Liebe Fußballfreunde,
langsam wird es absurd. Da wird bei Bayern München über mögliche Ablösesummen spekuliert, als wäre Michael Olise irgendein gewöhnlicher Spieler. Nach seinem Dreierpack für Frankreich gegen Nordirland sollte selbst dem letzten Fußballmanager klar geworden sein: Dieser Mann ist nicht zu verkaufen.
Nicht für 80 Millionen. Nicht für 120 Millionen. Und ehrlich gesagt auch nicht für 150 Millionen Euro.
Während andere Nationalspieler noch darüber nachdenken, ob sie den Ball links oder rechts vorbeischieben sollen, macht Olise einfach drei Tore und fährt wieder nach Hause. Acht Treffer in 18 Länderspielen, dazu überragende Leistungen bei Bayern – und das mit gerade einmal 24 Jahren.
Wenn Bayern in den vergangenen Jahren eines gelernt haben sollte, dann dass Weltklassespieler nicht an jeder Straßenecke herumstehen. Für jeden Olise gibt es zehn überteuerte Transfers, die am Ende erklären, warum sie eigentlich auf einer anderen Position spielen wollten.
Man stelle sich nur vor, Bayern verkauft ihn für 150 Millionen Euro. Was passiert dann? Ein Jahr später kostet ein halbwegs talentierter Ersatzspieler plötzlich 110 Millionen, weil alle Vereine wissen, dass in München gerade ein Geldtransporter vorgefahren ist.
Nein, liebe Verantwortliche. Bei Michael Olise gibt es nur eine vernünftige Strategie: Vertrag verlängern, Gehalt erhöhen und jeden Anruf aus England, Spanien oder Saudi-Arabien direkt auf die Mailbox schicken.
Denn Spieler wie Olise kauft man nicht, um sie wieder zu verkaufen. Spieler wie Olise kauft man, damit sie Titel holen.
Und wenn er bei der WM so weitermacht, werden die 150 Millionen ohnehin bald wie ein Sonderangebot aus dem Wühltisch wirken.
Euer Alfred
„Verkaufen? Das ist ungefähr so sinnvoll, wie die Allianz Arena zu verkaufen und danach Eintritt für den Parkplatz zu verlangen.“
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