26. April 2017

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Wenn du von der deutschen Justiz unbehelligt bleiben willst, dann werde am besten Kapitalanlagebetrüger

Es handelt sich um starke Worte, die wir da in einer Diskussion mit einem bekannten deutschen Rechtsanwalt des Bank- und Kapitalmarktrechtes hören. Aber hat er wirklich so unrecht? Wir selber bekommen ja nun seit fast sieben Jahren mit, wie die Justiz oft „hilflos“ solchen Kapitalanlagebetrügern gegenübersteht.

Da kommt ein Heer von Top-Strafverteidigern, die dann einen Prozess erst einmal über Jahre hinauszögern, indem sie ihn mit Anträgen usw. verschleppen, so dass weder Gericht noch Staatsanwaltschaft irgendwann noch Lust verspüren, solche Verfahren weiterzuführen. Genau diese Diskussion gibt es ja im Moment im Vorgang S&K in Frankfurt. Da schüttelt der Anleger, der zu den Geschädigten gehört, dann ganz gepflegt das Haupt und kann das nicht verstehen.

Es ist ja auch schwer zu verstehen. Aber schaut man sich so manche Fälle wie auch den Hamburger Pfandhausskandal oder den Vorgang Leipzig West AG einmal an, da kann man mit seinem Haupt zu einem Wackeldackel werden. Hier muss, auch nach Meinung unseres Rechtsanwaltes, deutlich mehr Geld für die Justiz in die Hand genommen werden, um besseres aber vor allem mehr Personal einzustellen, damit solche Verfahren auch zeitnah umgesetzt und abgeschlossen werden können. Unser Gesprächspartner ist übrigens der Meinung, dass viele Kapitalanlagebetrüger von dem ergaunerten Geld auch noch ihre Rechtsanwälte bezahlen.

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