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WMO warnt vor starkem El Niño: Extreme Wetterereignisse könnten weltweit zunehmen

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Die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) warnt vor der Entwicklung eines starken El-Niño-Ereignisses, das in den kommenden Monaten weltweit erhebliche Auswirkungen auf Wetter, Landwirtschaft und Wasserressourcen haben könnte. Nach Einschätzung der Experten steigen die Wahrscheinlichkeiten für überdurchschnittlich hohe Temperaturen sowie für eine Zunahme extremer Wetterereignisse in zahlreichen Regionen der Erde.

Klimaphänomen mit globalen Folgen

El Niño ist ein natürliches Klimaphänomen, das durch eine ungewöhnliche Erwärmung der Meeresoberfläche im tropischen Pazifik ausgelöst wird. Obwohl der Ursprung im Pazifik liegt, beeinflusst El Niño Wettermuster rund um den Globus. In einigen Regionen führt das Phänomen zu lang anhaltenden Dürren und Hitzewellen, während andernorts Starkregen, Überschwemmungen und Stürme wahrscheinlicher werden.

Besonders betroffen sind häufig Teile Südamerikas, Australiens, Südostasiens sowie verschiedene Regionen Afrikas. Auch Europa kann indirekt Auswirkungen spüren, wenngleich diese deutlich weniger ausgeprägt sind als in anderen Weltregionen.

Landwirtschaft und Versorgung unter Druck

Die WMO weist darauf hin, dass ein starkes El-Niño-Ereignis erhebliche wirtschaftliche Folgen haben kann. Ernteausfälle, Wasserknappheit und Waldbrände zählen ebenso zu den möglichen Konsequenzen wie Beeinträchtigungen der Fischerei und steigende Lebensmittelpreise.

Vor allem Entwicklungsländer gelten als besonders verwundbar, da dort bereits bestehende Versorgungsprobleme durch extreme Wetterlagen zusätzlich verschärft werden können. Internationale Hilfsorganisationen beobachten die Entwicklung daher mit großer Aufmerksamkeit.

Rekordtemperaturen möglich

Sollte sich El Niño wie prognostiziert weiter verstärken, könnte das Phänomen zusätzlich zu den Auswirkungen des menschengemachten Klimawandels beitragen. Bereits in früheren El-Niño-Phasen wurden weltweit außergewöhnlich hohe Durchschnittstemperaturen gemessen.

Die WMO betont jedoch, dass El Niño zwar ein natürlicher Klimazyklus ist, seine Auswirkungen heute auf eine bereits deutlich erwärmte Erde treffen. Dadurch können Hitzewellen intensiver ausfallen und Extremwetterereignisse häufiger auftreten.

Frühwarnung statt Alarmismus

Die Meteorologen rufen Regierungen und Katastrophenschutzbehörden dazu auf, sich frühzeitig auf mögliche Auswirkungen vorzubereiten. Moderne Wetter- und Klimamodelle ermöglichen heute deutlich präzisere Vorhersagen als noch vor wenigen Jahrzehnten und bieten die Chance, Schutzmaßnahmen rechtzeitig einzuleiten.

Ob sich tatsächlich ein außergewöhnlich starkes El-Niño-Ereignis entwickelt, wird von der weiteren Temperaturentwicklung im tropischen Pazifik abhängen. Die WMO wird die Lage in den kommenden Monaten kontinuierlich beobachten und ihre Prognosen entsprechend aktualisieren.

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