktienfonds verpflichtet, das Vermögen der Anleger auf eine größere Zahl von Aktien zu verteilen, um das Anlagerisiko zu streuen. Höchstens zehn Prozent des Fondsvermögens dürfen in Wertpapiere eines Unternehmens investiert werden. Durch ihren Rechtsstatus als Sondervermögen sind die in Aktienfonds enthaltenen Vermögen zudem bei einer Insolvenz der Fondsgesellschaft geschützt. In Deutschland gibt es seit 1950 Aktienfonds.

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