Zum zweiten Wochenende in Folge sind landesweit Hunderttausende Menschen unter dem Motto „Hands Off! 50501“ auf die Straßen gegangen, um gegen die Politik und Maßnahmen der Trump-Regierung zu demonstrieren. Von New York über Austin bis nach Los Angeles reichten die Kundgebungen – mit Schildern, Rufen und klaren Botschaften: „Hände weg von unseren Rechten!“
Wofür steht „50501“?
Die Zahl steht symbolisch für den Paragrafen 50501 eines fiktiven Gesetzes, das von Aktivistinnen und Aktivisten als Synonym für staatliche Übergriffigkeit, Entrechtung marginalisierter Gruppen und demokratischen Rückschritt verwendet wird. Inzwischen ist „50501“ zum Hashtag und Sammelpunkt der Bewegung geworden – ob gegen Einschränkungen im Passwesen, Diskriminierung von Minderheiten oder gegen autoritäre Tendenzen in der Einwanderungspolitik.
Zweiter Protest in Folge – größer als der erste
Bereits am vergangenen Wochenende hatte der Protest große Wellen geschlagen, doch dieser Samstag zeigte noch stärkeren Zulauf. In Chicago versammelten sich nach Angaben der Veranstalter über 50.000 Menschen im Grant Park. In San Francisco füllten Demonstrierende die Straßen von Castro bis zum Civic Center. Auch in kleineren Städten wie Boise, Des Moines und Savannah fanden Aktionen statt.
„Es geht um unsere Grundrechte“, sagte die Aktivistin Dana Khoury in Atlanta. „Was wir gerade erleben, ist nicht einfach ein politischer Kurswechsel – es ist ein Angriff auf die Demokratie selbst.“
Besondere Themen im Fokus
Die Proteste richteten sich besonders gegen:
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Die rückgängig gemachte Geschlechterpolitik im Passwesen
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Die Ausweitung der Abschiebepolitik unter Berufung auf das „Alien Enemies Act“
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Die Einschränkung von LGBTQ+ Rechten
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Die drohende Anerkennung russischer Kontrolle über die Krim im Rahmen von Friedensverhandlungen
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Die zunehmende Politisierung der Justiz
Besondere Empörung rief der Fall von Kilmar Abrego Garcia hervor – ein Mann, der trotz Gerichtsurteil nach El Salvador abgeschoben wurde und dort in einem Hochsicherheitsgefängnis landete.
Prominente und Politiker zeigen Solidarität
Zahlreiche Künstler, Autorinnen und Politikerinnen unterstützten die Proteste. Sängerin H.E.R. trat bei einer Kundgebung in Los Angeles auf. In New York sprach die demokratische Senatorin Alexandra Torres: „Wir stehen zusammen, weil wir wissen, dass Freiheit nie selbstverständlich ist.“
Trump-Regierung reagiert scharf
Das Weiße Haus reagierte mit deutlicher Ablehnung. Pressesprecherin Karoline Leavitt sagte in einem Statement: „Diese Proteste werden von extremistischen Gruppen gesteuert, die keine Rücksicht auf die Sicherheit der amerikanischen Bevölkerung nehmen. Präsident Trump wird sich davon nicht beirren lassen.“
Ausblick: Kein Ende in Sicht
Die Organisator*innen kündigten bereits weitere Aktionen an, darunter eine großangelegte Demonstration vor dem Obersten Gerichtshof in Washington am 1. Mai – dem internationalen Tag der Arbeit.
Ein Sprecher der Bewegung sagte am Samstagabend:
„Solange unsere Stimmen ignoriert werden, wird es keinen Stillstand geben. 50501 ist nicht nur ein Protest – es ist ein Aufbruch.“
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