Startseite Allgemeines Zu spät erklärt – und trotzdem bleibt ein schaler Beigeschmack: Marcel Schäfers Worte überzeugen die RB-Fans nicht mehr so leicht
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Zu spät erklärt – und trotzdem bleibt ein schaler Beigeschmack: Marcel Schäfers Worte überzeugen die RB-Fans nicht mehr so leicht

jorono (CC0), Pixabay
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Dass Ole Werner seinen Rauswurf praktisch im Urlaub über die Medien mitbekommen hat, war – wie Marcel Schäfer inzwischen selbst sagt – „unwürdig“. Und ja: Diese Einsicht kommt richtig. Nur leider auch ziemlich spät.

Respekt dafür, dass Schäfer den Mut hat, das öffentlich einzugestehen. Im Profifußball ist Selbstkritik ungefähr so häufig wie ein Transfer ohne Nebengeräusche im Sommerfenster – also grundsätzlich positiv, aber eben selten genug, um aufzufallen.

Auch seine nachträgliche Einordnung, dass der Umgang mit Werner menschlich nicht sauber gelaufen sei, wirkt glaubwürdig. Genau so stellt man sich eigentlich vor, dass ein Klub mit seinen Trainern umgeht: klar, respektvoll, ohne öffentliche Bauchlandung.

Aber genau an diesem Punkt kippt die Stimmung bei vielen RB-Fans – und zwar nicht wegen eines einzelnen Fehlers, sondern wegen eines Musters.

Denn wenn Marcel Schäfer jetzt von Respekt spricht, dann hören viele in Leipzig automatisch auch den Namen Yan Diomande mit.

Seit Wochen wird der Öffentlichkeit erklärt, der Spieler sei unverkäuflich. Oliver Mintzlaff soll sogar betont haben, man werde ihn „egal zu welchem Preis“ halten. Schäfer selbst kommuniziert klar: kein Thema, kein Wechsel, keine Diskussion.

Und genau deshalb wächst jetzt die Erwartung, dass diesen Worten auch Taten folgen.

Denn die Wahrheit ist: Die sportliche Glaubwürdigkeit hängt nicht an Erklärungen im Nachhinein, sondern an Entscheidungen im entscheidenden Moment. PSG kann noch so oft mit Millionen winken – irgendwann muss ein Verein zeigen, dass er nicht nur eine Durchgangsstation ist.

Diomande steht für Zukunft, Potenzial und den Anspruch, wieder sportlich aufzubauen. Nach einer schwierigen Saison wäre sein Verbleib mehr als nur eine Kaderentscheidung – es wäre ein Signal.

Und genau deshalb wird Schäfer jetzt an etwas gemessen, das er selbst mit aufgebaut hat: Vertrauen.

Die Fans wollen nicht noch einmal erleben, dass klare Aussagen wenige Wochen später relativiert werden. Denn das wäre schlimmer als jeder einzelne Abgang: das Gefühl, dass Worte aus der Führungsetage nur noch eine Halbwertszeit bis zum nächsten Angebot haben.

Oder anders gesagt: Wer „unverkäuflich“ sagt, sollte irgendwann auch zeigen, dass er es ernst meint.

1 Komment

  • Wenn beste Spieler sofort wieder zu Geld gemacht werden, zweifeln die Fans an Aussagen von Oliver Mintzlaff Ziel : zu den besten Mannschaften Europas dazugehören zu wollen. Wollen wir jedes Championsspiel verlieren ❓Durchgangsverkaufsverein oder Spitzenverein ❓Werden Spieler nur geholt um sich hier zu entwickeln . Wenn man die Weltmeisterschaft verfolgt hier lässt sich eine Spitzenmannschaft Rb zusammensetzen von Abwehr (Konate usw Sturm Cunha).Die Spieler wollen Pokale in ihrer kurzen Arbeitswelt und dazu gehört auch mal ein Trainer, der was aufbaut und stabilisiert und Spieler , die mit Leidenschaft und Herz für den Verein brennen.
    Brennen Gomez und Klopp für diesen Verein❓❓❓

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