Die Fußball-WM 2026 dürfte nicht nur sportlich neue Dimensionen erreichen, sondern auch bei Sportwetten. Laut einer Prognose des Finanzdienstleisters Macquarie könnten weltweit mehr als 50 Milliarden Dollar auf Spiele des Turniers gesetzt werden.
Das wären rund 500 Millionen Dollar pro Partie.
Zum Vergleich: Bei der WM 2022 in Katar lagen die weltweiten Einsätze noch bei etwa 35 Milliarden Dollar.
Mehr Teams, mehr Spiele, mehr Wetten
Der Hauptgrund für den erwarteten Rekord ist das neue XXL-Format der WM. Statt 32 nehmen diesmal 48 Mannschaften teil. Dadurch steigt die Zahl der Spiele von 64 auf mehr als 100.
Auch die Austragungsorte USA, Kanada und Mexiko dürften den Wettboom verstärken. Die Zeitzonen sind für viele Märkte attraktiver, besonders für Zuschauer in Europa, Lateinamerika und Afrika.
Hinzu kommt der stark gewachsene US-Sportwettenmarkt. Mittlerweile können rund 65 Prozent der US-Bevölkerung legal auf Sportereignisse wetten. 2022 waren es noch etwa 40 Prozent.
Warnung vor Spielsucht und Schulden
Glücksspielkritiker warnen jedoch vor den Folgen.
Les Bernal von der Organisation Stop Predatory Gambling erklärte, viele Menschen, besonders junge Männer, könnten durch WM-Wetten in schwere Schulden geraten. Langfristig verliere nahezu jeder Sportwetter Geld.
Auch britische Reformaktivisten warnen, dass Nutzer während der WM gezielt von Sportwetten zu noch riskanteren Casino-Angeboten weitergeleitet werden könnten.
Ein Fest für Wettanbieter
Für große Wettanbieter könnte die WM ein Milliardengeschäft werden. Entscheidend wird sein, ob sie Gelegenheitswetter dauerhaft an ihre Plattformen binden können.
Besonders profitieren dürften Anbieter, die neben Sportwetten auch Online-Casino-Produkte anbieten.
Fazit
Die WM 2026 könnte sportlich ein globales Fußballfest werden – und wirtschaftlich das größte Wett-Spektakel aller Zeiten.
Doch hinter den Rekordzahlen steht auch ein ernstes Risiko: Für viele Fans endet der Einsatz nicht mit Jubel, sondern mit Verlusten.
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