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Waymo muss Tausende Robotaxis zurückrufen – nachdem ein fahrerloses Auto in einen Fluss gespült wurde

TheDigitalArtist (CC0), Pixabay
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Der US-Anbieter Waymo hat tausende selbstfahrende Fahrzeuge wegen eines Softwareproblems zurückgerufen. Hintergrund ist ein Vorfall in Texas, bei dem ein Robotaxi in eine überflutete Straße fuhr und anschließend in einen Bach gespült wurde.

Wie aus Unterlagen der amerikanischen Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA hervorgeht, betrifft der freiwillige Rückruf rund 3.800 Fahrzeuge mit den automatisierten Fahrsystemen der fünften und sechsten Generation.

Der Zwischenfall ereignete sich am 20. April in San Antonio. Ein unbesetztes Waymo-Fahrzeug war offenbar in einen überschwemmten Straßenabschnitt geraten, vom Wasser erfasst worden und schließlich in einen Creek abgetrieben. Verletzt wurde niemand.

Waymo erklärte, Sicherheit habe „oberste Priorität“. Das Unternehmen arbeite bereits an zusätzlichen Software-Schutzmechanismen, um ähnliche Situationen künftig zu verhindern. Nach Angaben des Konzerns wurden bereits erste Maßnahmen umgesetzt – darunter Einschränkungen für Fahrten in Gebieten mit möglicher Sturzflutgefahr.

Der Robotaxi-Betrieb in San Antonio bleibt vorerst ausgesetzt. Erst nach Abschluss des Software-Updates sollen dort wieder öffentliche Fahrten angeboten werden.

Waymo, das zum Google-Mutterkonzern Alphabet gehört, gilt als einer der weltweit führenden Anbieter autonomer Fahrdienste. Nach Unternehmensangaben absolvieren die Fahrzeuge inzwischen mehr als 500.000 Fahrten pro Woche in mehreren US-Städten, darunter San Francisco, Austin und Miami.

Der Vorfall verdeutlicht jedoch erneut die Grenzen autonomer Fahrsysteme.

„Alle Systeme für selbstfahrende Autos haben Situationen, in denen sie an ihre Grenzen stoßen“, sagte der britische Technologieexperte Jack Stilgoe vom University College London. Häufig würden diese Schwächen erst sichtbar, wenn etwas schiefgehe.

Mit der zunehmenden Verbreitung autonomer Fahrzeuge dürften solche Probleme künftig häufiger auftreten, warnen Experten. Gleichzeitig betonen viele Fachleute, dass die Technologie langfristig dennoch große Vorteile bringen könne – vorausgesetzt, Sicherheitsprobleme würden frühzeitig erkannt und behoben.

Waymo steht damit nicht allein. In den vergangenen Monaten sorgten mehrere Zwischenfälle mit fahrerlosen Fahrzeugen international für Diskussionen. Ende 2025 legte ein großflächiger Stromausfall zahlreiche Waymo-Taxis in San Francisco lahm. Im chinesischen Wuhan kam es im April zudem zu einem massiven Ausfall von Apollo-Go-Robotaxis, bei dem dutzende Fahrzeuge mitten im Verkehr stehen blieben.

Trotz solcher Rückschläge treiben Tech-Konzerne und Autohersteller die Entwicklung autonomer Mobilität weiter voran. Waymo plant unter anderem, noch in diesem Jahr einen Robotaxi-Dienst in London zu starten.

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