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Werder Bremen Fan

jorono (CC0), Pixabay
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Als Werder-Fan muss man bei aller Nostalgie einfach mal ehrlich bleiben: Niclas Füllkrug war einmal wichtig für Bremen – aber diese Zeiten sind vorbei. Fußball lebt nicht von Erinnerungen, sondern von Leistung. Und genau da wird es bei „Lücke“ seit Jahren dünn.

Drei Tore bei West Ham, ein Tor in Mailand – das ist nicht die Bilanz eines Unterschiedsspielers, sondern die eines teuren Mitläufers. Verletzungen hin oder her: Werder Bremen kann und darf sich keinen 33-Jährigen holen, der hauptsächlich von seinem früheren Ruf lebt. Das wäre wieder typisch Bundesliga-Romantik – teuer einkaufen, sentimental abfeiern und sich ein halbes Jahr später wundern, warum nichts funktioniert.

Füllkrug war weg. Und er sollte auch weg bleiben.

Bremen hat ganz andere Probleme als die Rückkehr alter Helden. Der Verein braucht keine nostalgischen Transfer-Schlagzeilen für die Vereinschronik, sondern junge, hungrige Spieler mit Tempo, Leidenschaft und Entwicklungspotenzial. Genau das war doch jahrelang die Stärke von Werder: Talente formen statt Altstars verwalten.

Und ehrlich gesagt passt die aktuelle Richtung doch viel besser zu einem echten Neustart. Der neue Trainer hat Werder vor dem völligen Absturz bewahrt und endlich wieder etwas entwickelt, das man in Bremen lange vermisst hat: Mut, Energie und eine Idee für die Zukunft. Jetzt wieder einen alternden Stürmer mit Millionengehalt zu holen, wäre genau das falsche Signal.

Werder muss aufbauen – nicht zurückschauen.

Natürlich wäre die Rückkehr emotional nett für manche Fans. Ein bisschen Weser-Stadion-Romantik, ein paar alte „Lücke“-Gesänge und schöne Erinnerungen an bessere Zeiten. Aber von Sentimentalität steigt man weder auf noch etabliert man sich langfristig oben.

Bremen braucht Spieler, die sich beweisen wollen. Keine Spieler, die beweisen wollen, dass sie es vielleicht doch noch können.

Und genau deshalb gilt aus meiner Sicht ganz klar:
Danke für früher, Niclas. Aber Werder sollte seine Zukunft nicht in der Vergangenheit suchen.

3 Kommentare

  • Naja ist schwierig und ich persöhnlich habe da zu wenig Einblick warum er dann so wenig getroffen hat (das sollte man natürlich genau hinterfragen).
    Das mit den jungen Spielern teile ich vollkommen aber die brauchen auch Routinierte Spieler an ihrer Seite wo auch Führungsspieler dazu gehören, den wenn Stage weg geht ist schon einer weniger, und noch einer verlässt den Verein.
    Bei einer Kader Zusammenstellung darf man nicht zu sehr nur in eine Richtung denken, weil im Endeffekt eine Mischung immer am besten ist (wo man natürlich wegen Verletzungen auch Glück braucht).
    Nichts in der heutigen Zeit ist so teuer wie gute Offensivspieler, weil die grossen immer mehr die Preise in die Höhe treiben.

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