Wie entwickelt sich der Vertrieb in der Finanzberatung im Jahre 2016

Nun, man muss kein Prophet sein, um vorherzusagen, dass viele im Finanzvertriebe heute auch noch nicht wissen, welches Produkt sie in den nächsten Monate verkaufen werden, vor allem dann, wenn sich dieses Finanzberater vorwiegend im grauen Kapitalmarkt bewegt haben. Das neue Kleinanlegerschutzgesetz macht den Vertrieb vieler Produkte nicht mehr möglich, vor allem der  Nachrangdarlehen, die den Vertrieb in den letzten 2 Jahren im grauen Kapitalmarkt geprägt haben. Hier „wird ein Sumpf ausgetrocknet werden, den die BaFin so nicht will“, so ein nicht genannt werden wollender Mitarbeiter der BaFin. Diese Kapitalmarktprodukt waren „toxische Papiere“ für die Kapitalanlagekunden. Im Jahre 2016 werden hier noch viele Gesellschaften „den Bach hinuntergehen“ und so manches Kapital von Anlegern vernichten. Das wird dann das Ende des grauen Kapitalmarktes in Deutschland sein.

Was werden Anleger dann zeichnen? Nun, es wird immer risikobereite Anleger geben, die Versprechungen von Initiatoren dann glauben werden, wen man den „schnellen Euro mit Traumrenditen machen kann“. Diese Initiatoren werden dann verstärkt vom Ausland aus ihre Produkte anbieten und ihre Geschäfte machen, das natürlich verbunden mit noch größerem Risiko für die Anleger.

Sollte hier ein Unternehmen in Schwierigkeiten geraten, dann dürfte es noch schwieriger werden, sein Geld zurück zu bekommen. Das bedeutet aber auch, dass sich der Vertrieb zukünftig wesentlich mehr anonymisierter im Internet abspielen wird. Möglich, dass dann ausländische Gesellschaften hier vermehrt als Initiatoren auftauchen, ohne im Besitz einer Erlaubnis nach deutschen Richtlinien (BaFin) zu sein. Möglich ist auch, dass dann ein Sitz im Ausland nur „vorgetäuscht“ wird. Da werden wir sicherlich noch so manche „böse Überraschung“ erleben im Jahre 2016.

Was macht aber der klassische Berater des grauen Kapitalmarktes, der der in den letzten Jahren das Nachrangdarlehen an seine Kunden verkauft hat? Entweder geht er aus dem Finanzvertrieb ganz heraus, bildet sich weiter oder aber geht als Angestellter in den Finanzvertrieb. Mehr Alternativen wird er kaum haben. Was wir mitbekommen in den letzten Monaten ist, dass es so manchen Finanzdienstleister in den Bereich MLM abwandert. Aber den richtigen Knaller gibt es in dem Markt auch nicht.

Geringer werden sicherlich auch die Provisionen sein, die man verdienen kann. 10% und mehr wird es kaum noch geben können. Verkaufen können diese Berater dann natürlich auch noch das Produkt „Immobilien“ und natürlich auch das eine oder andere Direktinvestment. Aber auch im Bereich der Direktinvestments hat sich die Welt dann verändert. Hier fallen vor allem Rückkaufsgarantien weg, die man bisher bei Containern, Eisenbahnwaggons usw. immer mitgeliefert bekam. Hier kann man auch nur sagen für die Zukunft „Finger weg“, es sei denn Sie haben ein Grundstück mit Gleisanschluss bzw. Verwendung für einen oft viel zu teuer gekauften Container.

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